Wie können Menschen ganz allgemein zum Lernen begeistert werden?

 

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Es gilt als sichere Tatsache, daß Menschen nicht wirklich von außen zum Lernen begeistert werden können. Diese Begeisterung muß von ihnen selbst kommen.

Viele Lehrkräfte sind Meister darin, ihre Schüler zu demotivieren.

Sehr demotivierend wirkt es, wenn man dazu gezwungen wird etwas zu tun, was man nicht will und dann vor anderen dumm da steht bzw. vorgeführt wird!

Das ist in der Schule häufig der Fall!

Beispielsweise beim Diktate schreiben, wo Schüler gezwungen werden einen bestimmten von der Lehrkraft vorgelesenen Text mitzuschreiben.

Diejenigen, die das gegen ihren Willen machen müssen und auch noch schlechte Noten kassieren, bringen in ihrem späteren Leben, das Schreiben mit vielen negativen Erfahrungen und Bestrafungen in Verbindung. Sie schreiben später nur noch, wenn sie unbedingt müssen.

Man bedenke:
Nur wer klar und deutlich schreiben kann und vor allem will, kann unsere Gesellschaft wirkungsvoll mit gestalten!

Wie wäre es, wenn die Schüler statt Diktate ihre eigenen Ideen beschreiben dürfen und falls sie das möchten, diese Ideen anderen vortragen und mit anderen darüber diskutieren dürfen.

Ein anderes Beispiel ist das Auswendig lernen und Vortragen von Gedichten, die der Lehrer zuvor ausgewählt hat.

Diejenigen, die das gegen ihren Willen machen müssen und auch noch schlechte Noten kassieren, bringen in ihrem späteren Leben, das Dichten und Vortragen eigener Gedanken mit negativen Erfahrungen und Bestrafungen in Verbindung. Sie dichten und sprechen später nur noch vor Gruppen, wenn sie unbedingt müssen.

Wie wäre es, wenn wir die Schüler dazu ermuntern selbst ein Gedicht zu verfassen und sie daß dann, wenn sie es möchten, vor anderen vortragen können.

Mindestens genauso demotivierend wie gezwungen werden etwas zu tun, was man eigentlich nicht will, ist es wenn man das Gefühl hat, daß man nicht richtig ist, daß man nicht dazu gehört, weil man sich weigert Dinge zu tun, die man einfach nicht tun will.

In diesem System wird nur belohnt, wer die Erwartungen der anderen erfüllt und es wird jeder bestraft, der diese Erwartungen nicht erfüllt.

Wer die Erwartungen der Lehrkräfte erfüllt, wird mit guten Noten belohnt und wer das nicht tut, wird mit Schlechten bestraft.

Diese Noten haben in unserem Bildungssystem eine sehr große Bedeutung, aber leider nicht nur deshalb, weil sie eine momentane Rückmeldung liefern, daß die Lerninhalte noch nicht genügend verstanden wurden, sondern weil sie am Ende eine Qualifizierung darstellen, die Türen zu erstrebenswerten Berufen öffnen oder eben diese Türen verschliessen. Das übt enormen Druck auf viele Schüler aus.

Das Problem auf den Punkt gebracht ist: Viele Menschen haben deshalb keine Lust mehr am Lernen, am eigenen Tun und am etwas aus sich selbst heraus tun, weil sie Jahrzehnte lang durch unser Belohnungs- und Bestrafungssystem demotiviert wurden.

Dieses Belohnungs- und Bestrafungssystem wird von vielen Eltern und auch von den meisten Kindergärten und Schulen angewendet, auch heute noch.

 

Wie können wir anderen Menschen dabei helfen, die Begeisterung und die Motivation zum Lernen in sich selbst zu finden?

Indem wir ihr individuelles Wesen erkunden und die jeweiligen Anlagen des Kindes (die Begabungen, den Grundcharakter, ...) und die Neigungen im Rahmen geeigneter Aufgaben entfalten.

Interesse und Begeisterung entstehen nämlich ganz allgemein beim Lösen von spannenden Aufgaben, die einen voll und ganz erfassen. Aufgaben, wo wir unser Wesen entfalten können und deshalb zeigen können, was wir so drauf haben.

