selbstgewolltes, sinnerfülltes Lernen statt von oben herab befohlenes Lernen

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Wie komme ich eigentlich auf die sichere Erkenntnis, daß unser traditionelles Bildungssystem, das immerhin die Grundlage für unseren weit verbreiteten materiellen Wohlstand ist, erneuert werden muß ? 

Der große Zweifel an unserem Bildungssystem begann, als ich während meiner Diplomarbeit in aller Deutlichkeit erfahren mußte, was der große Unterschied zwischen Kompetenzen und Wissen ist. Es war am Ende meines Elektrotechnik-Studiums (Sommer 1998) und ich hatte die Aufgabe, eine komplexe (von einem Mikrocontroller gesteuerte) Schaltung zu bauen und den betreffenden Mikrocontroller zu programmieren. Ich hatte mir während meines Studiums viel Fachwissen angeeignet, verfügte jedoch nur über sehr wenig Praxiserfahrung.

Jedenfalls wurde mir während dieser Diplomarbeit zum ersten Mal so richtig bewußt, wie schwierig es ist, das mühsam auf theoretischem Wege erlernte Fachwissen tatsächlich auf eine bestimmte Aufgabe bzw. zur Lösung der im Rahmen der Aufgabe anfallenden Probleme anzuwenden. Ich erkannte, wie wichtig praktische Erfahrungen waren (die mir fehlten) und ich erkannte, wie wichtig es war, sich mit den praktischen Erfahrungen und den vielen Fragen bzw. Antworten intensiv zu beschäftigen. Nur auf diesem Wege kann ein Anfänger im Laufe der Zeit ein Meister werden. Die vielfältigen, eigenen Erfahrungen und eigenen Erkenntnisse also sind es, die den Meister eindeutig vom Anfänger unterscheiden. Ich war also der Anfänger und ich fühlte, daß das halbe Jahr, in dem die Diplomarbeit abzuschließen war, niemals ausreichen würde, um wirklich aus den zahlreichen Erfahrungen, die ich während der Diplomarbeit gemacht hatte, die so wertvollen eigenen Erkenntnisse zu gewinnen. Nicht zuletzt hätte ich auf diesem Wege auch eine individuelle und konstruktive Hilfestellung bei Bedarf benötigt, Menschen also, die gerne und verständlich Fragen beantworten und mich kompetent auf meinem Weg begleiten. Da auch ein solcher Mentor nicht verfügbar war und auch das Internet keine geeignete Alternative bot, weil ich zu der Zeit noch nicht kompetent damit umgehen konnte, entschloss ich mich einfach dazu, das zu machen, was mich schnell zu meinem Diplom führte.

Ich erhielt am Ende jedenfalls mein Diplom und nach einigen Bewerbungen hatte ich eine passende Arbeitsstelle gefunden. Dort machte ich noch viele weitere Erfahrungen, die mir nach und nach die Gewissheit brachten, daß ich irgendwie noch nicht die Aufgabe gefunden hatte, die ich mit Freude und kompetent erfüllen kann.

Da stand ich nun vor einem Berg mit unbequemen Fragen, auf die sicher schmerzhafte Antworten folgen würden. Sollte die wahrlich große Anstrengung, mit der es verbunden war, die riesigen Mengen an Fachwissen zu lernen, um die Prüfungen zu bestehen, völlig umsonst gewesen sein ? Wie viele meiner Mitmenschen auch blendete ich diese äußerst unbequemen Fragen aus und stellte mich den Vorboten der Wahrheit (den Antworten auf die Fragen) nicht. Ich dachte, die Probleme würden sich im Laufe der Zeit weitestgehend von selbst lösen. Letztendlich habe ich mir, wie viele meiner Mitmenschen das auch tun, selbst etwas vorgemacht, ich wollte die Realität nicht wahrhaben. 

Wer eine Aufgabe mit Freude und kompetent erfüllen möchte, muß das entsprechende Wesen haben.

