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Serie: 3-Meine Erfahrungen als nicht systemkonformer Unternehmer und Visionär

Ein weiteres Problem ist:

Viele Menschen können oder wollen sich kein eigenes Urteil bilden, sondern sind auf das Urteil anderer Menschen angewiesen

Alles was neu ist, wird grundsätzlich erst einmal kritisch, ja häufig sogar ablehnend beäugt. Das Produkt bzw. der Dienst muß sich erst in der Praxis bewähren. Das Unternehmen muß mit guten Produkten/Diensten das Vertrauen der Kunden gewinnen. 

Jetzt kommt der springende Punkt, damit ein Produkt oder ein Dienst als gut oder schlecht bewertet werden kann, muß es erst einmal genutzt bzw. getestet werden. Das bedeutet aber für den potentiellen Kunden erst einmal einen nicht unerheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand. 

Ist es da nicht viel einfacher, anderen, von den Systemmedien auserwählten Experten, das Urteil zu überlassen ? Das hat auch den Vorteil, daß man nicht mehr selbst für den Mißgriff verantwortlich ist, sondern dem betreffenden Experten die Schuld dafür geben kann.

Nicht zuletzt muß der betreffende Mensch seinem eigenen Urteil vertrauen. Man möchte es nicht glauben, aber es gibt wirklich sehr viele Menschen in unserer Gesellschaft, bei denen das nicht der Fall ist.

Diese Menschen entscheiden sich für Bücher, weil:

  • es in der Spiegel-Bestsellerliste ist
  • der Autor allgemein in der Systempresse bekannt ist
  • das Buch unlängst einen Preis gewonnen hat
  • es von Marcel Reich-Ranicki oder Elke Heidenreich empfohlen wurde
  • es in mehreren (laut Systempresse) wichtigen Zeitschriften gute Kritiken bekommen hat
  • es ein guter Freund, ein Bekannter oder Prominenter auch gelesen hat
  • es der beste Freund empfohlen hat
  • es bei Amazon 60 positive Rezensionen erhalten hat
  • ...

Anstatt also ein Buch oder einen Lehrgang selbst anzuschauen und sich ein eigenes Bild zu machen, verlassen sich diese Menschen auf das Urteil von anderen. So wäre es beispielsweise ganz einfach mein Buch online durchzublättern oder den Lehrgang kostenlos zu testen. Warum aber tun es so wenige ?

Wie eingangs bereits angesprochen, ist ein Grund hierfür der schwierige Weg, sich sein eigenes Urteil zu bilden. Da muss man selbst viel nachdenken, herausfinden was man genau haben möchte, abwägen, ob die Kriterien erfüllt sind und vieles mehr - das ist vielen einfach zu zeit- und arbeitsaufwändig. Sie wählen daher den einfachsten Entscheidungsweg und lassen sich von den Entscheidungen anderer, sogenannter Experten (ver)führen.

Der Hauptgrund dafür ist, daß viele Menschen ihrem eigenen Urteil wenig bis gar nicht trauen. Diesen Menschen fehlt eindeutig das gesunde Selbstvertrauen. 

Das kann man nicht im Supermarkt kaufen, aber man kann als Eltern sehr viel dafür tun, daß Kinder dieses Selbstvertrauen auf natürliche Art und Weise aufbauen. Auch Erwachsene können ihr fehlendes Selbstvertrauen zurückgewinnen. Wie ?

Das Selbstvertrauen bekommen Menschen dann, wenn sie ihre Begabungen, Leidenschaften und Werte entfalten dürfen und dabei erkennen, daß sie etwas sehr gut können und es dazu noch gerne machen. Es gibt meiner Meinung nach keinen besseren Weg, um die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln bzw. sein Selbstvertrauen aufzubauen, als sich auf den Weg zu machen, um die eigene Lebensaufgabe zu finden. Dies ist auch der Grund warum ich in meinem Grundkonzept für ein neues Bildungssystem, die bestmögliche Beachtung des natürlichen Schöpfungskonzepts vorschlage. 

Die vielen unmündigen Befehlsempfänger, die wir heute haben, sind zu bequem, sich ein eigenes Urteil zu bilden vor allem aber sind sie deshalb auf das Urteil anderer Menschen angewiesen, weil sie sich selbst nicht genügend trauen. Sie verlassen sich dann lieber auf das Urteil einer allgemein anerkannten Autorität. Diese Autorität wird aber nicht von vielen Anbieter-unabhängig denkenden Menschen dazu erkoren, sondern von einer herrschenden Minderheit, die wer hätte es gedacht, sich auch von bestimmten Geschäftsinteressen (ver)leiten läßt. 

Das fehlende Selbstvertrauen und die eigene Bequemlichkeit sind also die wesentlichsten Verhaltensweisen, die heute verhindern, daß individuelle Produkte und Dienste ausreichend nachgefragt werden, und in einer Marktwirtschaft bestimmt nun einmal die Nachfrage das Angebot.

Diese unmündigen Befehlsempfänger glauben nur, was der Herr Professor oder Doktor sagt. Wer die letzten Jahre aufmerksam die Krise verfolgt hat und vor allem auch die vorhergehende Zeit, der wird zugeben müssen, daß keiner der von der Systempresse ernannten Experten die Weltwirtschaftskrise vorhergesehen bzw. im Vorfeld richtig eingeschätzt hat. 

Zwei mir aus der Weltgeschichte auf Anhieb bekannte Menschen, die wichtige Ereignisse vorausgesehen haben, waren:

  • Heinrich Heine (deutscher Schriftsteller, 1797 bis 1856), der viele Jahrzehnte im Voraus die kommunistischen Regime (Lenin, Stalin, Mao Zedong, ...) vorhergesagt hat, oder 
  • Joseph Alois Schumpeter (österreichisch-amerikanischer Ökonom, 1883 bis 1950), der die Szenarien vorhergesagt hat, die in vielen Aktiengesellschaften in den letzten Jahren abgelaufen sind, also wie Großaktionäre mit den Managern als Handlanger die Lohnarbeiter ausbeuten. 

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