mein Erkenntnisweg


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Wie kam ich darauf, daß die Systeme und Regeln unserer Gesellschaft nicht mehr für unseren Wohlstand sorgen, sondern mittlerweile die Ursache für viel Ärger und Leid sind ?

Zuerst zweifelte ich natürlich an mir selbst und ging tief in mich und stellte dabei fest, daß mein Verhalten gegenüber meinen Mitmenschen durchaus verbesserungswürdig ist, ich aber grundsätzlich in Ordnung bin. Nachdem ich diesen Zweifel beseitigt hatte, begann ich das Wesen des Menschen kritisch zu hinterfragen. 

Wenn man sich bewußt macht, wie rücksichtslos viele Menschen mit sich selbst, ihren Mitmenschen und der Natur umgehen, drängt sich der Gedanke auf, daß der Mensch eine Fehlkonstruktion der Natur sein könnte. Ein Wesen also, das sich möglicherweise im Laufe der Zeit selbst zerstört. Nach sehr intensiven Denkprozessen kam ich aber zu dem Schluß, daß die Natur nur unser Bestes möchte und der Mensch im Laufe seiner Millionen von Jahre andauernden Entwicklungszeit vom Urzeitmenschen bis zum Jetztmenschen zu einem weitestgehend perfekten Geschöpf herangereift ist und daß jeder Mensch auf Grund seines Wesens einzigartig ist.
Wenn also weder ich selbst noch der (Mit-)Mensch bzw. die Natur, die uns schuf, dafür verantwortlich ist, daß ich schmerzvolle Erfahrungen machen mußte, wer konnte dann noch dafür verantwortlich sein ? 

Ich dachte also weitere Jahre darüber nach und kam schließlich zu der Erkenntnis, daß es unsere nicht mehr zeitgemäßen Systeme und Regeln sind, die uns mit Problemen beschäftigen, die wir eigentlich nicht haben müssten. Mit Systemen ist dabei das Bildungssystem, das politische System und das wirtschaftliche System gemeint und mit den Regeln beispielsweise die unzähligen Gesetze und Verordnungen, die traditionellen Moralvorstellungen oder die ungeschriebenen gesellschaftlichen Regeln (die vor allem auf dem Land noch hohe Gültigkeit besitzen).

Die herrschenden Systeme und Regeln lassen einen glauben, daß nur die Menschen wertvoll sind, bei denen die traditionellen Erziehungs- und Ausbildungsmethoden ihre volle Wirkung entfalten konnten und die sich deshalb systemkonform verhalten - ihr Wesen (ihre Begabungen, ihre Leidenschaften, ihre Werte, ihren Charakter) also nur dann entfalten, wenn es im Rahmen der herrschenden Systeme und Regeln machbar ist. 

Während also ein Teil der Menschen in unserer Gesellschaft auf Grund der herrschenden Erziehungs- und Ausbildungsmethoden damit klar kommt, das sie ihr Wesen nur eingeschränkt oder gar nicht entfalten können, ist es für den anderen Teil der Gesellschaft (viele, viele Millionen Menschen) ein tagtäglicher Angriff auf ihr Selbstwertgefühl. Diese Menschen müssen sehr viel Energie dafür aufwenden, sich gegen diese Angriffe zu verteidigen. Wäre es nicht sinnvoller, wenn man diese Menschen mit einem bedingungslosen Grundeinkommen wie es Götz W. Werner (Gründer der Drogeriemarktkette "dm") fordert, dabei zu unterstützen ihr Wesen zu entfalten. 

Dieser tagtägliche Kampf bleibt natürlich nicht ohne Folgen, wie die dramatische Zunahme von gescheiterten Existenzen und Menschen mit psychosomatischen (also seelisch bedingten) Erkrankungen, die unvorstellbare Zahl von ca. 15 000 Selbstmördern jedes Jahr, die hohe Zahl geschiedener Ehen, die zunehmende Gewalt an Schulen (Attacken gegen Mitschüler und Lehrer, Zerstörung von Schuleigentum,...), usw. beweisen. Wer sich nicht systemkonform verhält, wird von der herrschenden Minderheit ausgegrenzt. Diejenigen, die mit den geltenden Systemen und Regeln nicht (mehr) klarkommen, werden einfach als Spinner, sozial Schwache, psychisch Kranke, nicht Ausbildungsfähige usw. abgestempelt. Da inzwischen immer mehr Menschen den Sinn unserer Systeme und Regeln anzweifeln und sich zu denen gesellen, die schon immer dagegen waren, werden immer mehr Menschen aus der Gesellschaft ausgegrenzt. 

