Ist der Staat bzw. sind die Minister und Beamten, die ihn repräsentieren, wirklich unfehlbare Autoritäten ? - Teil 1

 

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Der Staat bzw. die Minister und ihr Millionheer von Beamten, die ihn repräsentieren treten als Autorität auf, die uns Staatbürgen bzw. Staatsbürger ins gelobte Land führen und für unsere soziale Sicherheit sorgen. Auf diesem Weg muss die Regierung zahlreiche Entscheidungen treffen und natürlich müssen diese Entscheidungen den Regierten durch entsprechende Argumente schmackhaft gemacht werden. Dazu werden häufig Statistiken, Erhebungen und Studien verwendet. Leider können all diese auf Zahlen bzw. Fakten beruhenden Argumente, gefälscht und beliebig ausgelegt werden. Damit die Zahlen und Fakten mit den jeweiligen Zielen der Regierung übereinstimmen, werden sie auch schon mal passend gemacht. Nicht zuletzt ist oft ein enormes Hintergrundwissen notwendig um das zu zu verstehen, was die jeweiligen Zahlen und Fakten tatsächlich aussagen. Das kann natürlich leicht mißbraucht werden.  Das Ganze möchte ich nun in diesem FAQ-Artikel einmal näher anhand konkreter Beispiele beschreiben.

Die Bewertung der Glaubwürdigkeit von Statistiken und Erhebungen (Umfragen) ist im Prinzip nur möglich, wenn man genau weiß, welche Datenquellen den jeweiligen Ergebnissen zugrunde liegen, denn nur so können mögliche Ungereimtheiten erkannt werden.

Ein Beispiel, wie unterschiedlich die Ergebnisse einer Umfrage ausfallen können, ist die allgemein bekannte Tatsache, daß Menschen die Ereignisse, die in ihrer nächsten Umgebung passieren, wesentlich stärker bewerten als die gleichen, die geografisch weit entfernt liegen. Die allgemeine und bundesweit gestellte Frage "Ist Kernenergie als befristete energiepolitische Lösung vertretbar oder nicht ?" wird bestimmt mehr Zustimmungen erhalten als die Frage "Sind Sie für ein weiteres Atomkraftwerk in der Region, in der Sie leben ?". Die Bürger, die möglicherweise vorher bei einer bundesweiten Umfrage (ohne über die Gefahren nachzudenken) für die Atomenergie gestimmt hatten, werden nun, nachdem sie unmittelbar selbst betroffen sind, zu erbitterten Gegnern der Kernenergie. Ein kritisches Hinterfragen, inwieweit man möglicherweise doch von den bestehenden Gefahren, die von einem Atomkraftwerk nun einmal ausgehen, betroffen ist, wird bei vielen wegen des dafür erforderlichen Zeit- und Arbeitsaufwands nur dann in Kauf genommen, wenn es das eigene Leben unmittelbar betrifft. 

Die Umfrageergebnisse können weiterhin durch entsprechende, vor der Befragung veröffentlichte Pressemeldungen beeinflußt werden; bezogen auf das Beispiel könnte die Zahl der Ja-Sager, etwa durch negative Bewertungen von alternativen Lösungen zur Energieversorgung, erhöht werden.
Ähnliches gilt für Statistiken: So könnte man beispielsweise aus einer geringen Arbeitslosenquote in Bayern schließen, daß dieses Land durch eine besonders gute Arbeitspolitik geführt wird. Stellt man sich aber wichtige Fragen, die für die Arbeitslosenquote in Bezug auf ein bestimmtes Bundesland maßgeblich sind, so stellt man fest, daß diese Behauptung auch leicht falsch sein kann. So hat Bayern im Vergleich zu anderen Bundesländern beispielsweise, bedingt durch die ländlichen Strukturen, in denen früher und schneller geheiratet wird, weniger arbeitende Frauen (Mütter). Diese Tatsache wirkt sich natürlich positiv auf die Arbeitslosenquote aus.

Laut dem Deutschen Patent- und Markenamt liegt Japan mit 399 013 an erster Stelle, gefolgt von den USA mit 163 699 und Deutschland mit 53 521 inländischen Anmeldungen (Stand: 2001). Im Normalfall sind natürlich nicht die in diesem Beispiel verwendeten Gesamtzahlen interessant, sondern vielmehr die Zahl der Anmeldungen für einen ausgewählten technischen Bereich.

