Was passiert, wenn die anerzogenen Werte nicht im Einklang mit den natürlichen Werten sind ?

 

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Die natürlichen und die anerzogenen Werte stehen häufig in Konflikt zueinander. Zwei solcher in Konflikt stehender Werte sind der anerzogene Wert "materieller Wohlstand" (völlig unabhängig von innerem Wohlstand) und der natürliche Wert "innerer Wohlstand (Frieden und innere Zufriedenheit)"

Wer nach materiellem Wohlstand strebt, hält folgende Dinge für besonders wichtig: eine sichere, am besten lebenslange Verdienstquelle, also möglichst ein Leben lang beim gleichen Unternehmen (beim Staat) arbeiten, einen Mittelklassewagen, einen Jahresurlaub mit der Familie, am Ende des Lebens ein abbezahltes Eigenheim und eine sichere Rente.

Nach innerem Wohlstand zu streben, bedeutet beispielsweise die Begabungen, Leidenschaften und Werte in einer selbstgewählten Aufgabe entfalten und so im Rahmen dieser Aufgabe innere Erfüllung finden, sich ohne Selbstlügen wohlfühlen und wirklich zufrieden sein.

Wer sich aber in unserer Gesellschaft (Industriegesellschaft) ernsthaft auf den Weg macht, um seine Lebensaufgabe zu finden und am Ende auch auszuführen, der landete nicht selten mitten in der Armut bzw. in der finanziellen Abhängigkeit vom Staat (Sozialhilfe, Arbeitslosengeld,...) und der häufig damit einhergehenden Einsamkeit. 

Der Konflikt ist also, wenn jemand nach innerem Wohlstand strebt, dann führt das häufig (nicht immer) zum fehlenden materiellen Wohlstand. Traurige Beispiele liefern unzählige bettelarme Künstler (Maler, Musiker,...), Visionäre und Erfinder. Wer dagegen nach materiellen Wohlstand strebt, der muss sich häufig mit einem weitestgehend fehlenden inneren Wohlstand abfinden bzw. sich durch Selbstlügen diese Tatsache so angenehm wie möglich machen. Auch hierfür gibt es unzählige Beispiele.

Die wesentliche Ursache hierfür ist, daß viele Menschen, vor allem unsere Führungskräfte in Politik und Wirtschaft, an den alten Systemen und Regeln (die längst nicht mehr dem Allgemeinwohl dienlich sind) festhalten, anstatt sich weiterzuentwickeln. Die gesellschaftlichen Gründe hierfür sind vielfältig. Eine genaue Beschreibung der Probleme, ihrer Ursachen und vor allem eine elegante Lösung finden Sie in meinem Buch bzw. meinem Konzept für ein neues Bildungssystem.

Hier möchte ich aber eine Methode finden, mit der man ganz allgemein seine Werte erkennen, formulieren und ändern kann. Deshalb möchte ich mich nicht mit den gesellschaftlichen Hintergründen des genannten Konflikts beschäftigen, sondern mit den geistigen, seelischen Hintergründen des einzelnen Menschen, bei dem dieser Konflikt im Kopf stattfindet.


Der innere Konflikt zwischen den natürlichen und den anerzogenen Werten bzw. Regeln.

Was passiert nun, wenn die innere Stimme Informationen aus dem Urwissen vom Unterbewußtsein ins Bewußtsein transportiert ?

Über das Unterbewußtsein haben wir Zugriff auf unser Urwissen und damit auch auf die natürlichen Werte. Wenn wir die betreffenden Informationen aus dem Urwissen bewußt wahrnehmen, dann hören wir umgangssprachlich "unsere innere Stimme".