Da diese Systeme und Regeln einen großen Teil der Menschen unserer Gesellschaft an der natürlichen Entfaltung ihres Wesens hindern, sie also nicht eine Aufgabe ausführen können, bei der sie ihre Begabungen, Leidenschaften und Werte ausleben können, fühlen sich viele nicht wirklich wohl, vermeiden es aber, offen und ehrlich darüber zu sprechen, um nicht bei ihren Mitmenschen (vor allem den systemkonformen) anzuecken. 

Man sollte sich dabei auch bewußt machen, daß eine Regierung, die an den alten Systemen und Regeln festhält, nicht nur einen für jeden klar nachvollziehbaren Schaden anrichtet, sondern einen noch viel größeren Schaden, den hinterher keiner mehr beweisen kann. Wer kann schon genau sagen, wie viele Menschen durch die nicht mehr zeitgemäßen Systeme und Regeln demotiviert wurden und weiterhin werden und deshalb nur noch das nötigste tun, schwarz arbeiten, der Gesellschaft bewußt schaden, keine Unternehmen gründen oder sich sonst wie in der Gesellschaft nützlich machen. Für diesen Schaden, den eine Minderheit anrichtet müssen letztendlich alle (mit hohen Steuer- und Sozialabgaben) bezahlen.

Am Ende werden alle Verantwortlichen (jene die es getan haben und jene die nichts dagegen getan haben) viele gute Gründe finden, warum sie richtig gehandelt haben und deshalb unschuldig sind (praktische Beispiele hierfür liefern die historischen Zeugnisse des 1. und des 2. Weltkriegs) oder wie es Günther Eich formulierte:

Denke daran, daß nach den großen Zerstörungen jedermann beweisen wird, daß er unschuldig war.

Um die Zerstörung so gering wie möglich zu halten, sollten wir also die Systeme und Regeln auf die unsere Gesellschaft aufbaut, fortlaufend hinterfragen und prüfen ob sie uns alle wirklich unserem gemeinsamen Ziel (gibt es derzeit überhaupt noch ein solches gemeinsames Ziel ?) näher bringen. 

Gemeinsame Systeme und Regeln verlieren ihre Gültigkeit dann, wenn sie die Gesellschaft nachweislich nicht mehr voranbringen.

Das Ziel unserer ausklingenden Industriegesellschaft war es einen weitverbreiteten materiellen Wohlstand zu schaffen. Wenn man sich in den Supermärkten, auf den Straßen und in den vielen Neubausiedlungen umsieht, kann dieses Ziel als weitestgehend erreicht angesehen werden. 

Auf dem Weg zu dem genannten Ziel haben wir unsere Technologien in großen Schritten weiterentwickelt.

Diese Technologien sind:

  • die computergesteuerten Maschinen,
    die uns von monotonen und gefährlichen Arbeiten befreien und uns damit den Spielraum geben, Aufgaben auszuführen, bei denen wir unsere Begabungen, Leidenschaften und Werte bestmöglich entfalten können

  • die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien
    die es uns ermöglichen, relativ unabhängig von Zeit und Ort mit unseren Mitmenschen (die das gleiche Ziel haben) konstruktiv zusammen zu arbeiten; mit Hilfe dieser Technologien können mündige Menschen funktionierende Netzwerke als Alternative zu den bestehenden Hierarchien aufbauen.

Mutige und tatkräftige Menschen haben diese wichtigen technischen Entwicklungen nun in weniger als einem Jahrhundert geschaffen und wir müssen nun den nächsten Schritt gehen, nämlich uns selbst weiterentwickeln. 

Die wichtigste Voraussetzung hierfür ist eine Neuformulierung unserer Systeme und Regeln. Diese sollen uns nun zu folgendem neuen Ziel führen:

Alle Menschen fühlen sich weitestgehend wohl, weil sie ausreichend materiellen Wohlstand haben und eine Aufgabe (die Lebensaufgabe) erfüllen, in der sie ihre Begabungen und Charakterstärken einbringen können, die ihnen am Herzen liegt und im Rahmen derer sie mit sich (also mit ihren Werten) in Einklang leben können. 

