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Aktualisiert: vor 1 Woche 4 Tage

Medizin: Wiederaufbereitete Tierorgane können Tausende Menschenleben retten

21. February 2018 - 15:35

Organtransplantationen gehören ohne Frage zu den Wundern der modernen Medizin. Aber es herrscht ein Nachschubproblem: Allein in den USA sterben täglich 20 Menschen, die auf ein Spenderorgan warten. Auf Basis des aktuellen Systems kann dieses Problem nicht gelöst werden – schließlich stammen die Spenderorgane von verstorbenen Menschen, der Nachschub ist also natürlich begrenzt. Deshalb müssen andere Lösungen her. Forschern der Harvard University gelang es, Organe von Tieren mit menschlichen Stammzellen so „aufzubereiten“, dass sie theoretisch in Menschen verpflanzt werden können.

Bild: Harvard University Vielversprechende Tierversuche

Hinter den Experimenten steht der Chirurg Harald Ott mit seinem Team. Die Forscher entwickelten eine Methode, mit der die Zellen aus Tierorganen quasi ausgewaschen werden können. Das verbleibende Gewebe-Gerüst kann dann mit den Stammzellen des jeweiligen Patienten behandelt werden. Das Ergebnis ist ein Organ, dass im Körper des Empfängers nicht zu Abstoßungsreaktionen führen sollte. Die Patienten wären damit auch nicht ihr Leben lang auf Immunsupressiva angewiesen. Während die Stammzellen sich auf dem Gerüst ansiedeln stimulieren die Forscher das Organ so, wie es auch im Körper stimuliert werden würde, um es am Leben zu erhalten.

Das Team konnte so erfolgreich Lungen, Nieren, Herzen und Teile des Verdauungstrakts von Ratten und Schweinen „wiederaufbereiten“ und die Organe dann zurück in Versuchstiere transplantieren. Aufgrund der Tatsache, dass die Organe nun aus menschlichen Stammzellen bestanden, wurden diese von den Tierkörpern abgestoßen. Aber bis dies passierte, funktionierten sie, was den Forschern viel Hoffnung für zukünftige Studien mit menschlichen Probanden gibt.

10 Jahre bis zum wiederaufbereiteten Organ

Your iPhone breaks, your battery breaks, you switch it out. Medicine, in some ways, is possibly moving in that direction. I could measure you up, basically, take an organ off a shelf, ideally make it personalized so that you wouldn’t reject it, and then I would implant it into you“, erklärte Ott gegenüber dem Wall Street Journal.

Laut Ott wird es allerdings noch mindestens 10 Jahre dauern, bis die Organe bereit für klinische Studien mit Menschen sind. Bis dahin arbeitet Ott mit vielen anderen Wissenschaftlern daran, den Transplantationsprozess zu verbessern. Das fängt mit Methoden an, um Spenderorgane haltbarer zu machen und hört auf mit Experimenten wie wiederaufbereiteten Organen oder Organen aus dem 3D-Drucker.

via Harvard University

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Weniger Komplikationen: Deutsche Forscher kreieren einen natürlichen Bypass!

21. February 2018 - 12:10

Wenn das Blut in den Arterien nicht mehr richtig fließen kann, bedeutet dies Lebensgefahr. Rettung bringt dann oftmals nur noch eine Bypass-Operation. Doch vollkommen unbedenklich ist auch das nicht. Denn das synthetische Material innerhalb des Körpers kann leicht zu Komplikationen führen. Teilweise kann der Bypass zwar auch aus Venenmaterial des Patienten hergestellt werden – doch steht dieses in der Regel nicht in ausreichend großer Zahl zur Verfügung. Forscher der Leibniz-Universität Hannover haben daher nun einen anderen Ansatz entwickelt: Sie nahmen körpereigene Zellen des Patienten und entwickelten daraus im Bioreaktor einen natürlichen Bypass. Die Hoffnung dahinter: Die Zahl der Komplikationen und Infektionen soll sich ebenso verringern wie die Gefahr, dass es erneut zu einer Durchblutungsstörung kommt.

Bypass-Operationen könnten zukünftig mit weniger Gefahren verbunden sein. Im Bioreaktor wird die Umgebung des menschlichen Körpers simuliert

Die Basis für die Herstellung des natürlichen Bypass bildet eine röhrenförmige synthetische Struktur. Darauf werden dann zunächst die Zellen angebracht, bevor sich im Bioreaktor das gewünschte Endprodukt entwickeln kann. Die Besonderheit: Bevor der Bypass zum Einsatz kommt, wird das ursprüngliche Grundgerüst wieder entfernt. Übrig bleibt somit dann nur noch ein rein natürlicher Bypass. Voraussetzung ist allerdings, dass im Bioreaktor ähnliche Bedingungen herrschen wie im menschlichen Körper. So wird etwa der Herzschlag ebenso simuliert wie der Blutdruck. Die komplexe Technik, die für die Steuerung innerhalb des Bioreaktors zuständig ist, wurde eigens vom „Institut für Mikroelektronische Systeme“ entwickelt – und ist eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Produktion eines natürlichen Bypasses.
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Insgesamt benötigen die Forscher lediglich zwischen zwei und drei Wochen, um den natürlichen Bypass zu züchten. Anschließend wird dieser in den menschlichen Körper implementiert. Dort findet dann auch der finale Reifungsprozess statt. Bis der neue Ansatz allerdings bei menschlichen Patienten zum Einsatz kommen kann, dürften noch einige Jahre vergehen: Die beteiligten Forscher gehen davon aus, dass in etwa drei Jahren mit Versuchen bei Schafen begonnen werden kann. Treten dabei keine größeren Probleme auf, könnten anschließend klinische Studien mit menschlichen Probanden beginnen. Dort würden dann auch erstmals belastbare Ergebnisse gewonnen, inwieweit sich die mit dem natürlichen Bypass verbundenen Hoffnungen tatsächlich bestätigen lassen.

Via: Uni Hannover

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Factory 56: Mercedes investiert Milliarden in die Fabrik der Zukunft für Robotaxis

21. February 2018 - 9:35

Die Elektrifizierung des Straßenverkehrs ist aktuell ein großes Thema im Automobilsektor. Daneben gibt es aber noch zwei weitere wichtige Trends: Autonom fahrende Fahrzeuge und neue Formen der geteilten Mobilität. Mit einer neuen Fabrik will sich Mercedes nun auf das sich verändernde Marktumfeld einstellen. In Sindelfingen wurde daher nun der Grundstein für die sogenannte Factory 56 gelegt – eines der größten Investitionsprojekte in ganz Deutschland. Das Projekt ist somit auch ein eindeutiges Bekenntnis zum Standort Deutschland.

Diese drei Vorteile bringt die neue Fabrik mit sich:

1. Die Produktionsstätte wurde vollständig digital geplant.

Auch wenn die einzelnen Teile noch immer von Mitarbeitern zusammengeschraubt werden, spielt moderne Technik eine entscheidende Rolle. So sollen die Arbeiter beispielsweise von Smartwatches und Augmented Reality unterstützt werden. Fahrten mit dem Gabelstapler sollen hingegen der Vergangenheit angehören.

2. Die Fabrik ist vollständig flexibel.

Zukünftig werden in Sindelfingen keineswegs nur Robotaxis vom Band laufen. Stattdessen können die Anlagen auch problemlos genutzt werden, um die Elektrofahrzeuge der neuen Marke EQ oder klassische Mercedes-Autos mit Verbrennungsmotor zu produzieren. Auf diese Weise kann das Unternehmen stets blitzschnell auf die aktuelle Nachfrage reagieren.

3. Der Klimaschutz spielt eine wichtige Rolle.

Durch eine Vielzahl an Maßnahmen ist es gelungen, den CO2-Ausstoß gegenüber der klassischen S-Klasse-Produktion um drei Viertel zu senken. Damit einher geht aber natürlich auch ein anderer Aspekt: Der niedrige Stromverbrauch bringt selbstverständlich auch eine nicht unerhebliche Kostenreduzierung mit sich.
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Insgesamt möchte Mercedes in den Jahren 2015 bis 2020 2,1 Milliarden Euro in das „Zukunftsbild 2020“ investieren – ein Großteil davon in Sindelfingen in die Fabrik der Zukunft. Nach der Fertigstellung, die für den Anfang des nächsten Jahrzehnts geplant ist, sollen in der Factory 56 dann 1.000 Menschen arbeiten. Eng verbunden mit dem Bau der Fabrik sind auch die Ambitionen von Mercedes im Bereich der Robotaxis. Diese sollen ohne Fahrer auskommen und über verschiedene Internet-Plattformen gebucht werden können. Entwickelt werden die Fahrzeuge in Zusammenarbeit mit dem Zulieferer Bosch. Bereits in wenigen Wochen sollen die ersten Modelle im realen Straßenverkehr getestet werden. Parallel dazu wird bereits daran gearbeitet, die neuen technischen Möglichkeiten in ein konkretes Geschäftsmodell einzubetten. Die Konkurrenz ist allerdings riesig und reicht von Google bis zu Uber.