Zwischen unserem Bewußtsein und unserem Unterbewußtsein sitzt allerdings ein Kontrollposten, der den Informationsfluss zwischen diesen beiden Bewußtseinsebenen kontrolliert - es handelt sich dabei um unseren Verstand. Dieses zentrale Denkorgan bewertet und analysiert alle Informationen, die wir sehen, hören, riechen, schmecken und ertasten und leider auch jene Informationen, die über das Unterbewußtsein in unser Bewußtsein gelangen. Der Verstand bewertet also alle einströmenden Informationen mit Hilfe der anerzogenen und auch der von dem betreffenden Menschen selbstgewählten Werte bzw. den daraus abgeleiteten Regeln. Jene Informationen, die der Verstand aufgrund der verinnerlichten Werte bzw. Regeln als wertlos einstuft, werden abgeblockt. Der Verstand geht dabei streng logisch nach den anerzogenen Werten bzw. Regeln vor und greift auch auf die jeweils als relevant empfundenen Erkenntnisse und sonstige verfügbaren Informationen zurück. 

Hinweis
Mit Erkenntnissen ist hier übrigens das schnell und gezielt über das Langzeitgedächtnis abrufbare Wissen gemeint, das ein Mensch gewinnt, wenn er über ganz bestimmte seiner persönlichen Eindrücke, Erfahrungen und aller sonstigen relevanten Informationen intensiv nachdenkt und daraus das entsprechende Wissen konstruiert.

Wenn nun der Verstand beispielsweise vom Unterbewußtsein die Information "Für die Erfüllung dieser Aufgabe bist du nicht wirklich geeignet, du wirst dich nicht langfristig wohlfühlen können, suche nach der für dich optimalen Aufgabe (deine Lebensaufgabe)" empfängt, analysiert und bewertet, dann kommt es zu dem eingangs genannten Konflikt mit den vorhandenen Informationen bezüglich des "materiellen Wohlstands". 

Der Verstand bewertet dabei folgendes (stark verallgemeinertes und gekürztes) Detailwissen des betreffenden Menschen:

  • die für die Bewertung relevanten, verinnerlichten Werte bzw. Regeln

    Werte:
    Was halte ich für besonders wertvoll ? 

    materiellen Wohlstand 

    Für mich sind folgende Dinge besonders wertvoll: eine sichere, am besten lebenslange Verdienstquelle, also möglichst ein Leben lang beim gleichen Unternehmen (beim Staat) arbeiten, ein Mittelklassewagen, ein Jahresurlaub mit der Familie, am Ende des Lebens ein abbezahltes Eigenheim und eine sichere Rente.

    ...

    Regeln:

    Frage nicht nach den Inhalten, die du lernst, sondern betrachte das Lernen als Pflicht und als Wegbereiter für eine sichere und gute Verdienstquelle. Stelle keine kritischen Fragen und erledige die von oben befohlene Arbeit zuverlässig und präzise. Wenn du das tust, wirst es dir später gut gehen - du wirst materiellen Wohlstand haben.

    ...

  • die auf den verinnerlichten Werten und den angewandten Regeln beruhenden, relevanten Erfahrungen und die damit verbundenen Ängste und Zweifel

    Für mein Pflichtbewußtsein, meinen Fleiß und dafür, daß ich keine allzu kritischen Fragen stelle, habe ich bisher viele positive Rückmeldungen von meiner Familie, meinen Eltern, meinen Freunden und Bekannten erhalten, nicht zuletzt bin ich auf diesem Weg zu einem bescheidenen Wohlstand gekommen (genügend zu essen und zu trinken, einen Jahresurlaub, mit dem wir (ich und meine Familie) uns vom stressigen Arbeits-Alltag erholen können, einen mit Kredit finanzierten Mittelklassewagen, mit dem ich zur Arbeit fahren kann, ein kleines Haus, für das ich mein Leben lang arbeiten werde,...) - wenn ich nun anfange, mich tiefgründig mit mir zu beschäftigen, komme ich möglicherweise auf Gedanken, die mir viel Ärger mit den Menschen in meinem näheren Umfeld einbringen könnten - das  wäre das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann. Nein, das lass ich lieber. (diese Gedanken erfreuen die profitierende Minderheit ganz besonders)