Die Menschen, die ihre Lebensaufgabe bereits gefunden haben und mit Freude und kompetent erfüllen, geben uns allen ihr Bestes (ihre Kreativität, ihre besonderen Fähigkeiten, ihr Fach- und vor allem ihr Erfahrungswissen,...), so daß nicht nur die betreffenden Menschen selbst, sondern auch ihre Mitmenschen maximal von der bevorstehenden Weiterentwicklung profitieren. 

Halten wir dagegen an unseren alten Systemen und Regeln weiterhin fest, so werden wir uns immer weiter von einer Gesellschaft entfernen, in der sich alle weitestgehend wohlfühlen (wirklich zufrieden sind) und ausreichend Geld zum Leben haben. 

Wir leben heute in einer Gesellschaft, die den einzelnen Menschen vor allem danach bewertet, wie viel Geld sich mit ihm erwirtschaften läßt. 

Wertvoll ist wer sich im Sinne der alten Systeme und Regeln verhält, also sein Leben für die Karriere opfert oder zumindest brav und fleißig und ohne murren und knurren seine Arbeit erledigt. Wertvoll ist auch wer brav und ohne kritische Einwände (gedankenlos) seine Steuern, Abgaben und Rechnungen bezahlt. 

Wertlos sind dagegen alle, die das von oben befohlene und organisierte Spiel nicht mitspielen, also beispielsweise jene, die eine Aufgabe erfüllen möchten, die nicht ins herrschende System passt (Sozialunternehmer, alle gesellschafts- bzw. systemkritische Aufgaben,...) oder die aus Rationalisierungsgründen nicht mehr mitspielen können.

Praktische Beispiele dieser aktuellen Fehlentwicklungen sind:

  • immer mehr Menschen haben keine sinnvolle oder überhaupt keine Aufgabe (Hartz IV-Empfänger, Sozialhilfeempfänger,...),

  • fortlaufende Erhöhung der Steuern und Sozialabgaben, 

  • die Gewinne der Aktienunternehmen werden von den menschlich schwachen Großaktionären (Stichwort: Habgier) eingezogen und die Verluste übernimmt der brave und fleißige Bürger in dem er kräftig Steuern und sonstige Abgaben bezahlt

  • zunehmende Einsparungen im Bildungsbereich durch verkürzte Ausbildungszeiten, anstatt die Lehrmethoden grundlegend zu ändern,

  • fortlaufende Erhöhung der Lebenshaltungskosten (Nahrungsmittel, Preise für Dienstleistungen,...),

  • die harten Fakten (Arbeitslosenzahlen, Kosten für Bürokratie und unnötige Konkurrenzkämpfe,...) werden immer skrupelloser verschleiert (Globalisierung, sogenannte Weltwirtschaftskrise, weltweite Finanzkrise, Terrorismus,...), 

  • ...

Eine solche Gesellschaft entwickelt sich mehr und mehr zu einer Horrorgesellschaft, in der eine Minderheit in völligem materiellen Überfluss lebt, während ein Grossteil ihrer Mitmenschen ihrem Leben keinen Sinn geben dürfen und in die Abhängigkeit von staatlichen Almosen gedrängt werden.

Wie man an den tatsächlichen Zuständen in unserer Gesellschaft also unschwer erkennen kann, geht es nicht, sich mit beständigen kleinen Veränderungen an die sich ändernde Welt anzupassen, sondern es muss ein großer Schnitt gemacht werden. Immer wieder kleine Veränderungen verunsichern Menschen fortlaufend und nehmen ihnen letztendlich die Kraft für die Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit und behindern damit die Weiterentwicklung der gesamten Gesellschaft. Außerdem schaffen diese kleinen Veränderungen in einem komplexen (eigentlich längst nicht mehr von oben herab planbaren) System wie unserer Gesellschaft meist neue, häufig sogar noch schwerwiegendere Probleme.