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In Tokyo soll das höchste Holzhaus der Welt entstehen

20. February 2018 - 19:25

Hochhäuser aus Holz sind keine Seltenheit mehr. Die japanische Firma Sumitomo Forestry hat aber etwas Besonderes vor: Mit einem 350 Meter hohen Wolkenkratzer aus Holz möchte sie alle Rekorde brechen. Entstehen soll das Gebäude namens W350 in Tokyo.

Das Gebäude soll erst 2041 fertig sein

Sollten die Pläne umgesetzt werden, wäre das W350-Hochhaus mit 455.000 Quadratmeter Nutzfläche über 70 Stockwerke und 350 Meter Höhe das höchste Holzhaus der Welt. Die Fläche im Inneren des Towers soll für Geschäfte, Wohnungen, Büros und Hotels genutzt werden. Auf dem Dach wird ein Garten entstehen, und auch die Fassade soll begrünt werden.

Laut Sumitomo Forestry soll das Gebäude zu einem großen Teil aus Holz bestehen. Lediglich einige Metallkonstruktionen sollen gewährleisten, dass das Hochhaus Erdbeben und starkem Wind widerstehen kann. „The planned structure is a hybrid wood and steel structure made from 90 percent wooden materials. It will use a braced tube structure in which steel frame vibration control braces (diagonal braces) are positioned inside a column and beam structure, made from a combination of wood and steel. The outermost side is designed with balconies that continue around all four sides of the building. The balcony part gives the high-rise building a space in which people can enjoy fresh outside air, rich natural elements and sunshine filtering through foliage. The greenery connects from the ground to the top floors through the balcony part, and it offers a view of biodiversity in an urban setting“, erklärt die Firma.

Ein kleines Hindernis gibt es jedoch. Die Kosten für das Gebäude sollen sich auf 600 Milliarden Yen belaufen, was etwa 4,5 Milliarden Euro entspricht. Die Fertigstellung des Gebäudes ist allerdings auch erst 2041 geplant. In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag von Masatomo Sumitomo, dem Gründer der Sumitomo-Gruppe, zum 350. Mal – daher auch der Name und die Höhe des Gebäudes. Bis zum Baubeginn ist also noch genug Zeit, als dass technologischer Fortschritt die Baukosten senken könnte. Ob das Gebäude dann noch das höchste Holzhaus der Welt sein wird, ist natürlich auch nicht sicher.

via Sumitomo Forestry

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Die Batterie der Zukunft ist aus Papier

20. February 2018 - 17:16

Batterien sind ohne Frage nützliche Helfer im Alltag, Ihre Entsorgung gestaltet sich allerdings schwierig, da sie in einen extra Mülleimer geworfen und mühsam recycelt werden müssen. Eine Firma aus Barcelona hat eine Batterie aus Papier entwickelt, die einfach im normalen Papiermüll entsorgt werden kann.

Papierbatterie ohne toxische Metalle

Die Batterie des Unternehmens namens Fuelium besteht aus Papier, Kohlenstoff und nicht toxischen Metallen. Für den Moment werden die Batterien weder Elektroautos noch ein Radio oder ähnliches betreiben, sondern sind für in-vitro-Diagnosegeräte ausgelegt. Laut Fuelium sind die Batterien für alle elektrischen Geräte mit wenige Strombedarf ausgelegt, die nach einmaliger Benutzung problemlos entsorgt werden können. Vor allem Geräte zur in-vitro-Diagnostik werden normalerweise weggeworfen, nachdem weniger als ein Prozent ihrer Batterieladung verbraucht wurde, was für eine fürchterliche ökologische Bilanz sorgt. Fueliums Papierbatterie generiert nur die benötigte Energie und kann mit dem Gerät zusammen entsorgt werden, ohne dass besonders auf das Recycling geachtet werden muss.

Die Batterien können je nach Anwendungsgebiet auf einen Outout zwischen einem und sechs Volt sowie zwischen einem und 100 Milliwatt konfiguriert werden. Sie sind ausgesprochen kosteneffektiv und können schnell in jedes Gerätedesign integriert werden. Aktiviert werden sie durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Sie könnten etwa bei der Diagnose von Infektionskrankheiten oder in der Tiermedizin zum Einsatz kommen. Batterien werden auch in modernen Glucosetestgeräten benötigt.

Gegründet wurde Fuelium 2015 von den Wissenschaftlern Juan Pablo Esquivel, Neus Sabaté, and Sergi Gassó vom Microelectronics Institute of Barcelona. Laut Esquivel können die Batterien nach Gebrauch ganz einfach entsorgt werden, ohne das ökologische Auswirkungen befürchtet werden müssen.

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Medizin: Können wir die Folgen von Alzheimer bald rückgängig machen?

19. February 2018 - 18:33

Das Leben mit Alzheimer ist für Betroffene oft sehr qualvoll, da diese zumindest zu Beginn der Erkrankung ihren geistigen Verfall sozusagen in der ersten Reihe miterleben. Dies kann für die Erkrankten eine extreme psychische Belastung darstellen. Weltweit wird daher fieberhaft geforscht, um dem Fortschritt der Erkrankung Einhalt zu gebieten oder sie sogar komplett zu heilen. Einem Team des Cleveland Clinic Lerner Research Institute gelang nun ein kleiner Durchbruch: Die Forscher konnten in einem Experiment mit Mäusen die Folgen einer Alzheimer-Erkrankung teilweise rückgängig machen.

Das Enzym BASE1 spielt eine wesentliche Rolle bei einer Alzheimer-Erkrankung

Die sogenannten Amyloid-Plaques gelten heute als eine der Hauptursachen für eine Alzheimer-Erkrankung. Dabei handelt es sich um Klumpen des stark veränderten Proteins Amyloid, die sich an der Außenseite von Nervenzellen ansammeln. Das Team des Cleveland Clinic Lerner Research Institute konnte die Bildung dieser Plaques bei an Alzheimer erkrankten Mäusen teilweise aufhalten und rückgängig machen. Die Folge war eine drastische Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten der Tiere.

Bei der Bildung von Amyloid-Plaques spielt das Enzym BACE1 eine wesentliche Rolle. Die Forscher formulierten die These, dass die medikamentöse Hemmung von BACE1 ein Ansatzpunkt für eine effektive Alzheimer-Behandlung sein könnte. Um diese These zu testen, veränderten die Forscher das Genom einer Gruppe Mäuse so, dass diese das BACE1-Enzym beim Älterwerden verloren. Während Mäuse, die das Enzym schnell verloren, schwere neurologische Schäden davontrugen, konnten die Tiere, die das Enzym langsam über einen längeren Zeitraum verloren, ihre Gesundheit beibehalten. Die Forscher kreuzten diese Mäuse dann mit Tieren, deren Genom so verändert wurde, dass sie Alzheimer ausbildeten. Das Resultat: Im Gehirn des Nachwuchs wurden Amyloid-Plaques nachgewiesen, die aber größtenteils verschwanden, als die Tiere beim Älterwerden das BASE1-Enzym verloren. Dies ging auch mit einer Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten der Tiere einher.

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Die Forscher betonten aber auch, dass noch viel zu tun sei, bevor die Erkenntnisse in eine Therapie für Menschen überführt werden könne. Bisher sei das Experiment nur mit Mäusen durchgeführt worden, weshalb unmöglich gesagt werden könne, ob die Ergebnisse auf Menschen überführt werden können. Außerdem ist BASE1 auch für andere Prozesse im Körper verantwortlich, sodass Medikamente, die das Enzym hemmen, wahrscheinlich deutliche Nebeneffekte hätten.