    Das neue kenne ich nicht und selbst, wenn ich es kennen würde, wer kann mir dafür garantieren, ob ich mich wirklich langfristig damit wohlfühlen kann ? Wer weiß, welchen Ärger ich mir damit einfange ? Was ist innerer Wohlstand (Frieden und innere Zufriedenheit) überhaupt ? Keine Ahnung - egal, interessiert mich nicht, brauche ich nicht. Wenn ich mich entsprechend einschränke (an die herrschende Meinung anpasse), geht es doch auch so, warum sollte ich dann etwas ändern ?

    ...

  • die auf den verinnerlichten Werten und den angewandten Regeln beruhenden, relevanten Erfahrungen und der darauf beruhende, tatsächliche Glaube an unsere Fähigkeiten

    Ich hab schon so viel probiert, um zu materiellem Wohlstand (viel Geld verdienen) zu kommen, aber immer nur mit mäßigem Erfolg. Bin ich das überhaupt wert, darf ich (kleiner Wurm) überhaupt so denken ? (auch diese Gedanken erfreuen die profitierende Minderheit ganz besonders) Warum sollte ich gerade damit Erfolg haben ? Lohnt sich der Aufwand überhaupt ? Am besten, ich lasse es erst mal, vielleicht kommt ja irgendwann eine günstige Gelegenheit.  

    ...

  • den aus unseren Erfahrungen, persönlichen Eindrücken und allen sonstigen relevanten Informationen gewonnenen Erkenntnissen

    Materieller Wohlstand ist für mich und fast alle, die ich kenne, besonders wichtig (viele denken so wie ich, also kann ich nicht ganz falsch liegen). Immer, wenn ich die entsprechenden Regeln eingehalten habe, wurde ich von meinen Eltern gelobt und ich habe viele positive Rückmeldungen von meinen Mitmenschen erhalten. Nicht zuletzt zeigen mir meine tagtäglichen Erfahrungen und das, was ich sehe (die Bilder, nicht die tiefgründigen Gespräche), daß andere, die diese Regel einhalten, sich offensichtlich wohlfühlen (ich, wenn ich ganz ehrlich bin, fühle mich nicht besonders wohl), während jene, die die Regeln nicht einhalten, häufig unglücklich wirken (unzufrieden sind und das Bestehende, das ich mir einfach schönrede, kritisieren, etwas eigenes wollen, nicht am örtlichen Vereinsleben teilnehmen, nicht viele Freunde haben, unfreundlich sind,...).

    Wer sich in unserer Gesellschaft ernsthaft auf den Weg macht, um seine Lebensaufgabe zu finden und am Ende auch auszuführen, der landet nicht selten mitten in der Armut bzw. in der finanziellen Abhängigkeit vom Staat (Sozialhilfe, Arbeitslosengeld,...) und der häufig damit einhergehenden Einsamkeit. 

    Wenn jemand nach innerem Wohlstand strebt, dann führt das häufig zum fehlenden materiellen Wohlstand. Traurige Beispiele liefern unzählige bettelarme Künstler (Maler, Musiker,...), Visionäre und Erfinder. Wer dagegen materiellen Wohlstand anstrebt, der muss sich mit einem weitestgehend fehlenden inneren Wohlstand abfinden. Da Letzteres für mich wesentlich akzeptabler ist, rede ich mir die innere Zufriedenheit einfach solange ein, bis ich es selbst glaube.

    ...

  • ...

kurze Zusammenfassung:

Die Werte und die daraus abgeleiteten Regeln sind also das Fundament, auf dem unsere Gedanken, Entscheidungen und Handlungen basieren. Unser internes (mehr oder weniger unbewußt wirksames) Werte- und Regelsystem bestimmt damit auch, welche Erfahrungen wir machen und welche Erkenntnisse wir daraus gewinnen. 