Wie gefährlich pflichtbewußte und an Traditionen gefesselte Anpasser in unserer neuen Welt leben, soll folgendes Beispiel (dem in Zukunft ganz sicher noch viele folgen werden) zeigen: 
Vor gut 10 Jahren noch hat der weltweit tätige Online-Shop-Anbieter "Amazon" hohe Verluste hinnehmen müssen und wurde von seinen deutschen Mitbewerbern, die damals noch das Internet für eine vorübergehende Erscheinung hielten, siegessicher belächelt. Heute gibt es viele von denen, die damals gelacht haben, nicht mehr oder sie mußten zumindest große Marktanteile an Amazon abgeben, weil ein Mutiger und Tatkräftiger, der fest an sich und seinen Erfolg geglaubt hat, etwas für möglich hielt, was andere, die nur an Fakten und Zahlen interessiert sind, nicht sehen konnten

Der erfolgreiche Online-Händler muß in der Lage sein, wichtige Mehrwerte, die er offline dem Kunden nicht zur Verfügung stellen kann, überhaupt erst zu erkennen und diese dann im Internet besser anzubieten als die Mitbewerber. Amazon bietet beispielsweise zu vielen Produkten (Bücher, Hörbücher, Elektronikartikel,...) Rezensionen und darüber hinaus noch viele weitere Informationen an, wie etwa Redaktions- und Leser-Empfehlungen, Klappentexte, Autorenkommentare, weitere Bücher des Autors, Käuferhitlisten und automatisierte Bestellvorschläge für Produkte, die von anderen Kunden im Zusammenhang mit dem betreffenden Produkt gekauft wurden.
Professionelle Online-Händler, aber auch private Anwender können den virtuellen Marktplatz von Amazon nutzen um ihre Produkte zu verkaufen oder günstig einzukaufen. Die Verkäufer können ihre Verkaufschancen wesentlich verbessern, weil sie von der Bekanntheit von Amazon profitieren können. Über eine öffentlich zugängliche Programmierschnittstelle (API) können kleine Softwareentwickler Geld verdienen, in dem sie innovative Anwendungen für die elektronische Handelsplattform von Amazon programmieren.

Das Internet bietet übrigens  nicht nur einigen wenigen großen Anbietern eine Chance, sondern auch vielen kleinen. Ein amerikanischer Medienwissenschaftler bringt es auf den Punkt: "Das Web ist kein Massenmarkt, sondern die Chance für eine Masse von Märkten."

Der richtige Weg wäre also, nicht wie bisher unendlich viel Energie damit zu verschwenden, um sich ausschließlich mit den Folgen unserer unzähligen Probleme zu beschäftigen, sondern zuerst einmal die wesentlichen Ursachen aller unserer Probleme zu beseitigen:

  • Unsere Erziehungs- und Ausbildungsmethoden ignorieren das Schöpfungskonzept, das jeden Menschen mit eigenen Wesensmerkmalen (Begabungen, Charaktereigenschaften, Gesundheit) ausstattet und unterdrücken die Art und Weise, wie Menschen eigentlich von Natur aus lernen (selbst erfahren und sich mit diesen Erfahrungen aktiv auseinandersetzen)

  • Die Menschen werden vorwiegend nach Noten bzw. ihrer Anpassungsfähigkeit an die herrschenden Systeme und Regeln (die uns mittlerweile mit zahlreichen Problemen beschäftigen, die wir nicht haben müssten) ausgewählt, anstatt danach, ob sich der Mensch auf Grund seines Wesens tatsächlich für die betreffende Aufgabe eignet

  • Die Menschen werden über Hierarchien geführt, anstatt daß alle (nun mit Hilfe der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien weitestgehend zeit- und ortsunabhängig) im Rahmen von Netzwerken konstruktiv zusammenarbeiten 

Um die zuvor genannten wesentlichen Ursachen unserer vielfältigen Probleme zu lösen, bedarf es eines eleganten Konzepts und mutiger und tatkräftiger Menschen, die dieses Konzept konsequent in die Praxis umsetzen. 

Ich habe den Eindruck, daß unsere pflichtbewußten Führungskräfte in Politik und Wirtschaft sehr viel Zeit dafür aufwenden, um komplizierte Pläne auszuarbeiten, in denen sie auf alle möglichen Fragen nach Antworten suchen und die ihnen die Sicherheit geben sollen, auch noch so kritische Fragen beantworten zu können.