Die Behandlung von Alzheimer gestaltet sich auch in der modernen Medizin als ausgesprochen schwierig, und die Ergebnisse der Forscher sind alles andere als ein Versprechen auf Heilung. Sie könnten aber der Grundstein für die Entwicklung einer Therapie sein, die die Effekte von Alzheimer zumindest teilweise rückgängig machen könnte.

via MedicalXpress

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Falcon Heavy Rakete: Wird der Tesla Roadster im Weltall wieder mit der Erde kollidieren?

19. February 2018 - 16:26

Als Elon Musks Unternehmen SpaceX in der vergangenen Woche den spektakulären Testflug der neuen Falcon Heavy Rakete durchführte, befand sich an Bord nicht wie sonst bei solchen Tests üblich eine Betonblock als Ballast, sondern ein Tesla Roadster mit einer Puppe als Fahrer, aus dessen Radio der Song „Space Oddyty“ von David Bowie erklang. Die Falcon Heavy Rakete schickte den Tesla auf eine Reise durch unsere Galaxie. Forscher der University of Toronto und der Charles University haben sich nun damit auseinandergesetzt, wo die Reise des Wagens enden wird. Das Ergebnis: Es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass der Tesla am Ende wieder da landet, wo seine Reise ihren Anfang nahm.

Ein roter Wagen auf der Reise durchs All

Professor Hanno Rein und sein Team haben mehrere Simulationen mit einer Software durchgeführt, die die Bewegungen von Objekten im Weltraum verfolgen und analysieren kann. Das Ergebnis dieser Simulationen ist, dass eine 6-prozentige Chance besteht, dass der Tesla letztlich wieder mit der Erde kollidieren wird. Mit 2,5-prozentiger Wahrscheinlichkeit endet die Reise des Roadster auf der Venus. Laut Rein wird es aber noch mehrere Millionen Jahre dauern, bis der Tesla seine Reise durch die Galaxie beendet hat.

Momentan befindet sich der rote Sportwagen auf einem Sonnen-Orbit, der mehrfach den Orbit des Mars und der Erde kreuzt. Im Jahre 2091 wird die Bahn des Tesla diesen wieder in die Nähe der Erde führen. In diesem Jahr wird der Wagen nur wenige Hunderttausend Kilometer an der Erde vorbei fliegen. Die Begegnungen mit der Erde werden den Kurs des Teslas beeinflussen. „Each time it passes the Earth, the car will get a gravitational kick. Depending on the details of these encounters, the Tesla can be kicked onto a wider or smaller orbit, so it’s random. Over time the orbit will undergo what’s called a random walk, similar to the fluctuations we see in the stock market, that will allow it to wander the inner solar system“, erklärt Daniel Tamayo von der University of Toronto Scarborough. Diese Beeinflussung durch die Erde und andere Himmelskörper machen die Berechnungen der Bahn des Tesla so unsicher. Die Forscher gehen aber davon aus, dass der Tesla wahrscheinlich entweder mit der Erde oder der Venus kollidieren wird. Sollte es zur Kollision mit der Erde kommen, müssen sich die Bewohner des Planeten übrigens nicht sorgen: Ein Großteil des Teslas wird in der Atmosphäre verglühen.

via University of Toronto

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Solarmodule zwischen Windrädern: Die Niederländer nutzen das Meer!

19. February 2018 - 11:05

Die Niederlande gehört in Europa zu den Vorreitern in Sachen Elektroautos. Nur in Norwegen ist der Anteil der Autos mit Elektromotor unter den Neuwagen noch höher. Doch ganz unproblematisch ist dies aktuell nicht: Denn der Anteil der Erneuerbaren Energien liegt in unserem Nachbarland deutlich niedriger als hierzulande. Die für das Jahr 2020 selbst gesetzten Ausbauziele werden zudem aller Voraussicht nach verfehlt. Einer der Gründe dafür: Es fehlt schlicht an Platz, um riesige Windräder und Solarparks zu errichten. Ein Konsortium aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik setzt daher nun auf einen alternativen Ansatz: Schwimmende Solarpanels zwischen den Offshore-Windkraftanlagen. Ein erstes Pilotprojekt soll bereits im nächsten den Betrieb aufnehmen und wichtige Erfahrungswerte generieren.

Zwischen den Windrädern ist noch jede Menge Platz für schwimmende Solarmodule. Via: New Atlas Der Strom soll über die Kabel der Windräder transportiert werden

Theoretisch bringen Solarmodule auf dem Meer einige Vorteile mit sich. So werden sie dort durch das Wasser gleichsam automatisch gekühlt. Außerdem scheint schlicht öfter die Sonne. Beide Effekte gemeinsam sollen dafür sorgen, dass rund 15 Prozent mehr Energie gewonnen werden kann als bei klassischen Solarpanels an Land. Durch den Rückgriff auf die bestehende Infrastruktur können zudem die Kosten vergleichsweise niedrig gehalten werden. So wird der Strom über die ohnehin für die Windkraftanlagen vorhandenen Kabel an Land transportiert. Die beteiligten Experten kalkulieren daher damit, dass langfristig auf dem Meer sogar günstiger Strom produziert werden kann als bei klassischen Methoden an Land. Der Hauptgrund dafür: Es fallen keine Kosten für die genutzten Flächen an.
Fünf Hausmittel ersetzen eine Drogerie: Einfach mal selber machen! Mehr als 300 Anwendungen und 33 Rezepte, die Geld sparen und die Umwelt schonen Preis: 14,95€ Zuletzt aktualisiert am 19.02.2018 Bei Amazon ansehen Auch unter Wasser dürfen die Module nicht kaputt gehen

Allerdings bringt der Einsatz auf dem Meer auch Nachteile mit sich. So müssen die Module robust genug sein, um den enormen Kräften des Meeres standzuhalten. Dass dies gar nicht so einfach ist, zeigt die Geschichte der Wellenkraftwerke. Diese sind in der Theorie auch eine ausgezeichnete Idee. Lange Jahre konnte aber keine Turbine konstruiert werden, die dauerhaft funktionsfähig blieb. Bei Solarmodulen ist dies zugegeben einfacher, weil keine beweglichen Teile benötigt werden. Dennoch müssen die Panels beispielsweise Wellen mit einer Höhe von mehr als zehn Metern aushalten und können dabei auch schon einmal unter die Wasseroberfläche geraten. Trotz dieser Schwierigkeiten gehen die beteiligten Experten davon aus, dass bereits in drei Jahren in großem Stil Solarstrom auf dem niederländischen Meer produziert werden kann. Dadurch würde sich dann auch die Klimabilanz der Elektroautos weiter verbessern.

Via: Inhabitat

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Robonaut 2: Dauerhafter ISS-Bewohner muss zurück auf die Erde!

19. February 2018 - 9:27

Die Astronauten auf der internationalen Raumstation ISS werden regelmäßig ausgewechselt. Seit Anfang 2011 befindet sich ein Gast allerdings dauerhaft in der Erdatmosphäre: Der von General Motors entwickelte Robonaut 2. Dort soll der Roboter die menschlichen Astronauten entlasten und einfache Routineaufgaben übernehmen. Dazu gehören unter anderem die Reinigung von Geländern und ähnliche Tätigkeiten. Doch in den letzten Jahren machte der Robonaut den Astronauten auf der Station vor allem Ärger. Zahlreiche technische Probleme sorgten dafür, dass kein ordnungsgemäßer Einsatz mehr möglich war. Daher zieht die NASA nun die Notbremse: Der Robonaut wurde bereits in Transportkisten verpackt und soll mit einem der nächsten Flüge zurück auf die Erde gebracht werden. Dort wollen die beteiligten Ingenieure versuchen, die Probleme zu beheben.