Beispiel: Menschen, für die materieller Wohlstand besonders wertvoll ist, halten sich an die Regel "sei pflichtbewußt und fleißig, dann wirst du materiellen Wohlstand haben". 

Menschen, die sich an die genannte Regel halten, machen entsprechende Erfahrungen und aus diesen Erfahrungen leiten sie schließlich mögliche Ängste, Zweifel und den tatsächlichen Glauben an ihre Fähigkeiten ab. 

Beispiel: Für mein Pflichtbewußtsein, meinen Fleiß und dafür, daß ich keine allzu kritischen Fragen stelle, habe ich bisher viele positive Rückmeldungen von meiner Familie, meinen Eltern, meinen Freunden und Bekannten erhalten, nicht zuletzt bin ich auf diesem Weg zu einem bescheidenen Wohlstand gekommen - wenn ich nun anfange, mich tiefgründig mit mir zu beschäftigen, komme ich möglicherweise auf Gedanken, die mir viel Ärger mit den Menschen in meinem näheren Umfeld einbringen könnten - das  wäre das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann.

Aus den auf ihren Werten und Regeln beruhenden Erfahrungen und sonstigen relevanten Informationen gewinnen sie schließlich ihre Erkenntnisse, die sie sich bei Bedarf aus ihrem Langzeitgedächtnis ins Bewußtsein rufen.

Beispiel: Materieller Wohlstand ist für mich und fast alle, die ich kenne, besonders wichtig (viele denken so wie ich, also kann ich nicht ganz falsch liegen). Immer wenn ich die entsprechenden Regeln eingehalten habe, wurde ich von meinen Eltern gelobt und ich habe viele positive Rückmeldungen von meinen Mitmenschen erhalten. Nicht zuletzt zeigen mir meine tagtäglichen Erfahrungen und das, was ich sehe (die Bilder, nicht die tiefgründigen Gespräche), daß andere, die diese Regel einhalten, sich offensichtlich wohlfühlen (ich, wenn ich ganz ehrlich bin, fühle mich nicht besonders wohl), während jene, die die Regeln nicht einhalten, häufig unglücklich wirken (unzufrieden sind und das Bestehende, das ich mir einfach schönrede, kritisieren, etwas eigenes wollen, nicht am örtlichen Vereinsleben teilnehmen, nicht viele Freunde haben, unfreundlich sind,...).

Die meisten Menschen gewinnen also ihre Erkenntnisse vorwiegend mit Hilfe von Vorurteilen (von den Eltern anerzogene Werte und Regeln, negative Urteile, die sie von anderen gehört haben,...) und schnellen Schlussfolgerungen (die Bilder, die sie sehen,...) und nicht aus tiefgründigen und ernsthaften Gesprächen, die sie mit ihren Mitmenschen führen und in denen sie möglicherweise erfahren würden, was ihre Mitmenschen wirklich bewegt.
In diesem Zusammenhang sollte man sich auch bewußt machen, daß all unsere Gedanken, Entscheidungen und Handlungen letztendlich auf unseren grundlegenden Werten und Regeln basieren. Das bedeutet, wenn diese Werte und Regeln (auch nur in Teilen) fehlerhaft sind, sind auch alle Gedanken, Entscheidungen und Handlungen, die darauf aufbauen, mit Fehlern behaftet, egal, wie lange und wie viel der betroffene Mensch nachgedacht hat. Alle Erkenntnisse dieses Menschen sind demnach auch mit Fehlern behaftet und er wird viele unangenehme und vor allem für seine positive Weiterentwicklung wenig wertvolle Erfahrungen machen (müssen), die er sonst hätte vermeiden können.