Mit diesen Zahlen kann aber nicht die konkrete Innovationskraft der jeweiligen Volkswirtschaft bewertet werden.  Hierzu muß man genau wissen, welche Art der Anmeldung in den Zahlen wiedergespiegelt wird: Sind es alle eingereichten, aber noch nicht vollständig veröffentlichten Anmeldungen oder handelt es sich um alle bereits veröffentlichten Anmeldungen oder sind es gar schon die erteilten Patente ? Kann überhaupt durch die Zahl der inländischen Patentanmeldungen eine konkrete Aussage über die Innovationskraft des jeweiligen Landes getroffen werden, ist hierfür nicht die Zahl der tatsächlich für patentwürdig befundenen inländischen Anmeldungen entscheidend ? Soll die Anzahl der erteilten Patente eines Landes mit der eines anderen verglichen werden, so ist auch sehr entscheidend, wie leicht oder genauer nach welchen gesetzlichen Richtlinien im jeweiligen Land vom betreffenden Prüfer entschieden wird, ob auf die Patentanmeldung  tatsächlich ein Patent erteilt wird. In Deutschland wird nur für etwa jede vierte Anmeldung ein Patent erteilt, während in den USA etwa zwei Drittel der Anmeldungen zu einem Patent führen und in Japan fast alle als patentierwürdige Erfindungen durchgehen. Nicht zuletzt spielt natürlich auch die Zahl der inländischen Anmeldungen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung des jeweiligen Landes eine entscheidende Rolle, um dessen Erfindungsgeist mit dem anderer Länder vergleichen zu können. 

Auch bei den Studien muss man sehr vorsichtig sein. Warum ? Diese Studien werden von Wissenschaftlern/Forschern bzw. Forschungsinstituten erstellt, die von ihren Auftraggebern leben. Deshalb ist Wissenschaft und Forschung heute vor allem auf Bereiche ausgerichtet, in denen Geld verdient werden kann. Das bedeutet, viele Wissenschaftler/Forscher bzw. Forschungsinstitute sind abhängig von Steuermitteln, also von Ministern u. Beamten die diese Mittel verteilen,  und/oder von der Industrie (vor allem den Großunternehmen) und müssen sich an die ausgehandelten Verträge halten. Im Rahmen der finanziellen Abhängigkeit können auch die Ergebnisse von Studien gezielt beeinflusst werden. Das beweisen die vielen gegensätzlichen Studien, die eine beweist das es so ist, die andere das es nicht so ist. Wie jetzt ?

Man kann also aus den genannten Beispielen lernen, daß für die kritische Bewertung von Daten und Informationen mitunter eine Vielzahl weiterer Informationen notwendig ist. Die Beispiele widerlegen weiterhin die allgemein anerkannte Meinung, daß die Mehrheit grundsätzlich richtig entscheidet, da sich zwar einer oder wenige, aber nicht eine große Anzahl von Personen irren kann. Es zeigt sich, daß auch eine Mehrheit falsch entscheiden kann, wenn sie falsch oder ungenügend informiert ist bzw. gezielt falsch informiert wird oder, wie in den Beispielen gezeigt, die Fragen entsprechend gestellt werden bzw. Personen befragt werden, die von den Folgen (scheinbar) nicht unmittelbar betroffen sind.

 

 

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Kommentare

Sehr richtig, das beste Beispiel für die "Berichtigung" von Statistiken waren seinerzeit die gefälschten Arbeitslosenzahlen des Arbeitsamtes. Es kam zwar auf, aber was war das Ergebnis ? Das Teil heißt jetzt Arbeitsagentur, ein anderer Chef ist da, aber ansonsten ist doch alles gleich geblieben. Und bei der jetzigen Erstellung der Statistiken darf man wahrscheinlich auch nicht zu genau hinschauen, wenn man bedenkt, wer alles nicht mehr als arbeitslos gilt, obwohl er keine Arbeit hat...
Insofern sind eigentlich Minister, Beamte doch Autoritäten - sie machen Fehler, der Bürger jammert, ein bißchen was wird geändert, wenn sich's nicht vermeiden läßt - und nach einer gewissen Zeit läuft es wieder so weiter wie vorher und der Bürger läßt es zu und bestätigt die Autoritäten in dem Sinne immer wieder. Ein Jammer oder sogar eine Schande ???

Bild von Lebensunternehmer

Danke für den wertvollen Kommentar :-)

Ja, viele Bürger wurden zu unmündigen Befehlsempfängern erzogen, anstatt sie so gut es geht an den gesellschaftlichen Entscheidungen zu beteiligen und zur Eingenverantwortung aufzurufen.

Die Minister und ihr Millionenheer von Beamten haben das Ruder an sich gerissen. Sie sind es die, die Staatsgewalt, also die Judikative, die Exekutive und die Legislative ausüben. Die Bürger hatten bisher wirklich sehr wenig Möglichkeiten sich gesellschaftlich zu engagieren und mitzuentscheiden.

Jetzt haben wir den Salat :-( Kaum einer will wirklich etwas tun. Diejenigen, die sich dennoch engagieren, ernten Unverständnis und Undank :-(.

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