direkte anstatt repräsentative Demokratie

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In einer repräsentativen Demokratie wird das Volk durch ausgewählte Repräsentanten (Politiker) vertreten, die anstelle der Bürger die jeweils anstehenden politischen Entscheidungen treffen. 

Ein großes Unwesen dieser repräsentative Demokratie war es, den Bürger weitestgehend zu entmündigen und ihn so wirksam davon abzuhalten, Verantwortung für sich und die Gesellschaft zu übernehmen. Ein anderer, schwerwiegender Kritikpunkt war, daß es sowohl für einzelne Personen (Spitzenpolitiker, Verbandsvorstände, Vereinsvorstände,...) als auch Gruppen (Parteien, Verbände, Vereine,...) darum ging,  ihre Interessen gegen andere Personen und Gruppen ohne Rücksicht auf das Allgemeinwohl durchzusetzen, anstatt darum, Lösungen zu finden, die dem Allgemeinwohl bestmöglich dienen.  


Erkenntnis

Daß Einzelpersonen und Gruppen ihre Interessen auf Biegen und Brechen gegen andere durchsetzen, ohne auch nur einen Gedanken an das Allgemeinwohl zu verschwenden, dürfte wohl der wesentlichste Grund dafür sein, daß in der Industriegesellschaft zunehmend Entscheidungen getroffen wurden, die mit sehr großen Kompromissen behaftet waren und so nicht mehr, wie ursprünglich vielleicht gedacht, dem Allgemeinwohl dienen konnten. 
Das passiert vor allem dann, wenn die Entscheidungsteilnehmer sich am Ende für die Lösung entscheiden, deren praktische Umsetzung für die Mehrheit der Teilnehmer den geringsten Aufwand bedeutet. Eine gute demokratische Entscheidung dagegen ist das Ergebnis der kollektiven Anstrengung jedes Einzelnen, die wirklich beste Lösung zu finden und sich dafür zu entscheiden.

Das genannte Problem kann verhindert werden durch dezentrale Politik- und direkte Demokratieformen. 

Dezentrale Politik bedeutet, daß politische Entscheidungen dort getroffen werden, wo die Probleme anfallen, nämlich vor Ort, um so einen möglichst effektiven und transparenten Entscheidungsprozeß zu ermöglichen. So können regionale Angelegenheiten vor Ort und damit effektiver als von zentraler Stelle aus geregelt werden. 

Direkte Demokratie bezeichnet eine Regierungsform, bei der die politischen Entscheidungen unmittelbar vom Volk (z.B. in Volksversammlungen und durch Volksabstimmung) getroffen werden und lediglich Ausführung und Umsetzung der Entscheidung einer Behörde überlassen werden. Direktdemokratische Elemente sind beispielsweise die Volksbefragung und der Volksentscheid bzw. Bürgerentscheid. 

Als Vorreiter in Sachen direkter Demokratie gilt die Schweiz, direktdemokratische Elemente werden aber auch in anderen Ländern, beispielsweise Italien, Frankreich (z. B. der Volksentscheid über das Ende des Algerien-Krieges 1960), Schweden (z. B. der Volksentscheid über den Ausstieg aus der Kernenergie 1980), Australien oder Neuseeland angewendet.

Eine dezentrale Politik verbunden mit direkten Demokratieformen bietet dem mündigen Bürger die Möglichkeit, selbst für sein eigenes und das Allgemeinwohl aktiv einzutreten.

Die Demokratie (griech. demokratia = Volksherrschaft) ist wohl die Regierungsform, die bisher im Vergleich zu anderen (Diktatur, Monarchie,...) in der Weltgeschichte am wenigsten Schaden angerichtet hat und für die es bis jetzt auch keine bessere Alternative gibt. Gleichzeitig ist die Demokratie aber die schwierigste aller Regierungsformen, da sie eine gewisse Bildung vom Teilnehmer voraussetzt. Dies ist auch ein wesentlicher Grund, warum es das wichtigste Ziel der Demokratie ist, jedem Einzelnen der Gesellschaft den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. 

Um dezentrale Politik- und direkte Demokratieformen einzuführen, bedarf es also keiner blutigen Revolution, sondern in erster Linie anständiger und am Allgemeinwohl interessierter Menschen mit der inneren Bereitschaft, vorurteilsfrei und kritisch zu denken, Denkfehler einzusehen und entsprechend zu korrigieren und fortlaufend dazuzulernen (Stichwort - Mündiger Bürger). 