Das ist die Ursache dafür, daß sich der im Bewußtsein tief verankerte anerzogene oder selbstgewählte Wert bzw. die daraus abgeleitete Regel in dem vorher kurz beschriebenen Konflikt spielend durchsetzt. Die alten Werte und Regeln führen scheinbar einfacher zu den ersehnten Wohlgefühlen und der natürliche Wert "innerer Wohlstand (Frieden und innere Zufriedenheit)" bzw. die damit in Zusammenhang stehenden Ängste und Zweifel überwiegen und die betreffende Information wird gnadenlos abgeblockt. 

Jetzt können Sie verstehen, wie wenig Chancen die innere Stimme hat, die für unser Wohlbefinden so wichtigen Informationen wirksam in das Bewußtsein eines Menschen zu bringen, der unsere traditionellen Systeme und Regeln durch eine entsprechende Erziehung und Ausbildung tief verinnerlicht hat. Entsprechende, im Sinne der traditionellen Systeme anerzogene Werte bzw. Regeln können einen Menschen also wirksam daran hindern, überhaupt erst nach seiner Lebensaufgabe zu suchen bzw. fest daran zu glauben, daß er diese jemals finden und ausführen kann.

Trotzdem wird es die innere Stimme (die unser Bestes will) immer wieder versuchen, diese wichtigen Informationen aus dem Urwissen ins Bewußtsein zu rufen, auch wenn sie bei vielen, denen das von mir gerade beschriebene Problem nicht bewußt ist, nicht gehört wird. Dieser natürliche Mechanismus erlischt erst mit dem Tode des betreffenden Menschen - die innere Stimme versucht es also im schlechtesten Falle ein ganzes Menschenleben lang, ihr Geschöpf zu erreichen. 

denn es ist wohl so, wie es Walter Rathenau formulierte:

Jedes echte Wort hat klingende Kraft, und jeder Gedanke, der nicht in den Labyrinthen des dialektischen Verstandes, sondern im blutwarmen Schoße der Empfindung geboren ist, zeugt Leben und Glauben. 

Die innere Stimme kann den betreffenden Menschen wohl dann am ehesten erreichen, wenn dieser Mensch bereit ist und sich seinen Problemen stellt und ernsthaft Lösungen finden möchte.

Es wäre also langfristig sehr wertvoll für unsere innere Zufriedenheit, wenn wir tiefgründig nachdenken würden bzw. tiefgründige und ernsthafte Gespräche, mit unseren Mitmenschen führen würden und auf diesem Wege erfahren könnten, was unsere Mitmenschen wirklich bewegt. Davon sind wir derzeit leider noch sehr weit entfernt.

Warum ist das so ?

Jeder Mensch möchte naturgemäß immer positive Gefühle, er möchte sich wohlfühlen. Ist ein Wert erfüllt, so erzeugt das positive Gefühle, ist das nicht der Fall, so erzeugt das negative Gefühle. Deshalb wird der erwachsene Mensch aus dem Wert automatisch eine Regel ableiten, mit der er bei der konsequenten Einhaltung der Regel dieses positive Gefühl bekommt.

Bei Kindern wird dieses positive Gefühl durch das Lob der Eltern erzeugt, das negative durch deren Kritik. Deshalb werden Kinder automatisch das für wertvoll empfinden was ihre Eltern als wertvoll empfinden. Wenn sie die Werte bzw. die von den Eltern vermittelten Regeln einhalten, werden sie gelobt, wenn nicht, kritisiert. Das, was die Eltern also ihren Kindern vorleben, hat einen sehr großen Einfluß auf deren späteres Denken, Entscheiden und Handeln.

Werte bzw. die daraus abgeleiteten Regeln werden solange ungefragt eingehalten, solange sie zu Wohlgefühlen führen. Kommt es zu den ersten negativen Erfahrungen, so werden diese mehr oder weniger lang mißachtet (das Problem bewußt ausblenden - Stichwort: Selbstlüge), erst wenn es gar nicht mehr anders geht, stellt man sich dem Problem. Die Werte werden mehr oder weniger bewußt hinterfragt, es wird nach alternativen Werten gesucht.