Der Robonaut 2 machte zuletzt im All vorwiegend Schwierigkeiten. Die Montage von Beinen erwies sich als zu kompliziert

Einen Ansatzpunkt dürften sie bereits haben. Denn die Probleme traten erst auf, nachdem der Roboter im Jahr 2014 Beine bekam. Zuvor bestand er lediglich aus einem Körper und zwei Armen. Doch die Montage der auf der Erde hergestellten Beine erwies sich bereits als unerwartet kompliziert. Statt der veranschlagten zwanzig Stunden dauerte die Montage stolze vierzig Stunden. Der Grund für die lange Dauer liegt auf der Hand: Die Astronauten an Bord waren keine ausgebildeten Experten in Sachen Robotertechnik. Auch deshalb erwiesen sich die späteren Reparaturversuche als nicht unproblematisch. So folgte ein Fehler auf den nächsten: Erst funktionierten Sensoren nicht wie geplant, dann konnte mit dem Robonaut nicht mehr richtig kommuniziert werden.
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Bei der Problemlösung trat zudem eine weitere Schwierigkeit auf: Die Experten in der Bodenstation verfügten zwar über gleich fünf Exemplare des Robonaut 2. Keines davon war aber exakt baugleich mit dem Modell auf der Raumstation. Dementsprechend schwierig war es, die im All auftretenden Probleme auf der Erde nachzuvollziehen. Deshalb muss nun das Original zurück auf die Erde. Mit festem Boden unter den Füßen sollen die Ingenieure dann prüfen, ob der Robonaut noch einmal repariert werden kann. Ist dies nicht der Fall, wird wohl ein Nachfolgemodell auf die ISS gebracht. Noch ist aber unklar, ob dieses dann über mehr Fähigkeiten verfügt und zusätzliche Aufgaben übernehmen kann. In jedem Fall müssen die Astronauten an Bord nun zunächst wieder selbst die Handläufe reinigen.

Via: Spectrum

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Edeka gräbt Nestlé das Wasser ab: 160 Produkte aus dem Sortiment gestrichen

18. February 2018 - 17:03

Der Lebensmittelkonzern Nestlé macht vor allem aufgrund seines rigiden Umgangs mit Trinkwasser immer wieder negative Schlagzeilen. Das Unternehmen behandelt Wasser wie ein reines Handelsgut, auf das keinerlei Menschenrecht besteht. Es kauft die Wasserrechte auch in extrem dürren Regionen und pumpt dort ohne Rücksicht auf Verluste Grundwasser ab. Edekas aktueller Schachzug gegen Nestlé stellt allerdings leider keine Reaktion auf dieses Verhalten dar.

Blick in einen Supermarkt: Leere Regale wird es nicht geben, schließlich gibt es mehr als genügend Ersatzmöglichkeiten Einkaufversbund Agecore verlangt bessere Konditionen

Im Grunde handelt es sich um einen puren Streit um Einkaufskonditionen, die Nestlé-Preise erscheinen dem Einkaufsverbund Agecore schlichtweg als zu teuer. Agecore kauft nicht nur für Edeka, sondern auch für Coop Schweiz, Intermarché und andere Lebensmittelketten ein. 160 verschiedene Nestlé-Produkte lässt der Großeinkäufer jedoch nun in den Lagerhäusern stehen, denn diese lassen sich schließlich problemlos durch Waren anderer Hersteller ersetzen. Nescafé, Vittel Wasser, Wagner Pizza, Thomy, Maggie und Co. machen sich also demnächst rar bei Edeka, bis der Lieferant bessere Konditionen anbietet. Die Salatsoßen von Thomy sollen sogar zu Schleuderpreisen herausgehauen werden, um den Marktwert zu drücken. Etwa 2 Milliarden Euro Umsatz macht Nestlé Jahr für Jahr mit der Handelsgruppe von Agecore, das Druckmittel könnte also fruchten.

Vergessen wir darüber nicht die Macht der Konsumenten!

Solche Streitigkeiten sind keine Rarität, Edeka hat sich bereits in der Vergangenheit mit dem US-Konzern Mars angelegt, Real verbannte eine Zeit lang Dr. Oetker und Müller-Joghurt, während Lidl im Jahr 2014 die Coca-Cola-Regale leerte. Der Umfang des aktuellen Boykotts erscheint allerdings ungewohnt hoch, doch handelt es sich schließlich um einen finanzstarken Gegner. Schwäche Marktteilnehmer lassen sich regelmäßig mit einfachen Mitteln überzeugen, für Nestlé braucht es wohl eine Hammer-Methode. Die Händler haben jedoch auch gegen diesen Giganten überzeugende Druckmittel in der Hand, wenn sie nur gemeinsam an einem Strang ziehen! Vergessen wir aber darüber nicht, wie viel Macht die Konsumenten ausüben können, wenn sich jeder Einzelne dafür entscheidet, auf Produkte bestimmter Marken zu verzichten – und zwar nicht aus preislichen, sondern aus moralischen Gründen.

Quelle: handelsblatt.com, stern.de

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Permakultur als Zukunft der Landwirtschaft? Gesunde Pflanzen ohne Pestizideinsatz

18. February 2018 - 10:04

Bio-Anbau, dieses Wort ist in aller Munde, doch daneben gibt es auch noch die Permakultur. Und dieses Anbausystem für Pflanzen hat es in sich: Es macht Pestizide überflüssig und sorgt trotzdem für gesunde, kräftige Pflanzen und zumeist hohe Erträge. Allerdings ist nicht bekannt, ob es eine Art flächenmäßiger Obergrenze gibt.

Permakultur funktioniert auf kleiner und auch auf großer Fläche / Foto: Screenshot aus dem Video s.u. Die Anbaumethoden der Naturvölker dienten als Vorbild

Die Australier Bill Mollison und David Holmgren gelten als Väter der Permakultur, sie entwickelten dieses Konzept in den 70er Jahren. Im Grunde genommen haben sie allerdings nur etwas wiederentdeckt, was in der Natur schon seit Anbeginn der Zeiten angelegt ist: Interaktionen zwischen Pflanzen und Tieren und natürliche Kreisläufe. Die Anbaumethoden verschiedener Naturvölker dienten Ihnen als Vorbilder für ihre Ideen. Das Grundprinzip: Die Permakultur ist das exakte Gegenteil der Monokultur, eher ein Multikulti der Pflanzen, die auf engem Raum bunt gemischt durcheinander wachsen. Obst, Kräuter und Gemüse gedeihen Seite an Seite mit verschiedenen Wildblumen, jedoch nicht ohne eine gewisse zugrundeliegende Ordnung. Es geht nämlich darum, naturnahe Kreisläufe zu gestalten, die sich auf Dauer selbst erhalten.

So unterscheidet sich die Permakultur vom Bio-Anbau

Keine fossile Energie, künstliche Dünger oder Pestizide

Die ersten Bewährungsproben meisterte die Permakultur im Bereich Gemüseanbau, danach folgte der Anbau von Getreide. Fossile oder »fremde« Energien dürfen in der Permakultur nicht eingebracht werden, auch keine künstlichen Dünger oder gar Pestizide. Die überschaubaren Einzelbeete werden manuell gepflegt, doch besonders viel gibt es meist nicht zu tun, denn die Pflanzen halten sich gegenseitig gesund. So etwas wie Abfall gibt es nicht, alles wird wiederverwertet. Die Gärtner oder Landwirte zollen nicht nur der Natur selbst großen Respekt, sondern sie beachten auch die individuellen klimatischen und landschaftlichen Gegebenheiten. Eine Permakultur im Allgäu sieht ganz anders aus als im Moseltal oder an der Ostseeküste. Der Agrar-Spezialist Francois Léger prägte in diesem Zusammenhang den Begriff »ökologische Intelligenz«. 60-Hektar-Betriebe, die auf Permakultur setzen, gibt es bereits, doch ob es noch größer geht, wurde noch nicht ausprobiert. Da drängt sich doch die Frage auf: Was wäre, wenn wir es wirklich schafften, auch in der Landwirtschaft wieder ganz auf die Kraft der Natur zu setzen?

Quelle: daserste.de

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In zwei Tagen aufgestellt: Dieses Holzhaus trotzt sogar extremer Witterung

17. February 2018 - 17:02

Auf der abgelegenen niederländischen Insel Vlieland herrscht ein raues Klima, Wind und Wellen toben an der Küste. Hier bleiben nur wirklich robuste Gebäude bestehen, die sich mit viel Sorgfalt und Mühe errichten lassen. Hölzerne Fertighäuser gehörten bislang nicht zu der typischen Bebauung, doch das könnte sich dank eines findigen Architektenbüros ändern.

Eine elegante, offene Gestaltung und ein majestätisches Dach

Das Architektenbüro Borren Staalenhoef Architecten BV bna hat es tatsächlich gewagt, auf der zwar idyllischen, aber wettergeplagten Insel ein Fertighaus aus Holz zu errichten. Der eigentliche Aufbau dauerte ganze zwei Tage, danach glänzte das »Het Kulkje Vlieland« durch seine elegante, offene Gestaltung und dem majestätischen, asymmetrischen Dach. Das Design passt wunderbar in die Landschaft, und die vielen Fenster lassen ganz viel Tageslicht in die Räume. Noch dazu ist das Haus so gebaut, dass es der teilweise extremen Witterung standhält – so geben es zumindest die Architekten an.