Um an direkten Demokratieformen teilzunehmen, muß der Bürger über ein entsprechendes Hintergrundwissen bezüglich des Problems und der Lösungen, über die entschieden werden soll, verfügen. Nur so ist es möglich, Entscheidungen nicht zufällig, sondern anhand von Fakten zu treffen und die Entscheidung sachlich zu begründen (Wie kann die Entscheidung sowohl dem eigenen Wohl als auch dem Allgemeinwohl dienen ?). Dieses Hintergrundwissen kann sich der Bürger beispielsweise durch die aktive Teilnahme an einem extra für diesen Zweck eingerichteten Internet-Diskussionsforum (zeit- und ortsunabhängig) aneignen, in dem er über das Für und Wider einer Entscheidung mit seinen Mitbürgern diskutiert. Die Diskussionsteilnehmer können sich darüber hinaus über entsprechende Bewertungssysteme gegenseitig bewerten und so eine gewisse Qualität der Beiträge sicherstellen. Auf jeden Fall aber muß jeder, der an der Entscheidung teilnimmt, mit seiner Person verbindlich zu seiner Entscheidung stehen. 

Leider ist es in Deutschland aus historischen Gründen in Sachen direkter Demokratie nicht weit her. Nicht nur, daß die Hürden für die Durchführung von Bürger- und Volksentscheiden (hohe Zulassungs- und Zustimmungsquoren,...) im Vergleich zu anderen demokratisch geführten Ländern extrem hoch sind, sie werden teilweise sogar dann, wenn sie erfolgreich waren, mißachtet.

Praktische Beispiele hierfür sind der Volksentscheid, bei dem 1998 die Schleswig-Holsteiner die Wiedereinführung der bisher geltenden Rechtschreibung beschlossen, diese Entscheidung jedoch ein Jahr später vom Kieler Landtag wieder aufgehoben wurde (Quellen: Wikipedia, www.wikipedia.org/wiki/Reform_der_deutschen_Rechtschreibung_von_1996 und Know-Library.net,  www.reform_der_deutschen_rechtschreibung...) oder der Volksentscheid in Hamburg, bei dem sich die Mehrheit 2004 gegen eine Privatisierung der Landeskrankenhäuser aussprach; damals entschied letztendlich sogar das Hamburgische Verfassungsgericht, daß der Verkauf, so wie er vom Hamburger Senat geplant worden war, rechtens ist (Quelle: Hamburger Abendblatt,  http://www.abendblatt.de/...).

Ein praktisches Beispiel dafür, wie eine hartnäckige Stadtverwaltung einen Bürgerentscheid immer wieder in Frage stellen kann, ist der geplante Bau einer Stadthalle auf einem der wenigen verbliebenen großflächigen Parkplätze (Donaumarkt) in Regensburg, gegen den sich die Bürger nun schon zum 4. Mal innerhalb von 16 Jahren (1990, 1999, 2004, 2006) zur Wehr setzen mußten.

Aus den genannten und weiteren Gründen ist die aktive Beteiligung der Bürger am politischen Geschehen sehr gering.  

Der Rechtsgelehrte "Hans Herbert von Arnim" ist davon überzeugt, daß die Einführung einer direkten Demokratie den Wettbewerb unter den politischen Parteien beleben und die Kontrolle des Volkes über die Entscheidungen der politischen Parteien verbessern würde und sich damit letztendlich die politischen Entscheidungen wieder mehr dem Volkswillen angleichen würden. Gründe, die dafür sprechen und triftige Argumente gegen die Einwände und Vorurteile, die von der herrschenden Klasse gegen mehr direkte Demokratie aufgeführt werden, liefert Hans Herbert von Arnim in seinem Buch mit dem Titel "Vom schönen Schein der Demokratie" (Droemer Verlag, München 2000, 352 Seiten, ISBN 3426272040).

Auch der große Physiker Albert Einstein (1879 bis 1955), der sich auch zeit seines Lebens sehr tiefgründig mit dem Wesen von Mensch und Natur beschäftigte, glaubte an den gesunden Menschenverstand, wenn er sich natürlich entfalten kann und nicht künstlich von außen manipuliert wird, was er mit folgendem Zitat bestätigt:

"Ich denke immerhin so gut von der Menschheit, daß ich glaube, dieser Spuk (Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalttaten, leidige Vaterländerei, Kriege) wäre schon längst verschwunden, wenn der gesunde Sinn der Völker nicht von geschäftlichen und politischen Interessenten durch Schule und Presse systematisch korrumpiert würde".

Möglicherweise wäre die direkte anstelle der aktuellen repräsentativen Demokratie auch ein Instrument, mit dem man den Wandel von einer Industriegesellschaft hin zu einer Informationsgesellschaft, mit dem sich Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Industrieländern offensichtlich besonders schwer tut, beschleunigen könnte.