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Dieses Hinterfragen und konstruktive Auseinandersetzen mit den eigenen Werten ist umso erfolgreicher, je mehr man sich in seinem bisherigen Leben mit sich und seinem Wesen beschäftigt hat. Das bedeutet im Umkehrschluss, jene, die sich nur wenig oder gar nicht mit ihrem Innenleben beschäftigt haben, stehen jetzt sehr ratlos da. 

Sie halten das Problem für unlösbar und verfallen in den von Dietrich Dörner in seinem Buch "Die Logik des Mißlingens - Strategisches Denken in komplexen Situationen" (Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, 1989, 310 Seiten, ISBN: 3-499-19314-0) beschriebenen Mechanismus:

"Komplexität erzeugt Unsicherheit. Unsicherheit erzeugt Angst. Vor dieser Angst wollen wir uns schützen. Darum blendet unser Gehirn all das Komplizierte, Undurchschaubare, Unberechenbare aus. Übrig bleibt ein Ausschnitt - das, was wir schon kennen. Weil dieser Ausschnitt aber mit dem Ganzen, das wir nicht sehen wollen, verknüpft ist, unterlaufen uns viele Fehler - der Mißerfolg wird logisch programmiert."

Hinweis
Dietrich Dörner ist übrigens Professor für Psychologie, der sich schon viele Jahrzehnte mit Denk- und Problemlöseprozessen beschäftigt.

Deshalb also auch mein Motto:

Befreie Dich von Deinen Ängsten und Zweifeln und glaube an Dich und Deine Fähigkeiten und daran, daß wir uns durch die kompetente und aktive Teilnahme an Netzwerken gemeinsam eine Umgebung schaffen können, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen. 

Ängste und Zweifel kann man nur durch entsprechende Fragen und der intensiven Beschäftigung mit den Antworten beseitigen, das ist natürlich anstrengend. Es ist schwer, wenn man plötzlich mit völlig neuen Sichtweisen konfrontiert wird - diese könnten manche Ängste und Zweifel, die man einfach ausgeblendet hat, wieder ins Bewußtsein rufen. Nicht zuletzt bestätigt der Fragende mit seinen Fragen, daß er bestimmte Dinge nicht weiß, auch das ist in der Regel unbequem. 

Viel einfacher ist es da schon, die eigenen Ängste und Zweifel einfach auszublenden oder mit Hilfe entsprechender Informationsquellen (Bildzeitung, Tagesschau,...) eine Bestätigung zu finden, daß man sich nicht wirklich von diesen Ängsten und Zweifeln befreien kann und wie die Mitmenschen auch lernen muß, mit ihnen zu leben. 

Wie wäre es beispielsweise, wenn wir uns anstatt mit den schlechten, auch mit den vielen guten Taten unserer Mitmenschen auseinandersetzen und uns vor allem daran ein Beispiel nehmen, selbst etwas gutes zu tun.

Informationen über einige dieser guten Taten finden Sie beispielsweise in den folgenden beiden Büchern:

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  • "Die Welt verändern" (Klett-Cotta-Verlag, deutsche Ausgabe 2004, 401 Seiten, ISBN 3-608-94411-7), in dem der Journalist "David Bornstein" von Menschen berichtet, die mit ihren Ideen, ihrem Mut und ihrer Tatkraft andere davon überzeugen können, es ihnen gleich zu tun und so gemeinsam aktiv an der Verbesserung unserer Welt zu arbeiten
  • "Ein Grund für die Zukunft: das Grundeinkommen" (Verlag Freies Geistleben, 1. Auflage 2006, 128 Seiten, ISBN 3-7725-1789-7), in dem die Interviews und Reaktionen auf das von dem bereits erwähnten Gründer der Drogeriemarktkette dm "Götz W. Werner" thematisierte Grundeinkommen gesammelt sind
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Am wirksamsten jedoch wäre ein Bildungssystem, das im Vorfeld die vielen unnötigen Ängste und Zweifel erst gar nicht entstehen läßt und die Menschen lehrt, an sich und ihre Fähigkeiten zu glauben. Solche Menschen schaffen dann Wohlstand für sich und ihre Mitmenschen, indem sie einfach das tun, was ihnen Freude macht und was sie am besten können, anstatt mehr oder weniger ziellos nach bloßem materiellem Wohlstand zu streben.