Sie formulieren ein umfassendes und komplexes Regelwerk mit detaillierten Einzelanweisungen, um so die Illusion in die Welt zu setzen, für jedes Problem eine Lösung zu haben. Falls sich dann doch Probleme ergeben, mit denen vorher keiner gerechnet hat, so wird dieses Regelwerk entsprechend erweitert. Daß diese Strategie in der Praxis nicht funktioniert, beweist unser komplexes Steuer- und Rechtssystem mit seinen vielen tausend Gesetzen, Verordnungen und Klauseln aus der Sicht jener, die unten an der Front damit zu tun haben (Erfinder, Visionäre, Unternehmer, Ärzte, Beamte in den unteren Hierarchieebenen,...). Dieses Regelwerk schränkt den Handlungsspielraum unserer Erfinder, Visionäre und Unternehmer, die ihre Ideen in die Praxis umzusetzen möchten, ein und hindert sie vor allem daran, flexibel auf die sich rasch ändernden (weltweiten) Markt- und Wettbewerbsbedingungen (Stichwort: Globalisierung) zu reagieren. Da das umfassende und komplexe Regelwerk mittlerweile nur noch von speziell ausgebildeten Juristen verstanden wird, befindet sich jeder Nichtjurist in ständiger Gefahr gegen ein Gesetz zu verstoßen - besonders gefährdet sind dabei jene Mitmenschen die aktiv am Leben teilnehmen, beispielsweise Erfinder, Visionäre, Unternehmer und Künstler.

Im Grunde entstehen solche komplexen Regelwerke, weil Menschen Angst haben, Fehler zu machen bzw. auf alle Ereignisse eine passende Antwort parat haben möchten, anstatt sich immer wieder von neuem flexibel auf die jeweilige Situation einzustellen, um so Lösungen für die jeweils auftretenden Probleme zu finden. Ich bin davon überzeugt, die Gesellschaft kann nur durch mutige und tatkräftige Menschen wieder zurück zum Erfolg geführt werden - Menschen, die sich mit Hingabe und Disziplin beharrlich dafür einsetzen. Wo sind diese Menschen in den Führungspositionen in Politik und Wirtschaft ?

Schon Konfuzius sagte vor etwa 2600 Jahren:

"Will man Gehorsam durch Gesetze und Ordnung durch Strafe, dann wird das Volk sich den Gesetzen und Strafen zu entziehen versuchen und alle Skrupel verlieren. Wird hingegen nach sittlichen Grundsätzen regiert und die Ordnung durch Beachtung der Riten und der gewohnten Formen des Umgangs erreicht, so hat das Volk nicht nur Skrupel, sondern es wird auch aus Überzeugung folgen."

Ich übersetze diese klugen Worte nun in meine Art zu denken...

Es wäre also wesentlich effektiver, den natürlichen Egoismus des Menschen in eine sinnvolle Bahn zu lenken, indem man diesen an seine Lebensaufgabe heranführt (so viel wie möglich über sein individuelles Wesen herausfindet) und ihm die grundlegend wichtigen Dinge für ein erfolgreiches Leben vermittelt, als diesen natürlichen Egoismus von oben herab, mit entsprechenden Erziehungs- und Ausbildungsmethoden bzw. mit Hilfe von Gesetzen und Strafen zu zügeln.

Der große Unterschied zwischen Steuern und Regeln

Die Regierung versucht den Menschen durch eine entsprechenden Steuerpolitik bzw. mit Hilfe ihrer Steuergesetze, von oben herab zu steuern (lenken). Dabei wird das gewünschte Verhalten durch Steuervorteile (Subventionen) belohnt und das unerwünschte Verhalten durch Steuernachteile bestraft. 

Mit Zuschüssen (Subventionen) für Opern und voller Besteuerung von Rockkonzerten, sollen wir dazu bewegt werden Opern zu besuchen, anstatt Rockkonzerte. Durch Senkung der Habenzinsen sollen wir zum Geldausgeben angeregt werden, durch Erhöhung der Schuldzinsen zum Sparen. Mit der Abwrackprämie sollen wir dazu animiert werden ein neues Auto zu kaufen, wenn unser Auto älter als 9 Jahre alt ist usw..

Wie man inzwischen sehr klar erkennen kann, hat sich der Weg, eine Gesellschaft mit Hilfe entsprechender Steuergesetze- und verordnungen zu steuern als Irrweg erwiesen. Das Problem dabei ist, daß bei einer Steuerung, diejenigen die gesteuert, nicht rückgefragt werden um herauszufinden, wo die Fehler und Mängel im praktischen Umgang mit den Gesetzen sind. 

