Rezension zum Buch „Der Crash ist die Lösung“ 

 

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Geschrieben von Matthias Weik und Marc Friedrich
Herausgegeben vom Eichborn Verlag; Auflage: Aufl. 2014 (16. Mai 2014)
ISBN-10: 3847905546
ISBN-13: 978-3847905547


Beim Einstieg in das Buch gewinnt man zunächst den Eindruck, als ob es die erste große Krise unseres Geldsystems ist. So ist es aber nicht. Wir in Deutschland hatten alleine im letzten Jahrhundert 2 Währungsreformen (1923 und 1948), weltweit gab es die letzten 200 Jahre ca. 400 Staatsbankrotte.

Ein System das über einen so langen Zeitraum, so oft gescheitert ist, darf nicht nur, sondern muss von intelligenten Menschen in Frage gestellt werden. Wir sollten dringend prüfen ob es keine besseren Alternativen zu diesem zinsbasierten Schuldgeldsystem gibt.

Wir wäre es, wenn wir die für gut befundenen Alternativen regional testen und in einem entsprechenden Wettbewerb das Beste aller möglichen Geldsysteme ermitteln. Das bedeutet auf jeden Fall ein Finanzsystem, dass nicht mehr so sehr auf die Macht und Kontrolle Weniger über Viele ausgerichtet ist!

Obwohl Marc Friedrich und Matthias Weik zu der Erkenntnis gelangen, dass „die Krisenverursacher die Krisengewinner sind“, glauben sie daran, dass die Banken (= Krisenverursacher) unverzichtbar sind, für eine funktionierende Gesellschaft.

Ist das wirklich so ?

Wir könnten doch unser Geld auch über Genossenschaften, Crowdfunding und Kreditplattformen (z. B. Smava) gewinnbringend anlegen bzw. sinnvolle Projekte und Unternehmen damit finanzieren. Brauchen wir dazu zwingend Banken.

In dem Kapitel „Europa: Eine Rundreise in der Heimat der Krise“ zeigen die Autoren mit vielen erschreckenden Fakten, welche Schäden der Export auf Pump in den letzten Jahrzehnten angerichtet hat. Es wurde nicht wie von den Politikern versprochen, ein friedliches und blühendes Europa geschaffen. Überall gärt es, nur die Systempresse versucht immer noch die wahren Zustände der EU-Mitgliedsstaaten so gut es geht zu verstecken.

Während in Frankreich und Italien die Rezessionen schon zu Depressionen werden, kann bei uns in Deutschland das Bild von friedlich und blühend immer noch aufrecht erhalten werden. Das haben wir den kontrollierbaren Lohnschreibern der Systempresse und dem extrem pflichtbewussten, bescheidenen und sparsamen deutschen Michel zu verdanken.

Aber auch der bleibt nur solange ruhig, wie mit dem Export auf Pump, die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze finanziert werden können, wo er als Angestellter arbeiten und mit dem Lohn seine Rechnungen bezahlen kann.
Was passiert, wenn das nicht mehr geht, weil die anderen (EU-Mitglieder) unsere Kredite nicht mehr annehmen können oder wollen ?
Was passiert, wenn unsere Sparvermögen versiegen, die ja als Kreditsicherheit dienen, dann ist es schnell vorbei mit der Ruhe. Das wissen auch die Hirten (die Politiker, die Banker und die Industrie-Manager)!

Das herausragendste Kapitel war für mich die Analyse unseres kaputten Geldsystems auf den Seiten 297 bis 305. Da konnte ich viel lernen. Vielen Dank an dieser Stelle für diese Infos!

Über die Möglichkeiten wie wir unser Geld schützen können musste ich häufig schmunzeln, etwa die Empfehlung wir sollen Whisky oder Streuobstwiesen kaufen. Ein anderer Vorschlag war es das Papiergeld in Gold und Silber anzulegen, wo doch auch die Gold- und Silberpreise ganz offensichtlich manipuliert werden. Klar wird Gold einen gewissen Wert behalten, aber das Geld das in Gold angelegt ist, kann nicht dazu genutzt werden um wichtige, dem Allgemeinwohl-dienliche Projekte und Unternehmen zu finanzieren.

Wie wäre es das übrige Geld nicht in Sachwerte zu investieren, sondern in eigene, sinnvolle Projekte oder die Allgemeinwohl-dienlichen Projekte anderer damit zu fördern. Langfristig dient das nicht nur dem Erhalt des Geldes, sondern ist eine wirksame Investition in eine gute Zukunft, an der wir ja eigentlich alle interessiert sein sollten.

Auch die Investition in die eigene Weiterbildung oder in die Bildung der eigenen Kinder ist ein gute Sache. Wie wäre es sinnvolle Bildungsprojekte zu fördern ?

Sind das nicht auch alles sehr wertvolle Anlagen für unser Geld ? Müssen es immer Sachwerte sein ? Wir sind immerhin im Wandel von einer Industrie- zu einer Informationsgesellschaft. 

Die im Buch beschriebenen Alternativen zu unserem gegenwärtigen Geldsystem fand ich interessant, aber kritikwürdig.