Leider konnte ich damals noch nicht genau erkennen, woran es genau lag, da ich einfach noch zu wenig wußte. Wie ich heute nach tiefgründigem und jahrelangem Nachdenken herausfand, war die Hauptursache für die Probleme, die ich damals hatte, daß die Aufgabe und mein Wesen nicht optimal harmoniert haben. Ich hatte mir viel zu wenig Gedanken darüber gemacht, ob ich mit meinem Wesen (meine Begabungen, Leidenschaften, Werte, Charakterstärken- und -schwächen und mein gesundheitlicher Zustand) wirklich dazu geeignet bin, eine solche Aufgabe mit Freude und kompetent zu erfüllen. Irgendwie fand ich es interessant, Mikrocontroller zu programmieren, aber es fehlte jeder persönliche Bezug dazu und die Aufgabe war nicht wirklich von mir selbst gewählt. Jetzt weiß ich, was mir damals am meisten fehlte: es war die Leidenschaft, ich war nicht mit dem Herzen dabei.

Es kam, wie es kommen mußte, die innere Kämpfe wurden dermaßen unerträglich, daß ich mich entschloss, meine Arbeitsstelle als Dipl. Ing. zu kündigen und wurde vom gegängelten Lohnarbeiter zum freien Unternehmer. Dadurch und durch meine finanziellen Ersparnisse hatte ich den notwendigen Handlungsspielraum, um eine für mich geeignete Aufgabe zu finden. Was jetzt noch fehlte, war die individuelle und konstruktive Hilfestellung bei Bedarf, die ich letztendlich im freien Zugang zum Internet bzw. zu den dort von anderen Menschen veröffentlichten Informationen (ihre Erfahrungen, ihre Erkenntnisse, ihre Fragen, ihre Antworten, ihre Ideen, ihre Tipps, ihre Tricks,...), fand. 

Der Weg zu meiner Lebensaufgabe (natürliches Lernen) unterschied sich grundlegend von dem Weg zum Elektro-Ingenieur (von oben herab befohlenes Lernen). Es ging nicht mehr so sehr darum, die von anderen Menschen (mehr oder weniger klar) vorgegebenen Lernziele (jeder hält sein Fach für das wichtigste und möchte möglichst viel von seiner Sichtweise auf dieses Fachwissen vermitteln) zu erreichen und das über entsprechende Prüfungen nachzuweisen, sondern vor allem darum, selbstbestimmt und selbstorganisiert zu arbeiten. 

Das bedeutete für mich, meine eigenen Ziele setzen, mir selbst einen Weg überlegen, der zu diesem Ziel führt und vor allem, mich selbst jeden Tag dazu motivieren, den Weg zu diesem Ziel zu gehen. Ich entschied nun selbst, welche Inhalte zum Erreichen der Ziele wertvoll und welche weniger wertvoll waren, diskutierte mit anderen über die Inhalte, stellte und beantwortete Fragen und entschied selbst, welche Aufgaben in welcher Reihenfolge erfüllt werden müssen. Weiterhin galt es die im Rahmen der Aufgaben anfallenden Probleme selbst als solche zu erkennen, diese Probleme klar und verständlich zu beschreiben und entsprechende Lösungen zu finden. Wie ich die Probleme effektiv löse, habe ich in meiner Problemlösungsmethode zusammengefaßt. Zum Probleme lösen benötigt man ein (fachübergreifendes) Wissen, das ich mir ebenfalls auf autodidaktischem Wege selbst konstruiert habe. Auch hierfür habe ich mir eine entsprechende Methode ausgedacht, die ich Wissenskonstruktionsmethode genannt habe. Damit ich schnell auf die Informationen/Quellen und auch auf die jeweils relevanten Lerninhalte zugreifen konnte, habe ich die gemeinsame/individuelle Internetquellensammlung bzw. ein allgemein anwendbares Ordnungssystem entwickelt. Darüber hinaus habe ich mir noch viele weitere Methoden bzw. Systeme ausgedacht, mit denen ich Informationen/Quellen systematisch finden, bewerten, leicht wiederauffindbar abspeichern und letztendlich produktiv nutzen kann.