Da so der Einzelne an wichtigen Entscheidungen, die das ganze Volk betreffen, mitwirken und somit etwas bewirken könnte, wäre er nicht mehr gezwungen, aus Protest (gegen die immer weiter ausufernde Belastung durch hohe Steuer- und Sozialabgaben)  beispielsweise schwarz zu arbeiten, in vielfältiger Form Steuern zu hinterziehen oder auf Konsum zu verzichten. 

Letztendlich tragen zwar auch die Schwarzarbeit, die Steuerhinterziehung und der Konsumverzicht zur Zerstörung des alten Systems (und damit möglicherweise zum schnelleren Wandel) bei, allerdings mit unabsehbaren Folgen, etwa die immer größere Verschuldung des deutschen Volkes, das damit für die Zukunft immer weniger Handlungsspielraum hat (z. B. die dann fehlende Möglichkeit zur Investition in die Forschung und Entwicklung innovativer Produkte und Dienste, die mit hohem finanziellen Aufwand verbunden sind). Was viele nicht bedenken, ist auch, daß die Regierung (die Minister und ihre Beamten) sich das Geld letztendlich vom Volk bzw. von denen, die ein Vermögen besitzen (das sie sich nicht selten mit hohen Anstrengungen erarbeitet haben), leiht. Diese häufig ehrlichen und fleißigen Menschen unserer Gesellschaft verlieren am Ende (wenn keiner die Verschuldung stoppt) alles, was sie sich erarbeitet haben. 

Ein praktisches Beispiel hierfür ist Argentinien, das noch vor hundert Jahren zu den reichsten Ländern der Erde zählte und sich im Laufe der Zeit so hoch verschuldete, daß die Regierung Ende der 70-er Jahre die Sparkonten der Bürger sperren ließ (Quelle: Wikipedia, "http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Artgentiniens.html). 

Vielleicht haben auch in Argentinien folgende Mechanismen des Systems zum Niedergang geführt: Die vom System Profitierenden blenden die Probleme aus und die vom System Betroffenen schämen sich aufgrund ihrer Lage (die sie angeblich selbst verschuldet haben), die sie zu Abhängigen des Systems macht (Sozialhilfe, Arbeitslosenhilfe,...), und trauen sich daher nicht, Widerstand zu leisten.

Offensichtlich fürchten die politischen Parteien hierzulande - im Gegensatz zu unserem Nachbarn, der Schweiz - die Überzeugungsarbeit, die notwendig wäre, wenn das Volk dem Entscheidungswillen der Regierung widersprechen würde.

Erkenntnis

Eine direkte Demokratie, die jedem mündigen Bürger die Möglichkeiten bereitstellt, gemeinsam mit den jeweiligen Experten und Politikern (Moderatoren) aktiv an politischen Entscheidungen mitzuwirken würde gewährleisten, daß die Entscheidungsprozesse für die jeweils interessierte Öffentlichkeit transparent und die letztendlichen Entscheidungen bestmöglich auf das Allgemeinwohl ausgerichtet sind.

Die bestmögliche Kontrolle über die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft hätten die mündigen Bürger, wenn sie selbst aktiv an den Entscheidungsprozessen im Rahmen von Bürger- und Volksentscheiden teilnehmen würden. Um an direkten Demokratieformen sinnvoll teilnehmen zu können, muß der Bürger über ein entsprechendes Hintergrundwissen bezüglich des Problems und der Lösungen, über die entschieden werden soll, verfügen. Nur so ist es möglich, Entscheidungen nicht zufällig, sondern anhand von Fakten zu treffen und die Entscheidung sachlich zu begründen (Wie kann die Entscheidung sowohl dem eigenen Wohl als auch dem Allgemeinwohl dienen ?). 

Dieses Hintergrundwissen kann sich der Bürger beispielsweise durch die aktive Teilnahme an einem extra für diesen Zweck eingerichteten Internet-Diskussionsforum (zeit- und ortsunabhängig) aneignen, in dem er über das Für und Wider einer Entscheidung mit anderen diskutiert. Die Diskussionsteilnehmer können sich darüber hinaus über entsprechende Systeme bewerten und so eine gewisse Qualität der Beiträge sicherstellen. Auf jeden Fall aber muß der Bürger, der an der Entscheidung teilnimmt, mit seiner Person (die eindeutig identifizierbar ist über seine elektronische Signatur) verbindlich zu seiner Entscheidung stehen. 