Die Regionalwährungen wären schon gut, aber nur dann wenn nicht wieder ein Zwang eingebaut wird, wie das mit dem Zins geschehen ist. Ich finde es nicht gut, wenn ich einen Chiemgauer innerhalb einer bestimmten Zeit ausgeben muss, weil er sonst an Wert verliert. Was ist wenn ich keine sinnvollen Ausgaben habe oder wegen einer größeren Anschaffung länger sparen muss ? Warum werde ich dann bestraft ?

Auch das Vollgeldsystem ist keine wirkliche Alternative für unser zinsbasiertes Schuldgeldsystem.

Wie löst das Vollgeldsystem z. B. folgende Probleme:

Geld löst bei vielen Menschen Habgier aus. Wer viel Geld hat, will immer mehr! Das ist Fakt und hat sich über Jahrhunderte bestätigt. Wie wird dieses Problem durch das Vollgeldsystem gelöst ?

Wie kann das Vollgeldsystem die Werte und Gewohnheiten der Leute so ändern, dass sie in Zukunft bei den Problemen, die sie verursachen, nicht gleichgültig wegschauen, sondern entsprechende Verantwortung übernehmen ?

Wie kann man allgemein mit dem Vollgeldsystem erreichen, dass Probleme durch unser Verantwortungsbewusstsein gelöst und nicht mit Geld und immer mehr Geld verwaltet werden ?

Wie werden die gewaltigen Ausgaben (Staat, Millitär, Forschung, ...) durch das Vollgeldsystem begrenzt ?

Wie sorgt das Vollgeld-System für mehr Gerechtigkeit in der Belohnung ?
Es wird ja unglaublich viel Zeit und Energie mit Streitereien um’s Geld verschwendet.

Eine ausführliche Kritik zum Vollgeldsystem mit vielen wertvollen Zitaten, beschreibe ich in dem zu dieser Rezension geführten Dokument (ab S. 14 bis S. 17), dass ich hier als PDF zum Download anbiete.

Ich möchte in dieser Rezension nun noch auf 2, mir besonders wichtige Kritikpunkte des Buches, ausführlich eingehen.

Das eine betrifft die Behauptung, dass wenige Reiche (ca. 1%) auf Kosten ihrer Mitmenschen (ca. 99 %) leben und denen alles rauben und daß im Wesentlichen die Bankbesitzer und Finanzspekulierer die bösen Buben sind, die die Finanzkrise verursacht haben. Ich finde das ist eine sehr einseitige Betrachtung der Schuldenmisere, die in den letzten Jahrzehnten ablief.

Zwar wird im Buch auf S. 305 kurz darauf hingewiesen, dass auch wir schuld an der Finanzkrise haben und nicht nur die Banken.
Aber was ist diese eine Seite, gegenüber hundert Seiten, auf denen beschrieben wird, wie die Reichen uns immer ärmer machen und die Bankbesitzer und Finanzspekulierer die Finanzkrise verursacht haben.

Der andere Kritikpunkt betrifft den Titel des Buches „Der Crash ist die Lösung“ und die etwas unklare Aussage dazu, die im Buch auf S. 299 zu finden ist.

Zitat: „Darum sagen wir: Der Crash ist die Lösung Es ist sinnvoller als jeder scheinbar schonende Aufschub. Wir sollten besser heute als morgen den Stecker ziehen und den Kollaps des Finanzsystems wenigstens kontrolliert herbeiführen.“

Leider beschreiben die beiden Autoren nicht, was sie nun genau mit dem Crash meinen. Wie soll das genau funktionieren, das mit dem Stecker ziehen ? Wie soll der Kollaps des Finanzsystems kontrolliert herbeigeführt werden ? Was meinen die beiden überhaupt mit Lösung ?

Zuerst möchte ich nun die folgende Behauptung auf den Prüfstand stellen:

1. Wenige Reiche (ca. 1%) leben auf Kosten ihrer Mitmenschen (ca. 99 %) und rauben denen alles und im Wesentlichen sind die Bankbesitzer und Finanzspekulierer die bösen Buben und schuld an unserem globalen Schulden-Disaster.

 

Ich bin davon überzeugt, dass die Banken, Konzerne und Regierungen nicht mehr Schuld trifft, als die große Masse der Leute bei uns, die ihren materiellen Wohlstand mit aller Kraft haben wollen und ganz offensichtlich gar nicht genug davon kriegen.

Warum das so ist, will ich nun kurz erklären.

weiterlesen ...

 

Der 2. Punkt betrifft die Crash-Aussage der beiden Autoren, die ich nun etwas präzisieren möchte.

2. Was genau meinen die beiden Autoren mit dem Crash ?

 

und

Was genau ist mit der Lösung gemeint ?

 

Wie soll das genau funktionieren, das mit dem Stecker ziehen ? Wie soll der Kollaps des Finanzsystems kontrolliert herbeigeführt werden ?

Bedeutet den Stecker ziehen, den bisher mit allen Mitteln verhinderten Staatsbankrott, dann einfach zulassen ?

Ist mit dem Kollaps des Finanzsystems kontrolliert herbeiführen, eine (weltweite) Währungsreform gemeint ?

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