Wie reagieren LehrerInnen auf die Änderungswünsche ihrer Schüler?

 

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Um diese Frage zu beantworten erzähle ich erst einmal eine konkrete, Geschichte aus meinem Leben, die genau das anhand eines praktischen Beispiels aufzeigen soll.

Von diesem konkreten Einzelbeispiel spanne ich dann, den Bogen zu weiteren diesbezüglichen Erfahrungen und Erkenntnissen, sowohl von mir selbst, als auch von vielen anderen.

 

Wie fing alles an?

 

Alles begann damit, daß sich mein Sohn oft bei mir beklagt hat, daß er sich in der Schule gar nicht wohlfühlt und daß er überhaupt nicht gerne dorthin geht.

Ich überlegte mir dann, was wir in unserem streng von oben herab bestimmten Schulsystem tun können.

Wir haben ja beispielsweise als eines der wenigen Länder in der Welt eine staatlich verordnete Schulpflicht. Das bedeutet, daß Kinder nicht zuhause z. B. von ihren Eltern unterrichtet werden dürfen, sondern dazu eine staatlich anerkannte Schule besuchen müssen.

Deutschland das Land der Pflichten und Verbote!

Nur so nebenbei, das Rechnen, das Schreiben und das Lesen hat unser Sohn von uns gelernt, nicht in der Schule. Er ist schon wesentlich weiter wie viele seiner Mitschüler.
Er lernte daß aus sich selbst heraus und auf spielerische Weise, etwa beim Kniffel spielen, die Würfelaugen zusammenzählen oder beim Aufschreiben seiner Ideen und Erlebnisse.

Jedenfalls kam mir die Idee, daß wir der Klassenlehrerin von Franz einen Brief schreiben könnten, indem wir sie bitten den Unterricht so zu gestalten, daß auch natürliche Kinder, in einer staatlichen Schule begeistert lernen können.

Natürliche Kinder sind sehr lebhaft und lebenslustig. Sie gehen an ihre Grenzen und wollen selbst herausfinden, wie etwas geht. Sie erproben ständig ihre Kräfte und möchten sich bewähren und sie halten sich nur sehr widerwillig an die Regeln, die wir Erwachsene aufstellen.

 

Unser Ziel  

Wir wollten die Klassenlehrerin zum Nachdenken anregen und hofften natürlich daß sie den Unterricht dann auch ein wenig anders gestaltet.

 

Was machten wir Schritt für Schritt?  

Ich fragte meinen Sohn, was ihm denn in der Schule gut gefällt und was ihm gar nicht gefällt.

Das was ihm nicht gefiel, haben wir als Änderungswünsche formuliert.

Den Brief habe ich dann ausgedruckt und der Franz hat ihn dann noch einmal mit seinen Händen geschrieben. Diesen handgeschriebenen Brief habe ich dann zur Sicherung eingescannt.

 

Den vollständigen Brief können Sie hier downloaden.

 

 

alles fängt einmal klein an

 

Franz hat den Brief dann seinen Schulkameraden gezeigt. Einer hat besonders aufmerksam zugehört und die Vorschläge für einen tollen Unterricht super gefunden.

 

Wortwörtlich jubelte er: Ja, suuuuper.

 

Auch andere Freunde von ihm fanden die Idee gut und wünschten sich den von Franz vorgeschlagenen Unterricht.

 

Franz hat den Brief dann seiner Klassenlehrerin auf das Pult gelegt.

 

Sie hat den Brief kurz angeschaut und ihn dann unter einen Papierstapel gelegt und sich nicht weiter darum gekümmert.

Da hat der Franz den Brief wieder aus dem Stapel hervorgeholt und ihn wieder gut sichtbar auf das Pult gelegt.

Da kam eine andere Lehrerin in das Klassenzimmer, ging zum Pult, sah den Brief, nahm ihn und las darin. Anschließend ging sie grinsend zur Klassentür und verschwand.

Da seine Klassenlehrerin nicht auf die Wünsche in seinem Brief reagiert hat, fragte Franz, seine Klassenlehrerin am nächsten Tag noch einmal, was sie von seinen Vorschlägen für einen Unterricht, der auch ihm Spass machen würde, hält.