Jetzt konnte ich mir das Fachwissen aneignen und es sofort praktisch anwenden oder, wie auch häufig der Fall, ich sammelte zuerst praktische Erfahrungen, suchte mir dann das Fachwissen, um mir zu erklären, was ich da eigentlich gemacht habe. Anstatt mein Wissen durch von oben herab befohlene Prüfungen nachzuweisen, mußte das jeweilige Problem gelöst werden. Jede Teillösung brachte mich einen Schritt näher zu meinem Ziel - eine Aufgabe, die ich mit Freude und kompetent erfüllen und mit der ich meinen Lebensunterhalt verdienen kann.

Während das traditionelle Notensystem vorwiegend mißt und bewertet, wie gut sich jemand Fachwissen aneignen und sich in herrschende Systeme einfügen kann, ging es jetzt darum, die Kompetenzen, also die Erfahrungen bzw. Erkenntnisse, zu bewerten. Diese habe ich im Rahmen meines Buches, meines Lehrgangs und meiner Konzepte für jeden Interessierten nachvollziehbar dokumentiert und dabei gleichzeitig meine Schreibfähigkeiten trainiert. Schreiben ist die beste Methode, um klares Denken zu trainieren. Nur klare Gedanken können letztendlich klar und verständlich dokumentiert werden. Klares Denken ist die wichtigste Grundfähigkeit eines Menschen, der in einer Informationsgesellschaft erfolgreich sein möchte. 

Fazit:

Was habe ich Wesentliches gelernt ?

Ich habe ganz allgemein eine große Achtung vor den Menschen gewonnen, die unsere Technologien entwickeln bzw. nutzbringend anwenden, weil ich selbst erlebt habe, was für eine anstrengende Tätigkeit das ist. Ich bewundere Menschen, die sich komplexe elektronische Schaltungen ausdenken können; das dazu notwendige Wissen interessiert mich, aber ich könnte niemals diese Schaltungen voller Hingabe und Leidenschaft (wie ich sie bei der Entwicklung meiner Konzepte empfinde) entwickeln. Nicht zuletzt konnte ich zumindest in den Unternehmen, in denen ich gearbeitet habe, nicht mit meinen Werten in Einklang leben, was aber die Grundvoraussetzung dafür ist, daß ein Mensch sich wohlfühlen kann. 

Erst jetzt, wo ich meine Lebensaufgabe gefunden habe, kann ich den großen Unterschied zwischen einem Job, der als Geldverdienstquelle dient, und einer erfüllenden Aufgabe wirklich erkennen, ich:

  • darf jetzt aus einer unsichtbaren, inneren Kraftquelle schöpfen

  • darf immer tiefer in das Abenteuer "Leben" einsteigen und immer mehr erkennen

  • bin wirklich sehr gut in dem, was ich tue

  • bin auf dem Weg zu meiner Lebensaufgabe zu einem mündigen Menschen herangereift und habe das wirklich Wichtige im Leben erkannt (alle und damit auch ich selbst sollen sich weitestgehend wohlfühlen)

  • nehme aktiv am Leben teil und habe deshalb zahlreiche Bedürfnisse, die andere im Rahmen ihrer Lebensaufgabe befriedigen können 

  • bin zufrieden und möchte deshalb auch, daß meine Mitmenschen sich wohlfühlen

  • kann selbst für meinen Lebensunterhalt sorgen und bin deshalb finanziell relativ unabhängig und kann zudem wirksam dazu beitragen, die Steuer- und Soziallasten meiner Mitmenschen zu reduzieren

  • ...

Der Unterschied zwischen einem Job, der als Geldverdienstquelle dient, und einer erfüllenden Aufgabe ist übertragen auf eine Reise in etwa so wie der Unterschied zwischen einem Urlaubsvideo und einer Individualreise vor Ort, während man mit dem Video passiv berieselt wird, nimmt man die Individualreise mit allen 5 Sinnen wahr - man erlebt sie.

Ich habe auf dem Weg zu meiner Lebensaufgabe die Art und Weise, wie Menschen eigentlich von Natur aus lernen, wiederentdeckt.

Konkret bedeutet das, lernen durch:

  • kritisches und möglichst vorurteilsfreies Fragen 
    (Ich kann nur wissen, wonach ich fragen kann !)