Insgesamt geriet dieses Projekt zu einer Herausforderung für die Bauspezialisten, gleich zu Anfang stellten sich ihnen die örtlichen Bauvorschriften entgegen. Zwischen 1930 und 1970 entstanden ungefähr 200 Ferienhäuser auf der Insel, danach waren Neubauten aus Umweltschutzgründen kaum bis gar nicht mehr erlaubt. Die Architekten mussten einen Bauplatz mit einem noch existierenden, alten Gebäude finden und dieses abreißen, um das Het Kulkje Vlieland entsprechend der strengen Inselregeln zu errichten.

Einfach schön! Vlieland aus der Vogelperspektive

Ein atemberaubender Ausblick in die Natur

Das Holz für den Bau stammt komplett von außerhalb des Eilandes, um die intakte Natur vor Ort nicht zu stören. Trotz der zerfurchten Landschaft wurde das Haus in Rekordzeit verankert und zusammengesetzt, exakt eingepasst in ein Grundstück, das so ziemlich alles hat, nur keinen ebenen Boden. Drei Stockwerke weist das Gebäude auf – und ein großzügiges Wohnzimmer im ersten Stock mit atemberaubender Aussicht in alle Richtungen. Auf der zweiten Etage befinden sich die Schlafzimmer und auf dem Dachboden lässt entweder ein Büro oder ein Gästezimmer einrichten. Ein schöner Ort, um dort zu leben und zu arbeiten – oder einfach mal entspannt Urlaub zu machen.

Quelle: inhabitat.com

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8700 km²: Peru stellt einen der größten unberührten Regenwälder unter Schutz

17. February 2018 - 10:07

Gleich zu Anfang dieses Jahres erklang ein umweltpolitischer Paukenschlag aus Peru: Umweltministerin Elsa Galarza Contreras verkündete gemeinsam mit dem peruanischen Präsidenten, dass es von jetzt an einen neuen Nationalpark im Land gibt. Der Yaguas Nationalpark ist zwar bereits das 15. Reservat des südamerikanischen Staates, dafür aber hat es diese Region wirklich in sich.

Unberührter Regenwald ist nicht nur wunderschön, sondern auch unendlich kostbar. Es geht auch um die Stabilisierung unseres Klimas

Gerade bei Regenwäldern spielt es eine entscheidende Rolle, wie groß die zusammenhängenden Gebiete sind, die unter Schutz gestellt werden. Die nun zur »Zona Reservada« erklärte Region misst ganze 8700 km², von hier aufsteigender Nebel kann durchaus Niederschläge in den westlichen USA auslösen. Hier geht es also neben dem Schutz zahlreicher seltener endemischer Pflanzen- und Tierarten auch um die Stabilisierung unseres Klimas. Der neue Nationalpark befindet sich im Nordosten des Landes nahe der Stadt Iquitos. In diesem schwer zugänglichen Dschungelgebiet leben unter anderem Riesenotter, Rosa Flussdelfine, Jaguare und Seekühe. Außerdem entspringt hier der Yaguas-Fluss mitten im Amazonas-Becken. Rund um den Yaguas Regenwald scharen sich mehrere indigene Gemeinden, die bereits seit zwei Jahrzehnten verschiedenen Wissenschaftlern die Ökologie ihrer Heimat näherbringen – und sich dafür einsetzten, dass dieses Wunderwerk der Natur unter Schutz gestellt wird.

Die indigenen Gemeinden erhalten ein Mitspracherecht in der Verwaltung

Nun untersteht das kostbare Gebiet der peruanischen Naturschutzbehörde und dem Umweltministerium, die der illegalen Abholzung Einhalt gebieten wollen. Die indigenen Gemeinden erhalten ein Mitspracherecht in der Verwaltung des Reservats, auch das ist einzigartig. Der Yaguas Nationalpark reiht sich ein in ein stetig wachsendes Umwelterhaltungs-Netzwerk der umliegenden Länder. Auch Chile, Kolumbien und Ecuador haben vor gar nicht langer Zeit neue Naturschutzgebiete eingeführt, und das nicht zuletzt deshalb, weil die Zivilbevölkerung sich lautstark engagiert hat. Allmählich ändert sich so auch die Einstellung der Politiker, der Klima- und Naturschutz rutscht nach ganz oben auf die Agenda. Nun wurde also wieder ein entscheidender Sieg errungen, doch gilt es, weiterhin wachsam zu bleiben, weil sich die Dinge leider auch wieder ändern können.

Quelle: inhabitat.com

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Populous (PPT) Coin: Was ihr über die Rechnungsfinanzierungsplattform mit Blockchain-Technologie wissen müsst

16. February 2018 - 21:27

Die Onlineplattform von Populous wurde 2017 gegründet und soll es ermöglichen, in einem Peer-to-Peer-System Rechnungen vorzufinanzieren. Dank der dahinterstehenden Blockchain-Technologie können Ineffizienzen und Risiken der manuellen Auftragsherkunft und -verarbeitung sowie der damit verbundenen Fehler bei manueller Ausführung verhindert werden.

Was möchte Populous erreichen?

Das Ziel des Unternehmens ist es, eine der größten globalen Rechnungsfinanzierungsgesellschaften auf Basis der Blockchain zu werden. Um das zu gewährleisten, stellt Populous eine Plattform für Investoren bereit, auf der Rechnungen aufgekauft bzw. verkauft werden können. Populous ermöglicht so eine Vorfinanzierung von Rechnungen und schafft Cashflow für Unternehmen, die ihre Rechnungen verkaufen. Durch die Blockchain-Technologie sind die Transaktionen abgesichert, transparent und gleichzeitig privat.

So funktioniert die Populous-Plattform

Auf der Populous-Plattform können Smart Contracts zwischen einem Rechnungskäufer sowie einem Rechnungsverkäufer abgeschlossen werden. Wenn die Transaktion in das verteilte Ledger der Blockchain eingetragen und der Crowdfunding-Prozess final abgeschlossen ist, wird die Zahlung an den Rechnungsverkäufer bestätigt und 80 Prozent der Gelder werden freigegeben. Die rechtlichen Anforderungen an den Verkauf werden dabei mit in die Smart Contracts eingetragen, sodass sie ebenfalls in der Blockchain gesichert werden.

Populous verwendet zwei Kryptowährungen. Eine davon ist ein stabiles Währungstoken namens Poken. Diese Token sind 1:1 mit nationalen Währungen wie dem Euro, dem Schweizer Franken oder dem Britischen Pfund verbunden. Die Poken sind die interne Währung der Populous-Plattform und werden für die Bezahlungen der Rechnungen verwendet. Zu Beginn werden lediglich an das Britische Pfund gebundene Poken getradet, da Populous in London ansässig ist. Weitere Währungen sollen folgen. Da die Poken ERC-20-konform sind, können sie für die Ausführung von Smart Contracts auf der Ethereum-Plattform verwendet werden.

Sobald andere Währungen freigegeben werden, können Nutzer der Plattform ihre Poken zu den jeweiligen Wechselkursen der nationalen Währungen in Poken anderer Währungen zu tauschen. Die Poken können auch direkt in die Währung eines unterstützen Landes oder aber in Bitcoin oder Ethereum umgetauscht werden.

Da das kundenspezifische Poken stabil ist, wird die jeweilige Rechnung so vor Kursschwankungen der Währung abgeschirmt.

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Abgesichert werden die Smart Contracts auf der Plattform durch den Einsatz von XBLR-Daten und Altman Z-Scores. So kann auch die finanzielle Kreditwürdigkeit der Rechnungsverkäufer gewährleistet werden.

Bei XBRL (eXtensible Business Reporting Language) handelt es sich um einen globalen Standard, der für den Austausch von Geschäftsinformationen genutzt wird. Der Standard steht jedem frei zur Verfügung. Hinter XBRL steht die Firma XBRL International, Inc.