Die Klassenlehrerin fragte dann: Was würde passieren, wenn ich den Unterricht so gestalten würde?

Was wäre dann mit den anderen Kinder?

Franz ging zunächst wortlos auf seinen Platz und sagte dann, etwa 10 Minuten später: “Für jede Gruppe braucht man eigene Lehrkräfte”.

Anmerkung: Er meinte mit Gruppe, die jeweiligen Grundcharaktertypen, etwa die natürlichen Menschen, wie er es ist.

Die Klassenlehrerin fragte dann: Wer bezahlt diese Lehrkräfte?

Franz sagte nichts dazu.

Dieses Nachfragen hat er übrigens auf die letzte Stunde verschoben, weil die Klassenlehrerin ihn dann im Fall des Falles nicht vor die Tür setzen bzw. in eine andere Klasse stecken kann.

Franz fragte mich nach diesen Erlebnissen, was es ihm denn jetzt genutzt hat, daß er seiner Klassenlehrerin beschrieben hat, wie Schule sein sollte, daß er gerne zur Schule geht.

Ich sagte ihm dann:

  • du lernst, wie man Mißstände auf friedlichem und sachlichem Wege anspricht und wenn die anderen mitmachen auch beseitigt
  • du lernst kritisch zu denken und dich mit anderen friedlich auseinanderzusetzen
  • deine Klassenlehrerin wurde zum Nachdenken angeregt
  • du tust das Bestmögliche, damit deine Kinder sich nicht mehr mit den gleichen Mißständen auseinandersetzen müssen, wie du

und nicht zuletzt, wo wären wir denn heute, wenn sich unsere Vorgänger-Generationen nicht für eine bessere Lebensumgebung engagiert hätten.

Fazit:
 

Eigentlich sollte es doch in einer sogenannten Demokratie ein Leichtes sein, das Schüler und Lehrkräfte den Unterricht gemeinsam so gestalten, daß möglichst viele Schüler motiviert und begeistert lernen können.

Leider war das in unserem praktischen Versuch nicht der Fall!

Mein Sohn hat sich sehr viel Mühe gegeben, war voller Begeisterung dabei, den Brief zu schreiben und dachte voller Erwartung jetzt ändert sich was.

Seine Klassenlehrerin aber, hat den Brief einfach übergangen!

Anstatt über den Brief zu sprechen und meinen Sohn ernst zu nehmen, hat die Klassenlehrerin sein Anliegen ignoriert. 

Nicht nur das, es kamen genau in der Zeit 2 Briefe nach Hause, wo sie sich über das Verhalten von unserem Sohn beschwert hat.

Sie wollte so wohl Druck ausüben und zeigen, daß nur sie weiß was wirklich richtig ist!

Auf diesem Wege wird den Kindern ihre Eigeninitiative abgewöhnt. Sie lernen, daß man das tun sollte, was die LehrerInnen erwarten, wenn man ernst genommen bzw. belohnt werden will.

Das deckt sich auch mit meinen diesbezüglichen Erfahrungen und denen vieler anderer, die das herrschende Bildungssystem für andere klar erkennbar verändern möchten. Die also mit ihren Anliegen an die Öffentlichkeit gehen.

Immer wenn es um Änderungen an unserem Bildungssystem geht, wird man ignoriert bzw. wird gesagt, daß es im Rahmen des herrschenden Systems keine Möglichkeit gibt, das zu ändern.
Da wundert es mich nicht, daß wir seit mehr als 30 Jahren über eine Änderung des Bildungssystems sprechen, aber bisher keine Änderungen erfolgt sind.

Ich möchte nun kurz erzählen, wie ich die Gespräche mit einer Schulpsychologin und einer Lehrerin erlebt habe. Es ging dabei um das Verhalten unseres Sohnes in der Schule und um Alternativen zum herrschenden Schulsystem.

Es wird in aller Ausführlichkeit erzählt, was schief läuft. Ganz selten kommt es vor, daß auch mal das zur Sprache kommt was gut läuft.

Es zählen nur die Lösungen die von der Schule angeboten werden.