  • Beobachtung und Nachahmung 

  • Versuch und Irrtum

Wenn ich diese natürlichen Lernmethoden mit der Art und Weise vergleiche, wie ich im Rahmen des traditionellen Bildungssystems (Frontalunterricht) lernen musste, so kann ich nur sagen, daß keine der Methoden auch nur annähernd zufriedenstellend angewendet wurde. Fragen nur, wenn es unbedingt sein muß und auf keinen Fall dumme Fragen bzw. Fragen, die andere dumm finden könnten. Beobachten ja, nachahmen (mit sofortiger Rückfragemöglichkeit) nein. Das Lernen durch Versuch und Irrtum war meist auf das Theoretische (und damit Vorhersehbare)  beschränkt und gar nicht auf das einzigartige Wesen des einzelnen Menschen ausgerichtet. Die Methode wurde praktisch, wenn überhaupt, nur sehr eingeschränkt, beispielsweise im Rahmen von genau vorgegebenen Übungszeiten, Übungsplänen und Lerngruppen angewendet.

Während ich einen großen Teil des in der Schule und im Studium gelernten Wissens wieder vergessen habe, ist das Wissen, das ich mir auf dem vorher beschriebenen Wege selbst und in konstruktiver Zusammenarbeit mit anderen konstruiert habe, entweder direkt verfügbar, zumindest aber kann ich es mit Hilfe meiner maschinellen Gedächtnishilfe (die gemeinsame/ individuelle Internetquellensammlung) schnell und gezielt abrufen. 

Die Diplomarbeit und auch die Arbeit als Dipl. Ingenieur war von Anfang bis Ende ein Kampf (mit mir selbst, mit den Aufgaben und Problemen der Arbeit und dem Arbeitsumfeld), während die Entwicklung meiner bisherigen Produkte und Dienste ein anstrengendes, aber sehr spannendes Abenteuer war, an das ich mich mit größter Freude zurück erinnere.

Wegen der eben beschriebenen und vieler weiterer von mir erkannten Probleme (in der Bildung und auch der Gesellschaft im allgemeinen) habe ich mir ein Konzept für ein neues Bildungssystem ausgedacht, das langfristig die Ursachen dieser Probleme beseitigt. 

Dieses Konzept besteht aus:

  • den Lerninhalten die ich in meinem Lehrgang zusammengestellt habe
  • den Lehr-/Lernmethoden, die ich in meinem Lehr-/Lernkonzept beschreibe
  • den Lernwerkzeugen, deren kompetente Anwendung ich in meinem Konzept für die webbasierte Lernumgebung beschreibe und einem einsatzfähigen Prototypen zur praktischen Umsetzung dieses Konzepts


Buch - eine Gesellschaft, an der sich alle bestmöglich beteiligen können

 

Dieses neue Bildungssystem soll übrigens auch die Grundlage für eine Umgebung (Gesellschaft) sein, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können. Den Bauplan für diese Gesellschaft bzw. die dahinter stehende Vision beschreibe ich in meinem Buch.

Während uns das traditionelle Bildungssystem als Grundlage diente, um einen "möglichst weit verbreiteten materiellen Wohlstand" zu schaffen, dient uns das neue Bildungssystem zum Erreichen des Endziels, nämlich einen "möglichst weit verbreiteten inneren Wohlstand". Das Endziel ist, daß sich alle Menschen weitestgehend wohlfühlen und nicht nur einige wenige (teilweise auf Kosten der anderen). 

Der erste Schritt, um dieses Endziel zu erreichen, war die technische Weiterentwicklung der einfachen Dampfmaschine hin zur komplexen Universalmaschine "Computer" und der auf diesem Wege geschaffene, weit verbreitete materielle Wohlstand

Der zweite Schritt besteht nun darin, auf diesem materiellen Wohlstand aufbauend, nun noch einen möglichst weit verbreiteten inneren Wohlstand (Frieden und innere Zufriedenheit) zu schaffen. Eine sehr wichtige Hilfe dazu sind die computergesteuerten Maschinen und vor allem die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien. Damit die genannten Technologien aber ihr volles Potential entfalten können, müssen wir erst lernen diese kompetent für unser gemeinsames Ziel "wir alle wollen uns weitestgehend wohlfühlen" zu nutzen.