Bei der Z-Score-Formel handelt es sich um eine Standardformel zur Bewertung der Kreditwürdigkeit. Die Formel liefert drei Parameter:

  1. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen innerhalb von zwei Jahren zahlungsunfähig wird.
  2. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die individuelle Zahlung ausfällt.
  3. Ist ein Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten.
Wer steht hinter Populous?

Populous wurde 2017 von dem Datenexperten Stephen Williams gegründet. Dieser hatte die Vision von einer Plattform für Rechnungsfinanzierungen, die sowohl sicher als auch effizient ist. Die Entscheidung, die Plattform auf Basis der Blockchain-Technologie aufzuziehen, fiel dann ziemlich schnell. Williams entschied sich für die Ethereum-Blockchain, um seine Plattform zu verwirklichen.

Williams holte Experten aus den Bereichen Finanzen und Blockchain-Technologie mit ins Boot und führte ein ICO durch, um seine Vision zu finanzieren. Anschließend ging die Populous-Plattform an den Start.

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Der Populous COin ist das Token, das im Rahmen des Pre-ICO ausgegeben wurde, um Mittel für den Aufbau der Plattform zu beschaffen. Aktuell sind etwa 37 Millionen PPT-Token im Umlauf, der Nachschub ist auf insgesamt etwa 53 Millionen Token begrenzt. Die PPT-Token ermöglichen auch den Zugriff auf die Populous-Plattform. Welcher Wert genau durch die Token freigeschaltet wird, wird noch bekannt gegeben.

Der Rückkauf der Token durch Populous dient mehreren Zwecken. So soll zum einen gezeigt werden, dass die Plattform ausreichend Mittel generiert hat. Außerdem wird zum anderen die Menge an sich im Umlauf befindlichen Token abgeschöpft, sodass die PPT-Transaktionen erleichtert werden.

Hier könnt Ihr den Populous Coin kaufen!

Der Populous Coin in Kennzahlen (Stand: 16.02.2018)
  • Marktkapitalisierung: 1.121.499.545 US-Dollar
  • Handelsvolumen (24 Std.): 13.622.900 US-Dollar
  • Token im Umlauf: 37.004.027
  • Token Hard Cap: 53.252.246
  • Kurs: 31,35 US-Dollar

Börsen an denen der Populous Coin gehandelt wird: Übersicht zu den Märkten

Populous im Video

Der Kursverlauf des Populous Coin

Wie auch bei vielen anderen Kryptowährungen stagnierte der Kurs des PPT-Token nach der Gründung von Populous für eine Weile. Die Token kosteten bis November 2017 etwa 3 US-Dollar pro Stück. Im November begann der Kurs dann zu steigen. Auch der Populous Coin profitierte vom Crypto-Hype, in dessen Verlauf der Kurs bis Ende Januar 2018 auf 44 US-Dollar stieg. Anfang Februar gab es einen weiteren Kursboost auf den bisherigen Höchststand von etwa 72 US-Dollar. Danach fiel der Kurs wieder und steht momentan bei knapp über 30 US-Dollar.

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Medizin: Gibt es bald eine funktionierende Impfung gegen Krebs?

16. February 2018 - 20:12

Krebs gehört nach wie vor weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Auf der ganzen Welt arbeiten deshalb Forscher an neuen Therapien und Heilungsmöglichkeiten. Ein Team der Stanford University hat kürzlich eine Entdeckung gemacht, die zu einer funktionierenden Impfung gegen Krebs führen könnte. Die Forscher entdeckten in einem Experiment, dass Mäuse, denen zuvor eine inaktivierte Form induzierter pluripotenter Stammzellen (iPS) injiziert wurde, eine deutliche Immunantwprt auf mehrere Krebsarten zeigten. Aus dieser Erkenntnis könnte eine Krebs-Impfung für Menschen entwickelt werden.

Krebsfreie Mäuse danke iPS-Therapie

Induzierte pluripotente Stammzellen sind Stammzellen, die auch von Erwachsenen gewonnen werden, und zwar einfach von der Haut oder von Blutzellen. Diese Stammzellen werden dann genetisch behandelt und in einen pluripotenten Zustand zurückversetzt, was bedeutet, dass sie sich zu jeder Zelle im menschlichen Körper weiterentwickeln können. Die Forscher der Stanford University entdeckten, dass iPS-Zellen Tumorzellen sehr ähnlich sind, was nahelegte, dass sie dabei helfen können, dass Immunsystem für die Immunantwort auf Krebszellen zu trainieren.

Um die Theorie zu überprüfen, haben die Forscher eine Art iPS-Impfung in eine Gruppe Mäuse injiziert. Nach vier Injektionen im Abstand von je einer Woche wurden Brustkrebs-Zellen in die Mäuse eingebracht. Während der Krebs in den Kontrollgruppen schnell wuchs, wurden die Tumore in den mit der iPS-Impfung behandelten Gruppe bei 70 Prozent der Mäuse deutlich kleiner. Bei zwei Mäusen konnten die Krebszellen sogar komplett eliminiert werden. Diese Resultate konnten mit Haut- und Lungenkrebs repliziert werden. „This approach is particularly powerful because it allows us to expose the immune system to many different cancer-specific epitopes simultaneously. Once activated, the immune system is on alert to target cancers as they develop throughout the body“, so Nigel Kooreman, der die Studie leitete.

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Die große Frage, der die Forscher jetzt nachgehen müssen, ist, ob sich die Resultate auch bei Menschen wiederholen lassen. Dazu wollen sie als nächstes an menschlichen Zellen im Labor experimentieren, um den Sprung hin zu klinischen Studien an Menschen vorzubereiten. Letztlich sollen menschliche Krebspatienten die iPS-Therapie parallel zu traditionellen Krebsbehandlungen erhalten.

Although much research remains to be done, the concept itself is pretty simple. We would take your blood, make iPS cells and then inject the cells to prevent future cancers. I’m very excited about the future possibilities“, erklärt Joseph Wu, der an dem Projekt beteiligt war.

Andere Forscher, die nicht an der Studie mitgearbeitet haben, sind da zurückhaltender. Daniel Davis, Professor für Immunologie an der University of Manchester, merkte etwa an, dass es keinen Hinweis darauf gibt, dass die Behandlungsmethode auch bei Menschen anschlagen wird.

via Stanford Medicine

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Genveränderungen können Pflanzen auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten

16. February 2018 - 19:11

Sollte sich der Klimawandel in seiner jetzigen Form fortsetzen, wird das auch Folgen für die Landwirtschaft haben. Auch wenige Grad Zuwachs in der Durchschnittstemperatur kann den Ertrag von Nutzpflanzen niedriger werden lassen. Forscher des John Innes Centre im Vereinigten Königreich arbeiten daher an einer Methode, Nutzpflanzen genetisch zu verändern, um sie an die neuen Klimabedingungen anzupassen.

Besserer Ertrag bei höheren Temperaturen

Die Methode konzentriert sich auf Gen, das die Art und Weise beeinflusst, auf die die Pflanzen ihre Samen freigeben. Durch Manipulation des Gens wäre es möglich, die Pflanzen dazu zu bringen, ihre Samen erst bei höheren Temperaturen freizugeben, was den Ertrag der Pflanzen bei höheren Temperaturen erhöhen würde.

Mit der Methode ließe sich unter Umständen das Problem vorzeitigen Samenausstoßes der Pflanzen beheben. Raps-Farmer verlieren berfeits heute etwa 15-20 Prozent ihrer Ernte aufgrund dieses Phänomens. Wenn die Temperaturen zunehmen, könnte es noch mehr werden.

It’s almost as if there is a thermostat that controls seed dispersal, or pod shatter. As we learn how it works, we could in the future ‚rewire‘ it so seed dispersal does not happen at the same pace at higher temperatures“, so Dr. Vinod Kumar, der an dem Projekt beteiligt ist. Die Forscher fanden heraus, dass insbesondere Kohl, Blumenkohl, Brokkoli, Raps und Grünkohl stark temperaturabhängigen Samenausstoß haben. Die Forscher arbeiten nun daran, die Pflanzen an höhere Temperaturen anzupassen, sodass sie auf stärkere Klimaveränderungen vorbereitet sind. „Our findings introduce an environmental factor to the current knowledge, which provide alternative avenues for crop improvement in the face of climate change“, so die Forscher.