Die bestmögliche Transparenz wäre gegeben, wenn die Entscheidungsprozesse so weit als möglich mit Hilfe der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien durchgeführt würden, da so jeder Interessierte mit einem Computer mit Internetzugang dann den Zugriff auf die hierfür relevanten Informationen hätte und vor allem zeit- und ortsunabhängig an den Diskussionen bzw. Entscheidungen teilnehmen kann. 

Die für die jeweils anstehenden Entscheidungen notwendigen Fakten müssen für jeden zeit- und ortsunabhängig zugänglich (via Internet) von den Entscheidungsträgern selbst oder über entsprechende Institutionen/Organisationen bereitgestellt werden. Der mündige Bürger ist bestrebt, richtig zu entscheiden und nimmt sich deshalb die Zeit, sich die dafür notwendigen Fragen zu stellen, mit Hilfe geeigneter Internetquellen nach den Antworten (Informationen) zu suchen und sich aktiv mit den gefundenen und als relevant bewerteten Informationen auseinander zu setzen. 

Durch seine aktive Teilnahme an den Entscheidungsprozessen sorgt der mündige Bürger für deren Transparenz und schafft so durch sein Verhalten die Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie, die den Volkswillen bestmöglichst widerspiegelt. 

Für den Einzelnen hat dies den Vorteil, daß er durch seine Entscheidung aktiv seine Umgebung mitgestalten kann und nicht tatenlos zusehen muß, wie einige Wenige (durch Eigeninteressen geleitet und von Fremdinteressen angetrieben) Entscheidungen treffen, die hinterher von vielen (obwohl sie die Entscheidung nicht befürworten) getragen werden müssen. 

Ein Motivationsgrund für den besonders engagierten Einsatz des Einzelnen bei der Teilnahme am gemeinsamen Entscheidungsprozeß wäre der, daß es ihm so am besten gelingen kann, möglichst viele Mitmenschen von seiner Lösung zu überzeugen und damit die Früchte seiner Denkarbeit gemeinsam mit anderen zu realisieren.

Diesem Idealzustand entgegen wirken Hierarchien, innerhalb derer nicht die Kompetenz und das Engagement über das Recht der Mitbestimmung entscheiden, sondern die Stellung innerhalb der Hierarchie (der Posten) und enge Beziehungen zu einflussreichen Führungskräften in Politik und Wirtschaft.

Den größtmöglichen Nutzen hätten beide Seiten, sowohl der mündige Bürger, als auch die Regierung (die Minister und ihre Beamten), wenn sie konstruktiv zusammenarbeiten würden. Ein Bürger, der mit seiner Regierung zufrieden ist, wird nicht nur ein braver Steuerzahler sein, sondern wird den Ministern und Beamten auch seine für die jeweils zu treffende Entscheidung relevanten Erfahrungen mitteilen oder noch wertvoller, konstruktive Lösungsvorschläge für bestimmte Probleme liefern. 

Das folgende praktische Beispiel soll zeigen, wie wichtig der mündige Mensch für die konstruktive Umsetzung einer direkten Demokratie ist. 

Gegen die Forderung, endlich Studiengebühren einzuführen, sind zahlreiche Studenten auf die Barrikaden gegangen, ohne jedoch eine wirkliche Alternative anzubieten, wie die Bildungskosten trotz sinkender Steuereinnahmen weiterhin getragen werden können.

Warum fordert keiner der Studenten ein zeitgemäßes Bildungssystem, das uns zu mündigen Menschen erzieht und nicht zu Befehlsempfängern, die sich, ohne tiefere Fragen zu stellen, in den ihnen zugeteilten Platz innerhalb der Hierarchie einordnen? Wie Sie sicher bemerkt haben, ist die Antwort bereits in der Frage enthalten. 

Warum fordern Studenten beispielsweise nicht, daß sie angesichts der hohen Zahl an Studenten, die ihr Studium vorzeitig abbrechen, besser bei ihrer Studienwahl unterstützt werden ? Eine tatkräftige Hilfe wäre es beispielsweise, wenn sich Eltern und Lehrer intensiv mit dem jungen Menschen beschäftigen, um so mehr über dessen individuelle Begabungen und Leidenschaften herauszufinden und ihn damit aktiv auf dem Weg begleiten, seine persönliche Lebensaufgabe zu finden. Eine weitere Orientierungshilfe wäre, daß den jungen Menschen bereits von Kindesbeinen an wichtige gemeinsame Werte vermittelt werden, beispielsweise die Liebe zur Natur und neben dem eigenen auch an das Allgemeinwohl zu denken, und daß eine Welt, in der sich alle weitestgehend wohlfühlen können, nur möglich ist, wenn sich jeder Einzelne im Rahmen seiner Lebensaufgabe aktiv dafür einsetzt. 