Nicht zuletzt ist es viel schwieriger, die Menschen mit großem Druck und Zwang mit Fachwissen voll zu stopfen, als sie an ihre Lebensaufgabe heranzuführen, denn:

Erkenntnis

Der Mensch findet einem natürlichen Mechanismus zufolge den Weg zu sich selbst und damit zu seiner Lebensaufgabe, wenn man ihm den dazu notwendigen Handlungsspielraum läßt und ihm eine individuelle und konstruktive Hilfestellung gibt, wenn er diese benötigt.

Hinweis
Den notwendigen Handlungsspielraum bekam ich übrigens, indem ich meine Arbeitsstelle als Dipl. Ing. kündigte und vom gegängelten Lohnarbeiter zum freien Unternehmer wurde. Die individuelle und konstruktive Hilfestellung bei Bedarf war bei mir der freie Zugang zum Internet. 
Letzteres ermöglichte mir den Zugang zu den so wertvollen Informationen anderer Menschen (ihre Erfahrungen, ihre Erkenntnisse, ihre Fragen, ihre Antworten, ihre Ideen, ihre Tipps, ihre Tricks,...), ohne die meine Produkte und Dienste niemals hätten entstehen können. Noch ein Mal ein Dank an dieser Stelle an all diese Menschen.

Die Lebensaufgabe ist eine geniale Erfindung der Natur, die verhindert, daß ein Mensch in der Flut der Möglichkeiten, die unser modernes Leben bietet, ertrinkt. Wer seine Begabungen, Leidenschaften, Charakterstärken und -schwächen, Werte und seinen natürlichen Gesundheitszustand kennt, für den schränken sich die Möglichkeiten der Aufgaben, die er mit Freude und kompetent ausführen kann, sehr stark ein. 

Grundsätzlich kann man dem Menschen allerdings durch eine entsprechende (autoritäre) Erziehung/Ausbildung den Weg zu seiner Lebensaufgabe auch verbauen bzw. den genannten natürlichen Mechanismus aushebeln. Im Zusammenhang mit unserem Bildungssystem ist mir jedenfalls klar geworden, daß selbst Menschen, die von der Natur mit einer hohen Intelligenz und einem ausgezeichneten Gedächtnis ausgestattet wurden, ganz einfach durch eine entsprechende Erziehung und Ausbildung in einen bestimmten Rahmen, der durch das jeweilige politische und wirtschaftliche System vorgegeben wird, gepresst werden können. Die ernstgemeinten Anfeindungen der anderen gegenüber dem, der versucht, aus dem von einer Minderheit vorgegebenen Rahmen auszubrechen, tun dann ihr übriges.

Wie sollen Menschen, die nur über sehr kleine Erfahrungswelten verfügen und deshalb voller Ängste und Zweifel sind und nicht an sich und ihre Fähigkeiten glauben, sich auch ernsthaft gegen diese Anfeindungen zur Wehr setzen ? Wie sollen Menschen mit sehr kleinen Erfahrungswelten die wahre Bedeutung dieser Anfeindungen beurteilen können ?