Einige Lösungen die uns angeboten wurden, waren:

  • gegen ADHS Ritalin anwenden
  • Schulbegleitung für unseren Sohn beantragen
  • Brettspiele machen, damit er lernt sich zu konzentrieren
    Anmerkung: Wir haben es mit dem Marburger Konzentrationstraining versucht und es hat nichts gebracht. Wenn unser Sohn etwa gerne macht, dann ist er von Haus aus konzentriert dabei.
  • darauf achten, daß unser Sohn die Hausaufgaben genauso macht, wie es von der Schule vorgegeben wird
  • Gruppentherapie für soziales Verhalten machen
  • eine Schule zur Erziehungshilfe

Man muss sich diese Lösungen einmal genau durchdenken und überlegen, was dann langfristig passiert. Etwa Ritalin und die Langzeitfolgen oder Schulbegleitung und wie das auf die anderen Schüler wirkt.

Nie wird in diesen komischen Lösungen, die staatliche Schule angezweifelt, wie etwa daß die dort herrschenden Lernmethoden nur für weniger als die Hälfte aller Schüler wirklich geeignet sind.

Wie wäre es wenn wir Schule auch mal anders denken, beispielsweise:

Teilen wir die Schüler in Grundcharakteren ein und bilden kleinere Gruppen von Schülern. Diese Kleingruppen werden dann von Lehrern unterrichtet, die mit den jeweiligen Grundcharakteren gut können und die auch den Unterricht an die Grundcharakteren anpassen.

oder

Heben wir die Schulpflicht für unseren Sohn auf, so daß wir ihn noch eine Zeit lang zuhause unterrichten und es in ein paar Jahren wieder an der Schule versuchen, wenn er das möchte. Diese Schulpflicht gibt es ja weltweit nur in wenigen Ländern, so wichtig kann sie also nicht sein! Nicht zuletzt gibt es weltweit Millionen von Homeschoolern, die zuhause lernen und später ein ganz normales Berufsleben führen.

Die Reaktion auf solche und andere nicht systemkonforme Lösungen ist immer die Gleiche. Leider gibt es im herrschenden System keine Möglichkeit diese Lösungen umzusetzen!

Es gibt da offensichtlich eine Gruppe von Menschen bei uns in der Gesellschaft die meint, daß ihre Werte und ihre Art zu leben, die einzig Richtige ist.

Diese Richtigen meinen offensichtlich, daß sie ihre Mitmenschen, nach ihren Wertvorstellungen erziehen und an ihr Wesen angleichen müssen.

Die Richtigen scheinen es nicht für notwendig zu finden, sich mit den vielen kritischen Meinungen ihrer Mitmenschen ernsthaft auseinanderzusetzen.

Sie erklären, die für sie unangenehmen Themen einfach zum Tabu oder behaupten, diese Probleme seien unlösbar.

Langsam aber sicher kommt das Bildungssystem aber trotzdem in ernsthafte Änderungszwänge, denn nach wie vor werden die Schüler in unseren Schulen vor allem zu Industrieangestellten ausgebildet.

Diese finden sich besonders gut in hierarchisch geführten Industriebetrieben zurecht. 

Inzwischen ist es aber so, daß viele der in diesen Betrieben anfallenden Pflicht- bzw. Routinearbeiten in Software gegossen wurden und so zuverlässig und kostengünstig von computergesteuerten Maschinen ausgeführt werden können.

Wir brauchen also immer weniger Menschen, die funktionieren, weil sie die Befehle von oben präzise ausführen, sich strikt an vorgegebene Regeln halten und reibungslos zusammenarbeiten.

Stattdessen brauchen wir Menschen, die nach Sinn streben, ihre Freiheit und Unabhängigkeit verteidigen und ihre Kreativität bestmöglich nutzen.

Menschen die ihr Bestes geben können und wollen und die Verantwortung für sich und die Gesellschaft übernehmen.

Dazu brauchen wir ein anderes Bildungssystem, daß Menschen nicht um erzieht, sondern sie darin fördert, sich bestmöglich, ihrem ganz eigenen Wesen gemäß weiterzuentwickeln.

Sorgen wir jetzt dafür, daß möglichst viele Schüler gerne zur Schule gehen und begeistert lernen!

 

 

 

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