Was sind die Hauptursachen für die Probleme in unserem Bildungssystem - Teil 1 ?

 

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Beim neuen Bildungssystem wird das Schöpfungskonzept, das jeden Menschen mit eigenen Wesensmerkmalen (Begabungen, Charakter, Gesundheit) ausgestattet hat, beachtet und die Art und Weise wie Menschen eigentlich von Natur aus lernen, gefördert.

Jeder Mensch wurde von der Natur mit ganz bestimmten Begabungen, Charakterstärken und -schwächen und einer Grundgesundheit ausgestattet. In Kombination mit anderen menschlichen Wesensmerkmalen (Leidenschaften, Werte, Erfahrungen, Erkenntnisse) hat so jeder Mensch seine einzigartige Lebensaufgabe, mit der er einen besonders wertvollen, weil einzigartigen Beitrag zu seinem eigenen und zum Allgemeinwohl leisten kann. Diese Tatsache ist kein Zufall, sondern hat den Sinn, daß jeder, der seine Lebensaufgabe ausführt, einzigartige Stärken in die Gesellschaft (Menschheit) einbringt und damit die einzigartigen Schwächen anderer ausgleicht. Dieses Schöpfungsprinzip kann seine geniale Wirkung umso mehr entfalten, je mehr Menschen ihre einzigartige Lebensaufgabe ausführen. Weitere hierzu relevante Informationen finden Sie unter der vierten  natürlichen Regel, die ich in meinem Buch "Netzwerkkompetenz - warum ?" näher beschrieben habe. 

Die Lebensaufgabe ist letztendlich die Antwort auf die Frage: Wie können wir den natürlichen Egoismus jedes einzelnen Menschen bestmöglich zum Wohle aller nutzen ?  

Indem wir jeden Menschen mit Hilfe einer entsprechenden Erziehung und Ausbildung (mein Grundkonzept für ein neues Bildungssystem) an seine Lebensaufgabe heranführen und ihm die Umgebung schaffen, in der er seine Lebensaufgabe auch ausführen kann.

Es geht also darum, dem Menschen zuerst einmal bewußt zu machen, daß er eine einzigartige Lebensaufgabe zu erfüllen hat und daß es sich für ihn lohnt, sich auf den Weg zu machen, diese Aufgabe zu finden. Lohnt deshalb, weil er sich so auf dem sichersten (nicht leichtesten) aller möglichen Wege befindet, ein zufriedenes und erfülltes Leben zu haben. Falls es mit Hilfe entsprechenden Anstrengungen gelungen ist, den betreffenden Menschen davon zu überzeugen, daß es ein sehr gutes Ziel ist, seine Lebensaufgabe zu finden, dann wird das daran zu erkennen sein, daß dieser Mensch den Weg zum Ziel ernsthaft und wahrhaftig geht und damit einen großen Teil seiner geistigen und seelischen Energie darauf richtet, dieses Ziel zu erreichen (anstatt wie gegenwärtig, sich ohne konkretes Ziel auf dem Ozean des Lebens treiben zu lassen). Eine besonders wichtige Aufgabe des Lehrenden ist es dabei, den Menschen bestmöglich auf diesem Wege zu unterstützen und so seine Motivation, seine Lebensaufgabe zu finden, auf hohem Niveau zu halten.

Das wesentliche Ziel für Lehrkräfte muß es also sein, den heranwachsenden Lernenden an seine Lebensaufgabe heranzuführen und ihm beizubringen, wie er sich autodidaktisch in beliebige Wissensgebiete einarbeiten und das konstruierte Wissen produktiv nutzen kann. Es geht darum, die gesamten schöpferischen Fähigkeiten des jungen Menschen zu entfalten und für seine Mitmenschen nutzbar zu machen

Hinweis

Es ist wichtig, in diesem Zusammenhang klarzustellen, daß all die Menschen, die bisher unsere Weltgeschichte geschrieben haben, ihr individuelles Wesen im Rahmen ihrer Lebensaufgabe entfalten konnten und dabei Großartiges und Erhebendes für die ganze Menschheit geleistet haben, beispielsweise indem sie das Penicillin, die Demokratie oder den Otto-Viertaktermotor in die Welt gebracht und damit auf besonders wertvolle Art und Weise zur Weiterentwicklung der Menschheit beigetragen haben. In diesem Zusammenhang ist das von mir entwickelte Lehrkonzept dann erfolgreich, wenn es maßgeblich dazu beiträgt, die Zahl derjenigen Menschen um ein Vielfaches zu erhöhen, die mit ihren einzigartigen Ideen bzw. deren praktischen Umsetzung im Rahmen entsprechender Produkte und Dienste große, aber auch kleine und kleinste Kapitel der Weltgeschichte mitschreiben.

Anstatt den Lernenden also das Fragen abzugewöhnen, sie durch die Vorgaben (Lehrpläne) einer sogenannten "moralischen Elite" (Bildungsminister, höhere Beamte,...) von oben herab zu gängeln (ihnen ihren natürlichen Egoismus abzugewöhnen) und sie mit (Fach-)Wissen förmlich zu überschütten, wäre folgende Lehr- bzw. Erziehungsmethode wesentlich effektiver, da sie der Art und Weise wie Menschen eigentlich von Natur aus lernen entspricht.