Übrigens, wenn Menschen keine Aufgabe finden, für die sie sich begeistern können, flüchten sie sich häufig in sinnlosen Konsum, Computerspiele oder Gruppen in denen sie gemeinsam jammern und abhängen können.

Gute Lerncoaches werden also die Lerninhalte in eine interessante und spannende Aufgabe packen, die der Lernende begeistert lösen möchte, statt ihn zu langweilen mit Fakten, die stur zu lernen sind.

Erst wenn der Lernende seine persönlichen Interessen mit den Lerninhalten verbinden kann, entsteht ein echtes Interesse und die für das Lernen so wichtige Begeisterung.

Was auch Begeisterung auslöst ist, wenn man dazugehören darf und zwar nicht, weil man den Erwartungshaltungen der anderen entspricht, sondern weil man als Mensch mit seinen ganz eigenen Gedanken verstanden und als wertvoll empfunden wird.

Wenn die anderen sich wirklich öffnen und wir uns deshalb mit den anderen verbunden fühlen können.

Will nicht jeder von uns gerne verstanden und für gute Taten wertgeschätzt werden.

Wie könnte nun so eine spannende Aufgabe, die einen voll und ganz erfasst, aussehen?

Ich nehme als Ingenieur mal ein Beispiel aus der Physik.

Es geht nicht darum, nach einem festen Lehrplan die Physik zu vermitteln, beispielsweise die Magnetfelder zu erklären, sondern problembezogen.

Beispielsweise heute hat Franz auf dem Weg zur Schule gesehen, wie auf einem Schrottplatz eine Maschine mit einer Kugel vorne dran Metall von einem Ort zum anderen transportiert hat. Das Metall blieb dabei an der Kugel kleben. Franz schreibt mit dem Smartphone, das was er gesehen hat und was ihn interessiert, auf die gemeinsame Ideenliste (ein Webformular), die auch für alle anderen Schulen (weltweit) im Internet zugänglich ist. 

Da die Ideenlisten aller Schulen über das Netz verfügbar sind, dürfte es nie an Ideen mangeln. Diese Ideen gibt es natürlich für alle Lebensbereiche (Schulfächer) und die können schnell und gezielt mit Suchmaschinen und -katalogen durchsucht werden.

Beim nächsten Physikunterricht schauen alle auf die Ideenliste und es werden unterschiedliche Gruppen für die jeweiligen Ideen gebildet. Die Schüler können sich also die physikalischen Probleme, die sie interessieren, aussuchen und diese dann gemeinsam in ihrer Gruppe lösen.

Franz und seine Gruppe entscheiden sich für die Kugel an der das Metall kleben bleibt und untersuchen die nächsten Unterrichtsstunden warum das so ist. 

Die Schüler erkennen, beschreiben und lösen die Probleme weitestgehend selbstständig mit Hilfe meiner Lernmethoden. Sie stellen sich eine entsprechende Internetquellensammlung zusammen und suchen sich die Fachinformationen, die sie benötigen aus dem Internet. 

Alle Ideen, Diskussionen, Antworten auf Fragen usw. ihre Erfahrungen und Erkenntnisse schreiben sie in ein entsprechendes HTML-Dokument. Der Mentor (Lehrer) ist da und hilft den Schülern, wenn sie alleine wirklich nicht mehr weiterkommen - er beantwortet Fragen und tauscht Erfahrungen und Erkenntnisse mit den Schülern aus.

Tja, ist jetzt etwas schnell aus der Feder gesprungen, aber so in etwa stelle ich mir das vor. Die Lernenden wählen die Projektthemen zum autodidaktischen Lernen und Probleme lösen selbst aus.

Die elementare Grundbildung soll Menschen optimal auf das Leben vorbereiten. Deshalb muss die reine Vermittlung von Fachwissen aus dem Unterricht verschwinden und es wird stattdessen problembezogene bzw. lebens- und alltagsnahe Physik gelehrt.

Das genannte Beispiel aus der Physik kann natürlich auf alle anderen Lebensbereiche (und Schulfächer) übertragen werden. Auch mathematische Probleme können direkt aus dem Leben gegriffen sein.