Aus technischer Sicht liegt übrigens dann eine Steuerung vor, wenn man eine Größe (Temperatur, Licht, ...) beeinflusst, aber nicht misst oder eine Größe misst aber nicht beeinflusst. Übertragen auf das Steuersystem unserer Regierung ist diese Größe das jeweilige Gesetz bzw. die jeweilige Verordnung. 

Diese Steuerung entspricht im übertragenen Sinne den Systemen und Regeln der alten Gesellschaft. Der neue und bessere Weg ist es, diese Steuerung durch eine Regelung zu ersetzen. Diese Regelung entspricht dann im übertragenen Sinne den Systemen und Regeln der neuen Gesellschaft

Technisch gesehen wird bei einer Regelung, die Größe (Temperatur, Licht, ...) nicht nur beeinflusst, sondern auch gemessen und verglichen. Man nennt den gemessenen Wert Istwert und den vorgegebenen Wert Sollwert. Die Regelung hat dabei die Aufgabe, fortlaufend den Istwert zu messen und wenn dieser vom Sollwert abweicht, entsprechend nachzuregeln, also die Abweichung zwischen Ist- und Sollwert zu minimieren. Je schneller die Abweichung von Sollwert und Istwert beseitigt wird und je genauer der Istwert am Ende dem Sollwert entspricht, desto hochwertiger ist die Regelung.

Diese hochwertige Regelung sind im übertragenen Sinne die mündigen Menschen, die im Rahmen der neuen Systeme und Regeln sich und die Gesellschaft, in der sie leben, fortlaufend hinterfragen und optimieren. Die wichtigste Frage dabei muss sein, ob die aktuellen Systeme und Regeln und wie sie umgesetzt werden, unserem wichtigsten gemeinsamen Ziel dienen. Dieses Ziel lautet "alle sollen sich weitestgehend wohlfühlen". Entwickeln wir also nach dem Vorbild einer Regelung eine Gesellschaft in der sich alle weitestgehend wohlfühlen.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Mensch, der seine Begabungen und Charakterstärken in eine Aufgabe einbringen kann, die ihm am Herzen liegt und im Rahmen derer er mit sich (also mit seinen Werten) in Einklang leben kann, unzufrieden und aggressiv wird. Ich kann als lebendes Beispiel bestätigen, daß der Mensch auf diesem Wege einen Zustand erreicht, in dem er sein Bestes (seine Kreativität, seine besonderen Fähigkeiten, sein Fach- und vor allem Erfahrungswissen,...) geben kann und will und damit sich selbst und seinen Mitmenschen das Leben maximal vereinfacht. Es handelt sich hier um langfristige Entwicklungen, konkret bedeutet das, daß es zunächst auch schwerer werden kann und dann erst leichter.

Warum lassen sich unsere Führungskräfte nicht von ihrer Intuition leiten ? 
Wie die Weltgeschichte beweist, sind die großen Erfindungen (das Penicillin, die Demokratie, die Marktwirtschaft, der Computer, das Auto,...) nicht geplant und übermäßig organisiert worden, sondern die Schöpfer ließen sich von ihrer Intuition leiten und fanden die Lösungen für ihre komplexen Probleme, indem sie sich immer wieder von neuem flexibel auf die Anforderungen der jeweiligen Situation eingestellt haben.

Jetzt, nachdem ich viele Jahre nachgedacht, gelernt und aus meiner Kreativität geschöpft habe, weiß ich, wozu es gut war, daß ich diese unangenehmen Dinge erleben mußte. Die schmerzvollen Erfahrungen waren für mich der Auslöser dafür, ein Konzept für ein neues Bildungssystem zu entwickeln, mit dessen konsequenter praktischer Umsetzung eine Gesellschaft (Menschheit) möglich ist, in der sich alle weitestgehend wohlfühlen können. Die schmerzvollen Erfahrungen weckten in mir die Leidenschaft, mich intensiv mit der Lösung des Problems zu beschäftigen. Diese Leidenschaft ist wie ein kraftvoller Motor, der meine Motivation immer auf hohem Niveau hält.

Ich hoffe, ich konnte Sie mit diesem kurzen Ausflug möglichst tief in meine Erkenntnisse einführen und Ihnen auf schnellem Wege zeigen, wie man durch kritisches Hinterfragen (sich selbst, andere, die Umgebung an sich) wichtige Probleme erkennen und dabei sogar seine Lebensaufgabe finden kann.

 

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