Hinweis
Die Erfahrungswelt ist die Summe aller Erfahrungen eines Menschen. Diese Welt ist bei jenen Menschen besonders arm und lebensfremd, die in ihrem Leben immer das gleiche tun, beispielsweise ein Leben lang als Beamter oder Angestellter stur nach den Vorgaben von oben beim Staat arbeiten, und bei den Menschen besonders vielfältig und damit wertvoll, die immer wieder neue Dinge ausprobieren. 
Besonders wertvoll wird eine umfassende und vielfältige Erfahrungswelt, wenn es darum geht, selbständig schwierige Lebenssituationen zu meistern. Wer hier auf eine Schatztruhe zurückgreifen kann, die gefüllt ist mit den unterschiedlichsten Erfahrungen, hat sich die optimale Grundlage geschaffen, um sich immer wieder von neuem flexibel auf die entsprechenden Anforderungen der jeweiligen Situation einstellen zu können.

Wie sollen Menschen, denen von Kindesbeinen an, von den Eltern und ihrem näheren Umfeld (Verwandte, Freunde, gute Bekannte, Lehrer, Arbeitskollegen,...), in vielfältigster Weise vorgegeben wurde, was sie tun dürfen und was sie lassen müssen, wissen, was wahre Freiheit ist und wie sollen Menschen mit so wenig Handlungsspielraum vielfältige Erfahrungen sammeln können ?

Wie sollen Menschen, denen das kritische Fragen von den Eltern und ihrem näheren Umfeld abgewöhnt wurde, aus eigenem Antrieb heraus ihre wesentlichen Probleme erkennen (wollen) ?

Es soll jetzt dahingestellt sein, ob die Änderung unseres Bildungssystems bewußt blockiert wird oder ob das einfach aus Bequemlichkeit und Unwissenheit geschieht.

Tatsache jedenfalls ist, daß der zuvor genannte natürliche Mechanismus am wirksamsten im Kindesalter durch eine entsprechende Erziehung und Ausbildung ausgehebelt werden kann. Indem man also die Ängste und Zweifel in einem Menschen durch entsprechende Erziehungs- und Ausbildungsmethoden schürt und ihm den Glauben an sich und seine Fähigkeiten nimmt, verhindert man sehr wirksam, daß er zu sich selbst und damit zu der befreienden Erkenntnis der natürlichen Regeln (diese beschreibe ich in meinem Buch) findet.


eine Gesellschaft, an der sich alle bestmöglich beteiligen können

 

Später, wenn der Mensch dann erwachsen ist, beschäftigt man ihn (oder er sich aus Unwissenheit) mit zahlreichen Problemen, die er eigentlich nicht haben müsste - beispielsweise:

 

  • die völlig unnötigen Konkurrenzkämpfe in der Wirtschaft, anstatt daß die Unternehmen konstruktiv zusammenarbeiten, 
  • die zahlreichen Probleme, die eine immer weiter ausufernde Bürokratie verursacht oder 
  • die zahlreichen unsinnigen und angstmachenden Aussagen, die von einigen Führungskräften in der Kirche, der Politik und der Wirtschaft erdacht und mit Hilfe der Medien möglichst weit verbreitet werden.

Als Ersatzbefriedigung für das unerfüllte Leben dienen der großen Masse der Konsum häufig völlig unnützer Massenprodukte und -dienste und auch die zahlreichen Stars und Genies, die stellvertretend für sie die Träume und Sehnsüchte ausleben bzw. die ihre Ängste und Zweifel bestätigen, nämlich daß sie selbst es nicht schaffen können (Stars und Genies, die angeblich fehlerlos und ohne Makel sind) oder gar nicht schaffen wollen (Stars und Genie, die abstürzen oder vor den Massen geschützt werden müssen). 

Das hat zur Folge,
daß die Zahl der Menschen, die unzufrieden sind und/oder mit Armut und Krieg konfrontiert werden, stetig zunimmt. Es gibt nur sehr wenige Menschen, die sich wirklich wohlfühlen - das gilt für arme und auch für sehr viele, die im materiellem Wohlstand leben. Nur ein sehr kleiner Teil der gesamten Menschheit lebt im Wohlstand und Frieden.

Das können wir aber ändern !

 

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© Martin Glogger
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