Eine anderes Beispiel betrifft den Musikunterricht. Wie wäre es wenn wir im Rahmen dieses Unterrichts herausfinden, welche Töne und Akkorde uns besonders ansprechen. Später können wir dann mit Hilfe einer hochentwickelten Musik-Suchmaschine im Internet nach Künstlern suchen, in deren Musik genau diese Töne und Akkorde besonders intensiv vorkommen. So kann man individuelle Anbieter und Nachfrager optimal zusammenbringen.

weitere Möglichkeiten um die neuen Lernmethoden praktisch umzusetzen sind:

  • die Projekte gemeinsam dokumentieren (Stichwort: Lernportfolio) und die Ergebnisse präsentieren

  • Schülerfirmen gründen, uns so Produkte und Dienste entwickeln, die sich auf dem Markt bewähren müssen

  • Theaterspiele, in denen reale Situationen so realitätsnah wie möglich nachgespielt werden (das ist besonders lehrreich für die Schauspieler)

  • die WebQuest-Methode zum Lernen anwenden

  • ...

Zum Abschluss noch das sehr interessante Interview "Wie man Kinder & Jugendliche inspirieren kann" mit Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther:

 

 


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Kommentare

Guten Tag,

das Beispiel gefällt mir sehr gut mit dem Magneten, und wer mit offenen Augen durch's Leben geht, findet täglich etliche solcher Sachen, die geklärt werden müssen oder auch einfach nur interessant sind, ich denk da wären die Schüler mit Feuereifer dabei - die älteren natürlich, denn ich glaub, die kleineren werden sich mit Internet suchen und so noch schwerer tun. Aber da muß halt der Lehrer noch mehr machen, aber das Prinzip - was aus der Praxis entnehmen und dann thematisieren - geht da auch schon.
Ein Schulalltag, der ein Graus für alle Notenfans ist - nix mehr nach Punktezahl berechnet, nix mehr Zeugnisdurchschnitt - o je...

Aber ich denk, auch für die Lehrer wäre es erfüllender, so zu arbeiten. Ich persönlich stell es mir furchtbar vor, vor einer Klasse zu unterrichten und denen was zu erzählen, aber keiner hört wirklich zu, sondern schaut gelangweilt -bääh.

Schönen Tag noch

Stoffel

Bild von Lebensunternehmer

Ja, der der mit dem Herzen lehrt, der wird so empfinden wie Sie, diejenigen aber die ihre Lehraufgabe als Pflicht sehen, denen macht das nicht soviel aus.

Für diese Kategorie Lehrer ist nur wichtig, daß sie ihre Pflicht erfüllen um so ihre Einkommen rechtfertigen zu können. Sie tun ja nur daß, was ihnen von oben herab befohlen wird und  sie wissen zwar das vieles schief läuft, aber ändern können sie ja eh nichts - man möchte ja schließlich nicht versetzt werden oder gar seinen Arbeitsplatz verlieren ...

Guten Abend,

ja, das könnt ich mir auch gut vorstellen. Es wäre auf alle Fälle spannend, was für Ideen da alles gesammelt werden könnten. Ich bin zwar jetzt kein Fan von Gruppenarbeit, aber da gäb's bestimmt auch Wege, da könnt ja jemand, der lieber allein arbeitet, dann über's Internet mit einem Schüler einer anderen Schule sich zusammentun, dann ging's für ihn auch ohne Gruppe in der Klasse.
Und vieles weitere würde sich in der Praxis dann bestimmt noch ergeben, auch von Schüler und vielleicht sogar Eltern käme manches, das sinnvoll wäre.

Wird nur einiges !!! an Überzeugungsarbeit kosten bei denen, die das momentane Lerngebilde für gut und praktisch halten:-(

Alles Gute
Paula Fleming

Bild von Lebensunternehmer

... genau, wo ein Wille da auch ein Weg

Am Besten ist dabei, wenn die jungen Menschen gleich lernen wegen gemeinsamer Ziele zusammenzuarbeiten u. so den jeweils anderen Lernprojektteilnehmer vor allem deswegen schätzen, weil er durch sein wie auch immer geartetes Wesen allen hilft das gemeinsame Ziel zu erreichen.

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