Die Lehrenden (Lehrkräfte, Eltern) motivieren die Lernenden (Erwachsene, Jugendliche, Kinder) erst einmal zum Lernen. Konkret bedeutet das, sie lassen den Lernenden seine natürliche Neugierde so weit als möglich ausleben.  Die Lernenden sollen die für die Kompetenzen wirklich wichtigen Erfahrungen Schritt für Schritt selbst machen und sich ihre Welt durch eigene Fragen (die von den Lehrenden so gut als möglich beantwortet werden) erschließen. Die Lehrenden erziehen also dem Wesen des Lernenden angemessen, nicht wie sie es selbst in der Schule oder in den alten Industriebetrieben erfahren mussten. 

Reife, lebenserfahrene Lehrende unterstützen die Lernenden so gut es geht, auf ihrem Weg, anstatt ihnen den sogenannt richtigen Weg vorzuschreiben und sie zu gängeln.

Danach gibt der Lehrende die Lernziele vor, beschreibt den groben Lernweg und vermitteln den Lernenden wichtiges Grundwissen (z. B. die natürlichen Regeln und die Regeln zur konstruktiven zwischenmenschlichen Zusammenarbeit). 

Da jeder Mensch auf andere Informationen, Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen zurückgreift wie der jeweils andere und deshalb jeder eine bestimmte Information auf seine ganz individuelle Art und Weise zu seinem Wissen verarbeitet, stellt der Lehrende den Lernenden lediglich eine Lernanleitung zur Verfügung und läßt ihnen ein Maximum an Handlungsspielraum und persönlicher Gestaltungsfreiheit, so daß Sie möglichst selbstbestimmt und selbstorganisiert lernen können.

Dies können die Lernenden, indem sie im Rahmen der Lernziele und des grob vorgezeichneten Lernwegs, mit Hilfe ihres Grundwissens und der Lernanleitung, die vielfältigsten praktische Erfahrungen sammeln und sich ihr Wissen durch eigene Fragen und der Suche nach den entsprechenden Antworten weitestgehend selbst und in Zusammenarbeit mit anderen konstruieren. Falls die Lernenden Fragen stellen, so werden diese vom Lehrenden gerne und so verständlich wie möglich beantwortet.

Am Ende diskutiert der Lehrende mit den Lernenden über die Erfahrungen, die sie gemacht haben und das Wissen, das sie selbst konstruiert haben und stellt dabei auch Zusammenhänge zum anfangs vermittelten Grundwissen her. 

Die Lerninhalte werden dann noch einmal vom Lernenden durchgelesen (vom Lehrenden vorgetragen), jetzt aber mit dem großen Unterschied, daß die Lernenden über viele relevante Erfahrungen und selbst gewonnene Erkenntnisse verfügen und so die Lerninhalte mit persönlichen Erfahrungen und Erkenntnissen in Verbindung bringen und so nachhaltig im Gedächtnis abspeichern können. Damit der Lernende die von ihm als besonders wichtig empfundenen Lerninhalte später schnell und einfach nachlesen kann, faßt er diese am Ende mit eigenen Worten noch einmal schriftlich zusammen


Schreiben lernen

 

Den Lernerfolg kann dann der Lehrende durch entsprechende Wiederholungsfragen und Aufgaben, die er den Lernenden stellt, vor allem aber anhand der von den Lernenden in ihrem Lernportfolio beschriebenen Erfahrungen und Erkenntnisse beurteilen. In diesem Lernportfolio hat der Lernende seine persönliche Lerngeschichte von Anfang bis zum Ende dokumentiert.

praktisches Beispiel:

Zuerst erfahren wir beispielsweise im Rahmen eines kurzen Vortrags einige grundsätzliche Dinge über die Natur, beispielsweise wie wichtig die Natur für unser Überleben ist. Dann beobachten wir bestimmte Tiere und/oder Pflanzen und sammeln dabei praktische Erfahrungen und stellen dann Fragen...

Zuerst erfahren wir beispielsweise im Rahmen eines kurzen Vortrags einige grundsätzliche Dinge über ein Textverarbeitungsprogramm, beispielsweise welche Hauptaufgabe es hat und welche wichtigen Teilaufgaben wir damit bearbeiten können. Dann spielen wir mit dem Textverarbeitungsprogramm und sammeln dabei praktische Erfahrungen und stellen Fragen...

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Kommentare

hört sich ja alles gut an, aber ist ziemlich aufwendig im Vergleich zur bisherigen Notenvergabe. Da bräuchtest Du zig Lehrer mehr, aber solang die Beamte sind, kannst Du die nicht bezahlen. Außerdem kannst Du da keine Leute brauchen, die deswegen Lehrer werden, weil viel Ferien sind, gibt es ja leider auch. Ich glaub, daß es etliche Leute gäbe, die das sehr gut finden würden, aber so eine Radikalreform umzusetzen, der Kampf gegen die Windmühlenflügel wird hart werden.
Aber er würde sich lohnen..

Bild von Lebensunternehmer

Gesellschaften die sich nicht bestmöglich in die zukunftweisende Bildung ihrer nachfolgenden Generationen investieren, werden das mit einer entsprechenden Reduzierung ihres Wohlstands bezahlen.

Das bedeutet konkret sie werden ärmer werden und zwar umso ärmer, je weniger sie in diese BIldung investieren. Wir sehen das ärmer werden daran, daß unser finanzielles, aber vor allem unser geistiges (kreatives) Vermögen als Gesellschaft geringer wird.

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