Nicht nur, daß ein Mensch, der wichtige Grundwerte in sich aufgenommen hat und beruflich das tun darf, was er am besten kann, das Fundament für sein erfülltes Leben legt und damit sowohl für sich selbst als auch für die Allgemeinheit seinen besonders wertvollen, weil einzigartigen Beitrag leisten kann, anstatt als unmündiger Almosenabhängiger dem eigenen Selbstwertgefühl und dem Allgemeinwohl zu schaden; nicht zuletzt würde man auch eine Menge Geld sparen. Jeder Studienabbrecher hat für eine bestimmte Zeit Lehrmittel umsonst beansprucht; fällt dies aufgrund einer individuellen und gründlichen Wahl des Studienfachs weg, entstehen wesentlich weniger Kosten, so daß Studiengebühren möglicherweise gar nicht notwendig wären.

In Finnland wurde übrigens bereits vor 30 Jahren das Bildungssystem an die Anforderungen unserer Zeit angepaßt, während bei uns seit 30 Jahren immer noch darüber diskutiert wird. Der Grund dafür ist bestimmt nicht, daß die, die in den Hierarchien ganz unten sind (die Schüler und die Lehrer), sich alle gegen eine Änderung des Bildungssystems zur Wehr setzen.

Ein praktisches Beispiel soll zeigen, wie man durch das konsequente Befolgen von ärztlichen Therapiemaßnahmen das solidarisch finanzierte Gesundheitswesen entlasten kann.

Jemand geht wegen Rückenschmerzen zum Arzt. Dieser empfiehlt ihm Fango-Massagen zur kurzfristigen Behandlung der Rückenschmerzen und verordnet ihm eine gezielte Rückengymnastik, um weiteren Rückenschmerzen langfristig vorzubeugen. Von der betreffenden Therapeutin erlernt er die für ihn wichtigen Gymnastikübungen und nach einiger Zeit konsequenter Durchführung der Übungen verschwinden seine Rückenschmerzen.  Nach und nach gewinnt die Bequemlichkeit aber wieder die Oberhand und er hört auf mit den Übungen und der Kreislauf beginnt nach einiger Zeit von Neuem. Er bekommt wieder Rückenschmerzen, da er nicht mehr weiß, wie er die Übungen richtig ausführen soll, muß er die Gymnastikübungen wieder unter professioneller Anleitung erlernen usw..

Das Verhalten des unmündigen Menschen belastet nicht nur unnötig das solidarisch finanzierte Gesundheitssystem, sondern auch seine eigene Gesundheit und trägt ganz bestimmt auch nicht zu seinem Wohlbefinden bei. Der mündige Mensch dagegen macht jeden Tag die entsprechenden Gymnastikübungen und weiß, daß diese 10 Minuten ihm ein Leben ohne Rückenschmerzen ermöglichen und ganz nebenbei auch das von ihm mitfinanzierte Gesundheitssystem entlasten.

Hinweis
Im Internet sind einige Projekte zur Realisierung von direkten Demokratien zu finden, beispielsweise das von der Europäischen Union in Auftrag gegebene Projekt "eVote" (www.instore.gr/evote), mit dem das Ziel verfolgt wird, Wahlen online durchzuführen. Ein weiteres, ebenfalls von der EU in Auftrag gegebenes Projekt mit dem Namen "Webocracy" (www.webocrat.org) soll die Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Entscheidungsträgern der öffentlichen Verwaltung durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien verbessern. Beurteilen Sie selbst die Ernsthaftigkeit dieser Projekte. 

Viele Menschen behaupten, daß es nicht ihre Aufgabe ist, die für das Allgemeinwohl wichtigen Entscheidungen zu treffen, sondern die Aufgabe der Politiker. Diese Menschen beweisen, das sie sich mit diesem Thema noch nie wirklich kritisch auseinandergesetzt haben, denn sonst würden sie merken, daß viele Probleme bereits seit Jahrzehnten zur Diskussion stehen (Änderung des Bildungssystems, Schaffung neuer Arbeitsplätze,...), aber bisher noch nichts wirklich Ernsthaftes von der politischen Klasse unternommen wurde, um die Probleme auch tatsächlich zu lösen. Weiterhin zeigen solche Behauptungen auch, welche Fehler in den letzten 30 Jahren gemacht wurden, indem man anstatt mündiger Menschen weiterhin Befehlsempfänger erzogen bzw. ausgebildet hat. 

 

Der Artikel ist ein Teil aus meinem Buch "Netzwerkkompetenz - warum ?" - Der Bauplan für eine Gesellschaft, in der wir uns alle weitestgehend wohlfühlen können

 

 

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