Das wichtigste aber ist das jeder von uns lernt, wie er sein Leben gemäß seinem individuellen Wesen  (Begabungen, Leidenschaften, Werte, Charakterstärken und -schwächen, die Gesundheit) möglichst sinnvoll gestalten kann. Eine Gesellschaft in der sich alle weitestgehend wohlfühlen, ist völlig undenkbar ohne entsprechend gebildete Menschen, die ein tiefgründiges Wissen darüber haben, wie sie ihr Leben möglichst sinnvoll gestalten können, warum sie sehr wertvoll sind und wie sie entscheidend zum Erfolg der gesamten Gesellschaft beitragen können.

Ein zeitgemäßes Bildungssystem ist deshalb der Schlüssel für unsere persönliche Weiterentwicklung und damit auch die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft als Ganzes. Nicht zuletzt bestimmt die Bildung der Menschen von heute bestimmt ganz wesentlich auch die Bildung der Menschen von morgen, da deren Denken, Entscheiden und Handeln von ihren vorhergehenden Generationen entscheidend mitgeprägt wird.

In der Welt des traditionellen Bildungssystems würde ich als jemand eingestuft werden, der programmieren und elektronische Schaltungen bauen kann, weil er die entsprechende Ausbildung (abgeschlossenes Studium der Elektrotechnik) absolviert und eine entsprechende Urkunde (Diplom) erworben hat.

Niemals aber ist es nach Ansicht unserer sogenannten Führungselite möglich, daß ein derart ausgebildeter Mensch über die Fähigkeiten verfügt, um ein brauchbares Konzept für ein neues Bildungssystem zu entwickeln. Solch ein Konzept können eben nur entsprechende (von der Elite) anerkannte Fachexperten entwickeln.

Das wirkliche Leben hat aber gezeigt, daß es genau anders herum war, ich habe offensichtlich das entsprechende Wesen um das Grundkonzept für ein neues Bildungssystem zu entwickeln und mir fehlen wichtige Wesensmerkmale um langfristig und auf professioneller Ebene Mikrocontroller zu programmieren bzw. elektronische Schaltungen zu entwickeln. 

Nicht das mühsam durch Gehorsam und Pflichtbewußtsein erworbene Fachwissen bestimmt also ob jemand eine Aufgabe mit Freude und kompetent erfüllt, sondern sein gesamtes Wesen (Begabungen, Leidenschaften, Werte, Charakterstärken und -schwächen, die Gesundheit). 

Das praktische Leben zeigt also eindeutig und nachweisbar die Widersprüche des alten Bildungssystems, in diesem Fall ist die Ursache der Widersprüche, daß dieses Bildungssystem das Wesen des einzelnen Menschen, der Einfachheit halber, nicht berücksichtigt. Es bedarf nämlich großer Anstrengungen, das Wesen eines heranwachsenden Menschen zu ergründen und ihn an seine Lebensaufgabe heranzuführen. Noch schwieriger wird es wohl für bereits erwachsene Menschen sich einzugestehen, daß sie für die Aufgabe, die sie einmal ausgewählt haben (viele wollten dabei wohl vor allem eine allgemein anerkannte und sichere Geldverdienstquelle haben) nicht wirklich geeignet sind und sich deshalb auf den Weg machen sollten, um das eigene Wesen zu erkennen und im Rahmen ihrer Lebensaufgabe zu entfalten.

Wer seine Augen aufmacht und genau hinschaut, der wird viele weitere Beispiele finden, die meine Behauptung bestätigen. Mir fallen gerade zwei Beispiele ein, zum einen der Mathematiker "Gunter Dueck", der uns mit seinen Büchern einen tiefen psychologischen und philosophischen Einblick in unser komplexes Wesen gibt und der Schullehrer "Thomas Gottschalk", einer der fähigsten deutschen Moderatoren. Beide tun Dinge sehr gut, die nicht gerade ihrer fachlichen Ausbildung entsprechen.

Vielleicht hat jemand Lust darauf einen Weblog zu veröffentlichen, über den diesbezügliche Erfahrungen veröffentlicht und diskutiert werden.

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