Das John Innes Centre arbeitet an mehreren Methoden, um Nutzpflanzen genetisch zu verbessern und den Ertrag zu erhöhen. Außerdem arbeiten die Forscher an Methoden, um die Pflanzen schneller wachsen zu lassen und so dem Problem des Welthungers zu begegnen.

via John Innes Centre

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Erziehung: Rückkehr zur Autorität – Lasst unseren Kindern ihre Kindheit!

15. February 2018 - 19:02

Der Kinderpsychiater Dr. Michael Winterhoff ist immer für eine provokante Aussage gut. In seinem Buch „Warum unsere Kinder Tyrannen werden“ schrieb er, dass erst der Einfluss der Eltern Kinder zu kleinen „Tyrannen“ werden lasse. Nun plädiert der Psychiater für eine „Wiederentdeckung der Kindheit“ und eine Rückkehr zu einem autoritären Erziehungsstil.

Kinder werden zu schnell zu Erwachsenen

Wer seine Kinder von vornherein wie junge Erwachsene behandelt, der beschwört eine problematische Entwicklung hervor, so Winterhoff. Die Folge sei fehlende Frustrationstoleranz. Das erste Buch des 62-jährigen trägt den Titel „Warum Kinder zu Tyrannen werden“ und ist durchaus umstritten.

Winterhoff stellte im Rahmen seiner Praxis fest, dass Kinder sich im Vergleich zu früher sehr verändert haben. Den Grund dafür sieht er darin, dass viele Eltern notwendige Schritte in der Entwicklung ihrer Kinder nicht mehr zuließen. „Wenn Kinder Auffälligkeiten haben, dann liegt das an den Eltern und an der Gesellschaft. Seit Mitte der 90er zunehmend, heute ausschließlich, sind die Blockaden der Eltern begründet in gesellschaftlichen Veränderungen“, schreibt der Psychiater. Das Problem trete nicht nur in Familien auf, sondern auch in Kindergärten und Schulen. Wenn Kindern zu früh zu viele Entscheidungen überlassen werden, führe das zu einer problematischen inneren Haltung, so Winterhoff weiter. „Die fliegen frei durchs Gelände, können sich den ganzen Tag aussuchen, was sie machen wollen. Das ist fatal, weil sie kein Gegenüber haben, weil sie keine Strukturen erleben können. Wenn Sie den Grundschulunterricht nehmen, der eine Katastrophe für mich darstellt, ein Thekenunterricht, wo sich Kinder viele Dinge selbst beibringen sollen – das ist eine falsche Sicht auf Kinder, da werden nicht mehr Kinder in ihrer Bedürftigkeit gesehen, sondern sie werden schon zum Erwachsenen gemacht“, erklärt der Autor.

Problem Digitalisierung

Die Forderungen von Winterhoff sind auch deshalb nicht unumstritten, weil er in einer Zeit groß wurde, in der Schläge noch als adäquates Erziehungsmittel galten. Eltern sollten ihre Kinder zugewandt und aufmerksam, aber auch mit Klarheit führen und ihnen dabei dennoch die Freiheit geben, ihre Kindheit zu genießen, fordert der Psychiater in seinem neuen Buch „Wiederentdeckung der Kindheit“. In diesem geht es auch darum, dass oft eher die Eltern als die Kinder behandlungsbedürftig seien, weil sie ihre Intuition verloren hätten. Als problematisch sieht Winterhoff auch unsere digitale Lebensweise: „Der Erwachsene verändert sich in dieser digitalen Welt, weil er sich dauernd überfordert, immer mehr, und schafft damit immer ungünstigere Bedingungen für das Kind sich entwickeln zu können. (…) Vor der digitalen Zeit war für unsere Psyche das Leben quasi ein Segen. Wir hatten immer mehr Zeit für uns.Dann hat uns die digitale Revolution quasi überrollt. Für mich geht es darum, dass wir noch nicht in der Lage sind, mit der digitalen Zeit umzugehen. (…) Die Gefahr ist, dass wir unserer Psyche keine Möglichkeit geben zu regenerieren“, so Winterhoff weiter.

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Sein Vorschlag, um mit den permanenten Herausforderungen unserer Zeit besser umzugehen, ist, sich und seinen Kindern Zeit abseits der digitalen Welt zu gönnen und etwa mehrere Stunden allein und ohne Handy durch dein Wald zu gehen. Dabei lerne man, wieder zu agieren, statt bloß zu reagieren.

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Medizin: Diese Impfung könnte Heroinsüchtigen das Leben retten!

15. February 2018 - 14:55

Heroin ist ein Opiumderivat, das extrem schnell in eine körperliche und psychische Sucht führt. Für Süchtige ist es extrem schwer, von der Sucht wieder loszukommen. Daher suchen Forscher schon länger nach Möglichkeiten, um den Entzug und vor allem die darauf folgende Abstinenz von Heroin zu erleichtern. Candy Hwang vom Scripps Research Institute und ihre Kollegen haben einen Impfstoff entwickelt, die künftig vor der gefährlichen Droge schützen soll.

Foto: Syringe With 2 Drops, ZaldyImg, Flickr, CC BY-SA 2.0 Impfstoff schützt das Hirn vor Heroin

Das Prinzip des Impfstoffes folgt dem gleichen Muster wie andere Impfstoffe auch: Es wird eine „abgeschwächte“ Form von Heroin in den Körper eingebracht, die dem Immunsystem beibringt, die Droge als Fremdkörper zu erkennen. Das Abwehrsystem des Körpers beginnt daraufhin, als Reaktion auf Heroin spezifische Antikörper zu produzieren, die sich an das Heroin heften und das Eindringen der Moleküle in das Gehirn der Patienten verhindern. Zusätzlich zu der abgeschwächten Heroinform enthält der Impfstoff noch ein Trägerprotein sowie ein sogenanntes Adjuvans. Diese sorgen dafür, dass das Immunsystem in Alarmbereitschaft gesetzt wird und dafür sorgt, dass der Impfstoff noch effektiver wirkt.

Um das richtige Trägermolekül und Adjuvans zu finden, experimentierten die Forscher mit Mäusen und Affen. Insgesamt wurden zwanzig Trägerprotein-Adjuvans-Kombinationen getestet. Das Ziel dabei war es, ein Mittel zu entwickeln, das anschließend in klinischen Studien erprobt werden konnte. Der Impfstoff musste also nicht nur wirken, sondern auch stabil sein, sodass er langfristig gelagert werden konnte.

Als optimal stellte sich dann ein Impfstoff mit dem Trägerprotein Tetanustoxoid. Die idealen Adjuvantien dazu waren ein synthetisches DNA-Oligonukleotid namens CpG-ODN und Alaun. In Versuchen mit Ratten stellte sich der Impfstoff als sehr wirksam heraus. Außerdem blieb er mindestens 30 Tage lang stabil und konnte sowohl in Pulver- als auch in flüssiger Form gelagert werden.

Klinische Studien könnten schon bald stattfinden

Die experimentell identifizierte Formel hat einen großen Vorteil: Ihre Bestandteile haben sich bereits in klinischen Studien bewiesen und sind teilweise schon in anderen Anwendungen zugelassen. Alaun beispielsweise fungiert seit den 1920er Jahren in Impfstoffen gegen Hepatitis A und Tetanus als Adjuvans.

Die Forscher hoffen daher, dass ihr Impfstoff schon bald in klinischen Studien untersucht werden kann. Im Anschluss könnte das Mittel endgültig zugelassen werden. Das Team sucht bereits nach einem starken Partner, um die Impfung im großen Stil herzustellen. „Wir glauben, dass die Heroinimpfung eine unglaubliche Hilfe für Menschen sein wird, die immer wieder erfolglos einen Entzug versuchen““, so Hwang.

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Mobilität: Was ihr zum Thema kostenloser Nahverkehr in deutschen Städten wissen müsst

14. February 2018 - 19:03

Es ist noch gar nicht allzu lange her, dass wir hier auf der Seite von kostenlosem öffentlichen Nahverkehr geträumt haben. Nun gibt es Neuigkeiten: Die Bundesregierung hat der EU-Kommission vorgeschlagen, es mal damit zu probieren. Ziel soll es sein, in deutschen Städten die Luftqualität zu verbessern. Aber beim Sprung von der Utopie zur Wirklichkeit stellt sich eine entscheidende Frage: Wie soll das ganze bezahlt werden?

In Hamburg kommen bald die ersten Elektrobusse zum Einsatz. Bild: Hamburger Hochbahn Wird kostenloser Nahverkehr bald Realität?

Ganz neu ist der Ansatz nicht. Die ostdeutschen Kleinstädte Templin und Lübben wurde das Konzept kurz vor der Jahrtausendwende mal ausprobiert. Aber das Experiment wurde recht schnell eingestellt und seitdem auch nicht wieder aufgenommen.

Doch nun findet es sich in einem offiziellen Brief von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD), Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU) und Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU – alle geschäftsführend) an die EU-Umweltkommissarin Karmenu Vela wieder. Durch „kostenlosen öffentlichen Nahverkehr“ (so heißt es wörtlich in dem Brief) soll die Luftqualität in Städten verbessert werden.

Das Ziel des Briefes ist klar: Die Bundesregierung will verhindern, dass die EU-Kommission am Europäischen Gerichtshof (EuGH) gegen mehrere Länder, darunter Deutschland, Klage einreicht. Grund für die potentielle Klage ist die Tatsache, dass in diversen Städte die vor allem durch Dieselfahrzeuge verursachten Stickoxidemissionen die Grenzwerte deutlich übersteigen.

In dem Brief werden acht Maßnahmen erwähnt, die diese Werte senken sollen. Neben dem kostenlosen öffentlichen Nahverkehr finden sich unter anderem auch auch „bindende Abgas-Grenzwerte“ für Busse, Taxis, Carsharing-Autos und LKW, Fahrbeschränkungen, zusätzliche Anreize für Elektromobilität und „technische Umrüstung“ von Fahrzeugen als Vorschläge in dem Brief wieder. Diese Maßnahmen sollen zuerst in fünf Vorreiterstädten eingeführt werden: Bonn, Essen, Herrenberg, Mannheim und Reutlingen. Keiner dieser Städte gelang es im Vorjahr, die Grenzwerte für die Stickoxid-Belastung der Luft einzuhalten.

Probleme: Kosten und Kapazitäten

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen identifiziert zwei wesentliche Probleme bei der Umsetzung des „Nulltarifs“ im öffentlichen Nahverkehr:

  1. Die direkten Kosten: Wenn die Verkehrsunternehmen keine Einnahmen durch den Verkehr von Tickets mehr haben, müssten die daraus entstehenden Verluste irgendwie ersetzt werden. Dafür müssten Bund und Länder aufkommen. Nur als Beispiel: Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) erzielt pro Jahr etwa 830 Millionen Euro pro Jahr mit Fahrkartenverkäufen. Das entspricht pro Jahr den Kosten des Baus der Elbphilharmonie.
  2. Indirekte Kosten / Kapazitäten: Wenn der Nahverkehr kostenfrei werden würde, dann würde er wahrscheinlich auch von deutlich mehr Menschen genutzt werden. Schließlich ist das Ziel, für weniger Autoverkehr in den Städten zu sorgen. Das würde aber bedeuten, dass zusätzliche Kapazitäten bereitgestellt werden müssten, was sich nur durch den Einsatz zusätzlicher Fahrzeuge gewährleisten ließe, was wiederum auch mit mehr Personalbedarf verbunden wäre. Neben der Tatsache, dass die Kapazitäten sich vor allem in großen Städten nicht einfach per Fingerschnippen erhöhen lassen, wäre diese Erhöhung ebenfalls mit wesentlichen Mehrkosten verbunden.

Seitens der Bundesregierung war bisher noch nichts zu der Finanzierung des ambitionierten Vorhabens zu hören.

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Speziell der Vorschlag mit dem kostenlosen Nahverkehr scheint seitens der Bundesregierung nur ein Mittel zu sein, um die EU-Kommission zu befrieden. Gäbe es ernsthafte Ambitionen, das seit Jahren stiefmütterlich behandelte Thema Nahverkehr zu revolutionieren (nichts anderes wäre ein „Nulltarif), dann hätte man das bereits in den Koalitionsvertrag zur großen Koalition integrieren können. Dies bemängelt auch der Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer.

Diese Tatsache ändert aber nichts daran, dass es sich eigentlich um einen guten Vorschlag handelt. Statt auf individuelle Mobilität muss vor allem in Großstädten auf gemeinschaftlichen Nahverkehr gesetzt werden. Was dabei gerne vergessen wird: Auch die Hunderttausende Autos, die die Straßen deutscher Großstädte bevölkern, kosten den Steuerzahler bares Geld. Natürlich bringen sie auch Steuern ein, aber längst nicht genug, um die Kosten für die Straßenverkehrssysteme zu decken. Ein Nulltarif im Nahverkehr nebst der damit verbundenen Kapazitätserhöhung ist dann am meisten erfolgversprechend, wenn gleichzeitig die Innenstädte deutscher Großstädte weniger „autofokussiert“ werden. In großen Städten müssten Fahrspuren abgebaut oder zu Radspuren umgewidmet werden. Außerdem sollten Tempo-30-Zonen ausgebaut werden – auch auf großen Verkehrsadern.

Die Zukunft der Mobilität liegt in der Kombination mehrere Verkehrsmittel, die im Idealfall Besitz der Gemeinschaft sein sollten. Öffentlicher Nahverkehr, Fahrräder und autonome Carsharing-Angebote mit Elektrofahrzeugen sind die Antwort auf verschmutzte Innenstädte. Das Auto als privates Mobilitätsmittel in Städten hat in dieser Zukunft keinen Platz. Von daher geht der Vorschlag der Bundesregierung in eine gute Richtung – auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass er allzu schnell umgesetzt wird.

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Medizin: Aerogel aus Baumwoll-Klamotten soll als effizienter Blutstiller dienen

14. February 2018 - 16:32

Ein vielseitig einsetzbares Aerogel haben Forscher an der National University of Singapore (NUS) hergestellt. Nichts Neues, mögen manche sagen. Doch! Denn noch nie zuvor ist es gelungen, dieses Material aus Baumwoll-Stoffresten herzustellen, die bisher entsorgt werden, etwa in Müllverbrennungsanlagen. Aerogele gehören zu den leichtesten Materialien der Welt. Sie sind extrem porös. Damit sind sie bestens geeignet, Gebäude gegen Schall und Wärmeverluste beziehungsweise Überhitzung zu schützen. Daneben wird das Material aus Singapur im medizinischen Bereich eine wichtige Rolle spielen. In modifizierter Form ist es ideal zum schnellen Stillen von stark blutenden Wunden.

Bild: NUS Extrem gute Isolation

Um zu zeigen, wie gut die Isolationswirkung ist, haben die Forscher Trinkflaschen des Militärs mit ihrem Aerogel umhüllt. Dann füllten sie Eiswasser ein. Nach vier Stunden hatte es sich gerade mal auf ein Grad Celsius erwärmt.

Bisher wurden Aerogele aus unterschiedlichen Rohstoffen hergestellt, beispielsweise aus Silikaten, die vor allem Silizium enthalten. Die Herstellung ist Zeit raubend und daher teuer. Ein Team um die Professoren Hai Minh Duong und Nhan Phan-Thien aus der Maschinenbaufakultät der NUS haben die Produktionszeit auf ein Fünftel gesenkt. Im Vergleich zu Aerogelen aus Zellstoff, mit dem die Wissenschaftler früher experimentierten, sind es noch elf Prozent. Kosteneinsparungen ergeben sich auch bei Transport und Lagerung. Die Aerogele lassen sich extrem verdichten. Legt man sie ins Wasser, quellen sie nach sehr kurzer Zeit zur alten Größe auf.

Blutungen werden dreimal schneller gestoppt

Um Blutungen zu stillen produzierten die Forscher aus Singapur Hybrid-Aerogele. Sie unterscheiden sich nur in der Rohstoffwahl. Sie vermischten Materialien, die aus Baumwolle hergestellt worden waren, mit Materialien aus Zellstoff. Dann reicherten sie die winzigen Bällchen, die so entstanden, mit Chitosan an. Das ist ein Material, das Blut gerinnen lässt. Es wird aus den Schalen von Krustentieren gewonnen. Diese präparierten Bällchen werden direkt in die Wunde gespritzt. . „Jedes dieser Schwämmchen dehnt sich innerhalb von 4,5 Sekunden auf das 16-Fache seiner ursprünglichen Größe aus“, sagt Duong, „dreimal schneller als bisher eingesetzte Aerogele.“ Damit werden Blutungen deutlich früher gestoppt.

via National University of Singapore

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